Robotik-Team der Rabanus-Maurus-Schule fliegt nach Sydney

Fulda. Acht Schüler und ein Lehrer aus Fulda fahren im Sommer zum „Asia Pacific Opens“ nach Australien. Sie haben sich mit ihrem Roboter und ihrem wissenschaftlichen Projekt in der internationalen „First Lego League“ als Team „Mäc Lego (R)MS“ nach mehreren Erfolgen auf regionaler, überregionaler und DACH-Ebene für den Wettbewerb in Sydney qualifiziert. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Wettbewerb, sowie die Suche nach Sponsoren.
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Nachdem das Team sich auf regionaler Ebene in Fulda und beim Qualifying in Siegen jeweils den ersten Platz erkämpft hatte, belegte es Mitte April den vierten Platz im DACH-Finale in Davos, bei dem Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gegeneinander antraten. Dafür haben sie einen Roboter namens „Hawkeye“ aus „Lego“ gebaut und programmiert, mit diesem Aufgaben absolviert und gezeigt, wie mit virtueller Realität anderen das Hobby „Speedcubing“ näher gebracht werden kann. Nun haben die Schüler die Chance, sich auch in Sydney zu beweisen.
Das Team arbeitet seit 2018 gemeinsam an Robotern und wissenschaftlichen Projekten und freut sich riesig auf die Chance, so Dechant:
„Die Stimmung ist unfassbar gut. Alle sind hochmotiviert und freuen sich, ihren Teil beizutragen und natürlich auch auf Australien.“
Die Veranstaltung in Sydney ist allerdings auch die letzte, an der das Team teilnehmen kann, da nur Schüler bis 16 Jahren zugelassen sind.
„Für das letzte Jahr geben wir nochmal alles“, sagt Dechant. „Wir gehen vor allem die Aufgaben an, die in den vergangenen Wettbewerben nicht so gut liefen und trainieren die gezielt.“
Neben dem Training sei aber auch eine zentrale Aufgabe, Sponsoren zu finden, damit die Reise finanziert werden kann. Dazu wurde ein Sponsoringkonzept in Staffeln entwickelt. Bei diesem Prinzip erhalten Spender, je nach gespendeter Summe (500, 2.000 oder 5.000 Euro), etwas vom Team zurück – vom Platz auf dem T-Shirt bis hin zu einem professionellen Werbevideo.
„Jeder Betrag ist ein wichtiger Beitrag, um unseren krönenden Abschluss zu realisieren, auf den wir seit Jahren schon hart hinarbeiten. Damit würde unser Traum in Erfüllung gehen“, erklärt Dechant.
Auf den Namen „Mäc Lego (R)MS“ kamen die Jugendlichen übrigens über einen Teamkameraden. Der hätte aus seinem „Lego“-Sortierkasten früher Steine mit den Worten „Willkommen bei McLego. Ihre Bestellung bitte“ herausgegeben, was das Team so ikonisch fand, dass es das zu seinem Namen gemacht habe. Ursprünglich hatten sie sich auch „McLego“ geschrieben, das nach Nachfrage bei McDonalds aber nochmal geändert – der Fastfood-Konzern sei mit der offensichtlichen Anlehnung an dessen Marke nicht einverstanden gewesen. Das (R)MS leitet sich von den Initialen der Rabanus-Maurus-Schule in Fulda ab und stellt gleichzeitig das Copyright-Symbol des Namens dar. Bis auf ein Mitglied von der Freiherr-vom-Stein-Schule besuchen nämlich alle Jugendlichen das Domgymnasium.

Was ist die „First Lego League“?

Die „First Lego League“ ist ein internationales Bildungsprogramm, das durch die amerikanische „First“-Stiftung und den Klemmbausteinhersteller „Lego“ ins Leben gerufen wurde. Im Rahmen des Programms werden immer wieder wissenschaftliche Wettbewerbe ausgerufen, an denen Schüler von neun bis 16 Jahren teilnehmen können. Bei den sogenannten „First Lego League Challenges“ messen sich die Teilnehmer in vier Kategorien, aus den Ergebnissen wird eine Gesamtwertung errechnet. Die Wettbewerbe 2023/2024 stehen unter dem Motto „Masterpiece“ und teilen sich in die Bereiche „Roboterdesign“, bei der die Schüler einen Roboter bauen müssen, „Robot-Game“, hier müssen die Schüler ihren Roboter dazu bringen, Aufgaben in einem vorgegebenen Parcours zu schaffen, „Grundwerte“, welche die Begeisterung und die Teamfähigkeit abfragt und „Forschungsprojekt“, bei dem die Jugendlichen ein Problem identifizieren und mit Hilfe von moderner Technik lösen müssen.
Bei Fragen zu Projekt und dem Sponspring können Sie sich gerne an Coach Daniel Rausch wenden. E-Mail: daniel.rausch@schule.hessen.de