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A blast from the past
Wir schreiben das Jahr 1990. Deutschland wurde wieder eins, holte sich den Sieg der Fußball-Weltmeisterschaft und der Hessentag wurde erstmals in Fulda ausgerichtet.
Über zehn Tage zog der „Hessentag der deutschen Einheit“ rund 700.000 Besucher in die neue Mitte Deutschands, um Heimat, Kultur und Menschen zu feiern. Gemessen an den zu dieser Zeit 60.000 Einwohnern platzte Fulda buchstäblich aus seinen Nähten.
Hessentagspaar 1990: Birgit und Bertram Stitz
Das damalige Hessentagspaar Birgit und Dr. Bertram Stitz erinnert sich noch gut. „Überall in der Stadt waren Trabbis und Wartburgs. Als Fulda lange Jahre vorher den Zuschlag für das Landesfest bekam, war die deutsche Wiedervereinigung noch nicht abzusehen – das war in vielerlei Hinsicht ein prägendes Ereignis“, berichtete Stitz in einem Interview.
Tiefe Wurzeln im Land
Der Hessentag ist fest im Veranstaltungskalender des Landes verankert und nicht mehr wegzudenken. Ins Leben gerufen im Jahr 1961 durch Ministerpräsident Georg August Zinn, gilt er als ältestes und größtes Landesfest in Deutschland. Der SPD-Politiker wollte ein Fest veranstalten, das die Menschen zusammenführt, Alteingesessene und Neubürger miteinander in Verbindung bringt und so ein Heimatund Gemeinschaftsgefühl für alle Bürgerinnen und Bürger Hessens schafft.
Highlight damals wie heute
Der Höhepunkt des Hessentags ist damals wie heute der Festzug. Zum krönenden Abschluss der zehntägigen Feierlichkeiten präsentiert sich alles, was das Land zu bieten hat, mit Musik- und Kulturbeiträgen auf einer 1,7 Kilometer langen Strecke quer durch die Fuldaer Innenstadt. Mit Start neben dem Hauptbahnhof schlängelt sich der Festzug durch Heinrich-, Linden- und Rabanusstraße und endet vor dem Peterstor. Wer nicht live vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, sich das Spektakel am TV anzusehen. Die Live-Übertragung im hr-fernsehen startet am 21. Juni um 13.00 Uhr und kann auch später noch in der der ARD Mediathek eingesehen werden.
