Wirtschaftsinfos
Unterstützung bei inklusiver Beschäftigung
Die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld–Fulda informiert regelmäßig über ihre Förderan-gebote für Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen ausbilden oder einstellen möchten. Betriebe können dabei auf eine Vielzahl an Zuschüssen und Unterstützungs-leistungen zurückgreifen – hier die Unterstützungsangebote im Überblick:
- Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung
- Begleitende Unterstützungsmöglichkeiten über Maßnahmeträger wie
- Assistierte Ausbildung (ASA flex)
- Begleitete betriebliche Ausbildung (bbA)
- Theoriereduzierte Ausbildungen
- Zuschüsse für Probebeschäftigungen, beispielsweise zur
- Überprüfung der Eignung oder Vermittlung von Kenntnissen im Betrieb
- Eingliederungszuschüsse bei erschwerter Vermittlung oder Minderleistung
- Förderung der behindertengerechten Arbeitsplatzgestaltung, beispielsweise für
- Beschaffung, Wartung, Instandhaltung oder Anpassung an den Stand der Technik
- Zuschüsse für personelle Unterstützung, beispielsweise bei:
- Tätigkeitsbezogenen Handreichungen und Hilfestellungen
- Unterstützung bei der Kommunikation am Arbeitsplatz
- Fachlicher oder arbeitspädagogischer Unterweisung und Anleitung
Wichtig dabei ist, dass die Anträge vor Abschluss des Arbeits- oder Ausbildungsvertrags gestellt werden müssen. Weitere Informationen: Agentur für Arbeit Bad Hersfeld–Fulda, Monika.Krebs@arbeitsagentur.de.
Richard-Müller-Schule für vorbildliche berufliche Orientierung ausgezeichnet
Hier werden Schüler besonders gut auf den Übergang von der Schule in den Beruf vor-bereitet: Die Richard-Müller-Schule wurde gemeinsam mit 21 weiteren Schulen vom Hessischen Ministerium für Kultur, Bildung und Chancen mit dem Gütesiegel „Be-rufs- und Studienorientierung“ ausgezeichnet. Das hiesige berufliche Gymnasium er-hielt die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal in Folge für die individuelle Beratung ihrer Oberschüler und ihre berufsbezogenen Trainings sowie zahlreichen Infotage zur Berufsorientierung. Ergänzt wird das Angebot der Richard-Müller-Schule durch ein Speed-Dating für Praktikumsplätze und den AbiGo-Tag, der Vorträge, Workshops und persönliches Kennenlernen mit Betrieben und Weiterbildungsträgern bietet.
Auszeichnung der RIMS: Kultusminister Armin Schwarz, Abteilungsleiterin Michaela Wolfschlag, BO-Koordinatorin Daniela Theurer, Staatssekretär Umut Sönmez, Dr. Felix Heusler (HIHK) (v. li.)
Infoabend „Depotladen von Elektro-Lkw“
Immer mehr Unternehmen setzen auf Lkw mit Elektroantrieb. Damit einher geht die Frage, wie eine geeignete Ladeinfrastruktur geschaffen und optimal in den Betriebsablauf integriert werden kann. Dabei ist das Depotladen – also das Laden am Firmenstandort – unumgänglich. Um Unternehmen hier beste Voraussetzungen zu bieten, lädt die RhönEnergie Fulda am Donnerstag, 22. Januar 2026, ab 17:00 Uhr in ihren Räumen in der Löherstraße 52 zu einem Info-Abend ein. Experten geben einen Überblick zu technischen Anforderungen, Fördermöglichkeiten und individuellen Lösungen, und sie zeigen, wie Planung, Netzprüfung, Installation und Betrieb effizient umgesetzt werden können. Darüber hinaus werden Aspekte wie kalkulierbare Kosten, Einsparpotenziale und verfügbare Förderprogramme erläutert. Alle Infos und Anmeldungen unter re-gruppe.de/elkw.
Zusätzliches Personal durch Aktivrente
Ab Januar 2026 soll mit der neuen Aktivrente ein Zuverdienst von monatlich 2000 Euro für Menschen steuerfrei bleiben, die das gesetzliche Rentenalter erreicht haben und weiterarbeiten. Ziel der Bundesregierung ist es, dadurch Fachkräfte länger in den Betrieben zu halten. Laut Hochrechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung könnten dadurch 25.000 bis 33.000 zusätzliche Vollzeitstellen entstehen. Beamte sowie Selbständige werden nach den derzeitigen Plänen von der Regelung ausgeschlossen.
Mehr Infos zur Aktivrente gibt es hier.
IHK-Ursprungszeugnis jetzt volldigital
Ab sofort stellen die IHKn bundesweit digitale, fäl-schungssichere Ursprungszeugnisse als rechtsverbindliche PDFs aus, die online versendet werden können. Die neue Funktion der IHK-Anwendung „eUZweb“ macht den Ausdruck und Postversand der Außenwirtschaftspapiere überflüssig. Unternehmen können das digitale Ursprungszeugnis (dUZ) direkt nach Genehmigung elektronisch weiterleiten. Das ist besonders bei komplexen und zeitkritischen Exportgeschäften ein großer Vorteil. Alle Infos zur Funktionsweise gibt es unter www.euz.ihk.de/euzweb.
Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns ab 2026
Der gesetzliche Mindestlohn steigt in den kommenden Jahren erneut. Ab Januar 2026 wird der Lohn auf 13,90 Euro brutto in der Stunde angehoben und ab Januar 2027 auf 14,60 Euro. Die Mindestvergütung für Auszubildende im ersten Lehrjahr, die zwischen dem 1. Januar 2026 und dem 31. Dezember 2026 ihre Lehre beginnen, steigt auf 724 Euro monatlich. Die Beträge für die folgenden Lehrjahre steigen auf 854 Euro und 977 Euro.
Neues Tool für nachhaltige und digitale Transformation
Das neue Twin Transition Tool des RKW-Kompetenz-zentrums unterstützt mittelständische Unternehmen auf ihrem Weg in eine nachhaltige und digitale Zukunft. Nutzer wählen aus 17 Sustainable Development Foals (SDGs) ihre relevanten Themen aus, kombinieren diese mit gewünschten digitalen Technologien und erhalten eine Auswahl an Praxis-Beispielen zum Inspirieren und Nachmachen. Ein Katalog an Reflexionsfragen hilft die Vorschläge auf das eigene Unternehmen anzupassen. Ergänzt wird das Tool durch einen großen Informationspool zu Technologien, SDGs und relevanten Akteuren rund um die Twin Transition. Die Anwendung steht kostenfrei unter www.rkw-kompetenzzentrum.de/twintransitiontool zur Verfügung.
Mütter wollen mehr arbeiten – wenn die Bedingungen stimmen
Bei der Erwerbstätigkeit von Müttern ist noch reichlich Luft nach oben: Wie das Netz-werk „Erfolgsfaktor Familie“ in einer Befragung von bundesweit mehr als 1500 teilzeitbeschäftigten Frauen mit Kindern ermittelte, wäre fast jede zweite (45 Prozent) unter den richtigen betrieblichen Rahmenbedingungen bereit, ihre Arbeitszeit zu erhöhen – im Durchschnitt auf 33 Wochenstunden. Das bedeutet ein Potenzial von rund 14 Millionen zusätzlichen Wochenstunden oder etwa 350.000 Vollzeitäquivalenten. Als Voraussetzungen nannten die Befragten vor allem Flexibilität in der individuellen Arbeitszeitgestaltung, persönliche Kommunikation, mehr Karriereoptionen sowie eine verlässliche Kinderbetreuung. Ergänzend zu den Umfrageergebnissen bietet das Netzwerk auf seiner Website www.erfolgsfaktor-familie.de Praxistipps und Hilfestellung für Betriebe, die Mütter unterstützen wollen.
Steuererhöhung durch Grundsteuerreform
315 der 421 hessischen Kommunen haben die Umsetzung der Grundsteuerreform mit einer Steuererhöhung verbunden. Das zeigt der Hebesatzmonitor 2025 des Hessischen Industrie- und Handelskammertags. Die Hoffnung auf eine aufkommensneutrale Umsetzung der Grundsteuerreform wurde also von den meisten Kommunen enttäuscht. Auch bei der Gewerbesteuer ging es 2025 an vielen Orten in Hessen mit den Belastungen weiter nach oben. So beträgt der durchschnittliche Gewerbesteuer-Hebesatz in Hessen 398 Prozent – drei Prozentpunkte über dem Wert von 2024.
Der gesamte Hebesatzmonitor kann hier heruntergeladen werden.
