Mit dem „Grümel-Schirm“ in eine erfolgreiche Zukunft

Fulda. Mit einem symbolischen Schirm verabschiedete Grümel-Geschäftsführerin Jutta Dehler am heutigen Freitag die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen in einen neuen Lebensabschnitt.
Insgesamt 23 Nachwuchsfachkräfte haben ihre Ausbildung in elf verschiedenen Berufen erfolgreich abgeschlossen und erhielten im Rahmen einer Feierstunde im Refektorium der Propstei Johannesberg ihre Zeugnisse sowie ein kleines Präsent.

„Ein Schirm verhindert keinen Regen und keinen Gegenwind. Aber er gibt Schutz und macht den Weg ein Stück leichter“,
sagte Jutta Dehler in ihrer Ansprache.
Anschließend beschrieb sie verschiedene Herausforderungen und Hürden, die die frischgebackenen Fachkräfte während ihrer Ausbildung gemeistert und überwunden hatten.
„Der Grümel-Schirm hat euch dabei eine Zeit lang begleitet. Er steht sinnbildlich für die Werte, die die Ausbildung prägen: Wertschätzung, Vertrauen, Kompetenz und die feste Überzeugung, dass jeder Mensch Fähigkeiten besitzt und die Chance verdient, diese zu entfalten.“
Verabschiedet wurden zwei Fachinformatiker:innen für Systemintegration, eine Kauffrau für Büromanagement, drei Fachpraktiker für Lagerwirtschaft, ein Fachlagerist, vier Fachpraktiker:innen Hauswirtschaft, zwei Hauswirtschafterinnen, ein Fachpraktiker Küche, zwei Tischler:innen, drei Fachpraktiker:innen für Holzverarbeitung, drei Gartenbauwerker:innen sowie eine Fachpraktikerin Maler und Lackierer.

„Unser Ziel ist es, jedem einzelnen jungen Menschen eine echte berufliche Perspektive zu eröffnen – mit individueller Förderung, fachlicher Begleitung und einem starken Netzwerk. Mit euch eingerechnet haben wir bei Grümel bis heute inzwischen 682 Auszubildende zu einem Abschluss geführt“,
betonte Dehler.
Einer davon ist Emilio Wehner. Der frisch ausgelernte Fachpraktiker Hauswirtschaft berichtet von der sehr guten Organisation, Planung und Vielseitigkeit bei Grümel-Ausbildung. Besonders positiv hebt er die Einbindung der Azubis bei den verschiedenen Veranstaltungen hervor, so dass er früh Verantwortung übernehmen und sich als Teil des Teams fühlen konnte. Dank der Unterstützung durch Ausbilder und Pädagogen habe er sich fachlich und persönlich weiterentwickeln können. Auch die Berufsschule habe er als wertvolle Ergänzung zur praktischen Ausbildung erlebt. Im Oktober beginnt er seine Ausbildung zum Altenpflegehelfer im Altenheim Mutter Theresia in Neuhof und ist dort bereits im Vorfeld als Helfer tätig.
Barbara Meister, fertige Fachinformatikerin für Systemintegration, erzählt, dass sie sich während ihrer gesamten Ausbildungszeit nie verstellen musste und von Beginn an so akzeptiert wurde, wie sie ist. Auch in schwierigen Situationen habe sie immer Unterstützung erfahren. Besonders der lebensnahe und praxisorientierte Charakter der Ausbildung habe ihr gefallen. Sie beginnt im Oktober ein duales Studium an der Hochschule Fulda und hat zudem eine Tätigkeit auf Minijob-Basis im IT-Bereich aufgenommen, um weitere praktische Erfahrungen zu sammeln.
Den erfolgreichen Ausbildungsabschluss würdigten auch Katharina Henkel, Amtsleiterin der Agentur für Arbeit Fulda-Bad Hersfeld, Denise Otto, Beraterin für die kaufmännische Ausbildung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Fulda, Verena Malkmus, Sachgebietsleiterin Eingliederung beim Kommunalen Kreisjobcenter, sowie Henning Ahrens von der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld stellvertretend für die kooperierenden Berufsschulen. Sie gratulierten den Nachwuchskräften und ermutigten sie, ihren weiteren Berufsweg mit Selbstvertrauen, Neugier und Offenheit zu gestalten.
Katharina Henkel verglich die Absolventinnen und Absolventen mit Superhelden:
„Ihr könnt vielleicht nicht fliegen, aber ihr habt in der Ausbildung gezeigt, dass ihr echte Superkräfte besitzt: Mut, Ausdauer, Neugier und die Bereitschaft, mit anderen zusammenzuarbeiten.“
Denise Otto griff das Bild eines Hausbaus auf und sagte an die Nachwuchskräfte gerichtet:
„Wenn ein Haus fertig ist, bestaunt man den schönen Garten, die großen Fenster, das Dach… Aber das wichtigste Element bleibt unsichtbar: das Fundament. Ihr habt das Fundament für euer eigenes Haus mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung fertiggestellt. Jetzt könnt ihr darauf aufbauen und später mit der Meisterschule oder einem Studium vielleicht auch noch anbauen. Gestaltet euer Haus so, wie ihr es euch wünscht.“
„Eine Ausbildung ist wie ein Puzzle“,
sagte Verena Malkmus,
„dabei kommt jeden Tag ein neues Puzzleteil hinzu – und am Ende kann man das fertige Bild bestaunen. Ihr alle könnt stolz sein, dieses Puzzle zusammengesetzt zu haben. Jetzt beginnt mit einem neuen Lebensabschnitt auch ein neues Puzzlebild.“
Henning Ahrens hob hervor, wie begeistert er immer wieder sei,
„welch bunten Blumenstrauß an vielfältigen Ausbildungsberufen“ Grümel inzwischen vorweisen könne. „682 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen in 40 Jahren – diese Zahl spricht eigentlich für sich“,
so der Berufschullehrer, der in diesem Jahr zum letzten Mal die Auszubildenden verabschiedete und im Anschluss an sein Grußwort noch ein kleines Präsent von Grümel erhielt „für die 25-jährige herzliche Zusammenarbeit“, wie Jutta Dehler betonte.

Die Ausbildung bei Grümel wird durch die Agentur für Arbeit und das Kommunale Kreisjobcenter finanziert. Unterstützt wird sie außerdem von Partnern wie der IHK Fulda, der Kreishandwerkerschaft Fulda sowie dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. Enge Kooperationen bestehen zudem mit der Eduard-Stieler-Schule, der Richard-Müller-Schule und der Ferdinand-Braun-Schule in Fulda, der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld sowie der Max-Eyth-Schule in Alsfeld.

Ein besonderer Dank von Jutta Dehler galt auch den Ausbildungsteams von Grümel.
„Ihr habt den Schutz-Schirm hochgehalten: Mit großem Engagement, Kreativität und persönlichem Einsatz habt ihr die Auszubildenden während ihrer gesamten Ausbildungszeit begleitet, individuelle Stärken gefördert und beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss und den Einstieg ins Arbeitsleben geschaffen.“

Für viele der Absolventinnen und Absolventen steht der nächste Schritt bereits fest: Sie beginnen eine Beschäftigung in ihrem Ausbildungsberuf oder setzen ihren Bildungsweg fort.
„Mit eurem Abschluss im Gepäck und dem Vertrauen in eure eigenen Fähigkeiten startet ihr nun in einen neuen Lebensabschnitt – bereit, euren eigenen Weg zu gehen. Dafür wünschen wir euch alles Gute.“
Mit diesen Worten schloss Jutta Dehler dann auch den symbolischen Schirm und betonte:
„Das Wichtigste war nie der Schirm oder wir, die euch begleitet haben – das Wichtigste wart immer ihr selbst und das, was ihr auf eurem Weg gelernt und entwickelt habt. Und vielleicht kommt ihr irgendwann einmal an den Punkt, dass ihr jemand anderem einen solchen Schutz-Schirm aufspannen könnt. “
Weitere Informationen unter: www.gruemel.de
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