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Wirtschaftsinfos
Lifestyle und Pragmatismus: Überschuldung in Deutschland ist deutlich angestiegen
Die Zahl überschuldeter Verbraucher ist erstmals seit 2018 wieder gestiegen – auf 5,67 Millionen Menschen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das laut Schuldneratlas der Creditreform 111.000 neue Überschuldungsfälle. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den „Lifestyle-Überschuldeten“ und Überschuldungspragmatikern“ – also Menschen mit mittlerem oder sogar überdurchschnittlichem Einkommen, die ihren Lebensstandard nach Jahren des Verzichts durch Ersatz- oder Nachholkonsum zu halten versuchen. Überdurchschnittlich stark gestiegen ist die Überschuldung bei jungen Menschen unter 30 Jahren und bei älteren über 60 Jahren. Während Jüngere durch Konsum, Kredite und Onlinekäufe ins Straucheln geraten, leiden Ältere zunehmend unter steigenden Lebenshaltungskosten und begrenzten Renteneinkommen.
Die gesamte Auswertung gibt es unter www.creditreform.de.
Kurztraining: Deutsch für den Ausbildungsstart
Viele junge Menschen kommen aus Drittstaaten nach Deutschland, um hier eine duale Ausbildung zu beginnen. Mangelnde Sprachkenntnisse erschweren das Leben und Lernen in Deutschland oft. Hier setzt das neue kostenlose Sprachförderangebot „Kurztraining: Deutsch für den Ausbildungsstart“ des Netzwerks Unternehmen integrieren Flüchtlinge in Kooperation mit dem Goethe-Institut an. Angehenden Azubis wird in fünf Online-Trainings à 120 Minuten geholfen vor allem ihr mündliches Ausdrucksvermögen auszubauen. Das Training ersetzt keinen zertifizierten Sprachkurs und setzt ein B1-Sprachniveau voraus.
Alle Infos und Anmeldung unter event.dihk.de/_kurztraining_ihk_fulda.
Bürokratiemeldeportal „Einfach Machen“ soll Verfahren und Regelungen verbessern
Mit dem neuen EinfachMachen-Portal startet die Bundesregierung ein zentrales Meldeportal für unnötige Bürokratie. Über ein unkompliziertes Online-Formular unter einfach-machen.gov.de können alle Menschen in Deutschland – Privatpersonen, Unternehmen, Verbände und auch die Verwaltung selbst – melden, wo staatliche Prozesse unnötig kompliziert sind. Jede Meldung soll aufgenommen, kategorisiert und analysiert werden, um Verfahren und Regelungen zu verbessern.
Neuer Fördercheck für Unternehmen
Mit dem Fördercheck der Bundesagentur für Arbeit prüfen Unternehmen in wenigen Klicks, mit welchen Förderungen sie ihre Beschäftigten unterstützen können. Die Unterstützungsangebote reichen von Einstellung, Aus- und Weiterbildung bin hin zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung oder Geflüchteten. Der Check steht Unternehmen aller Größen und Branchen als Online-Tool kostenfrei unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell zur Verfügung.
Mit dem Klischeefrei-Navigator zu mehr Erfolg
Die Initiative „Klischeefrei“ des Bundesministeriums bietet Unternehmen einen „Klischeefrei-Navigator“ an – einen kostenfreien, praxisnahen E-Learning- Kurs. So werden Betriebe dabei unterstützt, klischeefreies Handeln in allen Unternehmensbereichen umzusetzen, von Marketing und Vertrieb bis hin zu Personal und Unternehmenskultur. Der Kurs umfasst zehn Module, die konkrete Ansätze für die Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit im Arbeitsalltag vermitteln. Damit will die Initiative Unternehmen helfen, ihre Attraktivität für Fachkräfte zu steigern und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Gesucht: Unternehmens-Nachfolgerin des Jahres
Bis zum 31. März sucht der Verband der Unternehmerinnen in Deutschland e. V. die erfolgreichsten Nachfolgerinnen aus ganz Deutschland. Mit dem „she succeeds award“ soll weibliches Unternehmertum in den Fokus gerückt und Nachfolge als Karriereoption aufgezeigt werden. Bewerben können sich Unternehmerinnen, die vor mindestens zwölf Monaten und vor maximal zehn Jahren die Übernahme eines Unternehmens erfolgreich abgeschlossen haben, Gesellschafterin/Inhaberin sind und eine geschäftsführende Funktion innehaben.
Alle Infos und Bewerbung unter www.vdu.de.
Digitale Helfer für den Sprung ins Ausland
Die deutschen Auslandshandelskammern (AHK) machen den Weg in internationale Märkte einfacher: Mit dem neuen AHK-Navigator und einem interaktiven Globus auf www.ahk.de erhalten Unternehmen digitale Werkzeuge, die Orientierung und direkten Zugang zu Länder-Experten bieten. Der Navigator ist ein interaktives Online-Tool, das Unternehmen mit wenigen Klicks zum passenden Ansprechpartner führt. Nach der Beantwortung von drei Fragen – zu Region, Branche und gewünschter Dienstleistung – erhalten Nutzer eine Empfehlung für die zuständige AHK und können direkt eine kostenfreie Erstberatung buchen.
Der Globus zeigt die rund 150 AHK-Standorte in 93 Ländern und macht die internationale Reichweite des Netzwerks sichtbar. Über den Gobus gelangen Unternehmen zu den jeweiligen Landes-AHKs und deren Angeboten.
Verstärkte EU-Einfuhr- Kontrollen angekündigt
Die Europäische Kommission hat schärfere Kontrollen von Lebensmitteln, tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen, die in die EU eingeführt werden, angekündigt. Ziel ist es sicherzustellen, dass die Güter den strengen europäischen Gesundheits- und Sicherheitsstandards entsprechen. Konkret sind 50 Prozent mehr Prüfungen für Nicht-EU-Länder und 33 Prozent mehr Audits der Europäischen Grenzkontrollstellen geplant. Hinzu kommen eine verschärfte Überwachung nicht konformer Rohstoffe und Länder sowie die Einrichtung einer Taskforce für effektive Einfuhrkontrollen.
Mehr Infos unter germany.representation.ec.europa.eu.
Bundesregierung passt Regeln für E-Scooter an
Die gesetzlichen Regelungen für E-Scooter werden an die von Fahrrädern angeglichen. Das geht aus der kürzlichen Novelle der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung hervor. Gefahren wird demnach auf Radwegen und nur dann auf der Straße, wenn diese nicht vorhanden sind. Die Verordnung regelt auch technische Anforderungen an E-Scooter: Blinker und stabile Ständer sind Pflicht und Batterien müssen DIN-genormt sein. Hinzu kommen Bußgelder für typische Delikte, wie das Fahren zu zweit, das Fahren auf Gehwegen sowie das behindernde oder gefährdende Parken auf Gehwegen.
Alle neuen Regelungen unter www.bundesrat.de
Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge verlängert
Der Bundesrat hat durch eine Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes die Kfz-Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge um fünf Jahre verlängert. Fahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2030 erstmals zugelassen werden, bleiben damit für bis zu zehn Jahre steuerfrei, längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2035. Auch verlängert wurde die Mautbefreiung für emissionsfreie Lkw bis zum 30. Juni 2031.
Mehr Infos unter www.bundesregierung.de
Zölle auf Pakete mit geringem Wert
Ab Juli 2026 wird auf Pakete im Online-Handel mit einem Wert von unter 150 Euro eine Zollgebühr von drei Euro pro Sendung erhoben. Die Gebühr wird fällig, wenn Pakete direkt aus Drittländern an Verbraucher in der EU versandt werden. Bislang sind Warensendungen bis zu dieser Wertgrenze zollfrei. Die Änderung
soll die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen schützen, indem gleiche Wettbewerbsbedingungen für den Online-Handel und den herkömmlichen Einzelhandel geschaffen werden.
soll die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen schützen, indem gleiche Wettbewerbsbedingungen für den Online-Handel und den herkömmlichen Einzelhandel geschaffen werden.
Mehr Infos unter ec.europa.eu.
