Thüringer Rohstoffstrategie

Die nachhaltige und sichere Versorgung mit Rohstoffen ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen. Mit der Erarbeitung der Thüringer Rohstoffstrategie startet die Thüringer Landesregierung jetzt einen Prozess, den Unternehmen aktiv mitgestalten können.
Ziel ist es, Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit durch heimische Rohstoffgewinnung, Recycling, Substitution und die Diversifizierung von Bezugsquellen langfristig zu stärken. Dabei sollen ökologische und soziale Aspekte ebenso berücksichtigt werden wie die Chancen der Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie.
Gemeinsam mit der Wirtschaft soll so eine Strategie entstehen, die Thüringen widerstandsfähiger, klimafreundlicher und zukunftsfähiger macht.
Die Expertise aus Industrie und Forschung ist entscheidend, um praxisnahe Lösungen zu entwickeln, von der sicheren Rohstoffversorgung über nachhaltige Produktionsprozesse bis hin zu innovativen Verwertungswegen.
Die Thüringer Industrie- und Handelskammern haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Gliederungsentwurf der Thüringer Rohstoffstrategie an die Staatsregierung adressiert.
Die wichtigsten Inhalte sind im Folgenden dargestellt:
  • Um den nationalen- und internationalen Entwicklungen gerecht zu werden, wurde vorgeschlagen, den Titel in, „Rohstoff- und Recyclingstrategie“ zu ändern. Dadurch wird auch die zunehmende Relevanz von Sekundärrohstoffen und Recycling für die Versorgungssicherheit verdeutlicht.
  • Um der Prägnanz einiger Gliederungspunkte mehr Nachdruck zu verleihen, wurden Vorschläge zur strukturellen Änderung der Gliederung unterbreitet.
  • Als treibende Kraft der Rohstoffsicherung muss die Wirtschaft intensiv an der Erarbeitung der Rohstoffstrategie eingebunden werden.
Vielen Dank an die Unternehmen, die sich an der Stellungnahme beteiligt haben!

Zwischenstand Rohstoffstrategie Thüringen: Wirtschaft bringt sich aktiv ein

Die Erarbeitung der Thüringer Rohstoffstrategie geht in die nächste Phase: Im Rahmen einer Informationsveranstaltung des Umweltministeriums diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt den aktuellen Stand sowie zentrale Handlungsfelder.
Für die Wirtschaft stehen insbesondere eine verlässliche Rohstoffversorgung, planbare Rahmenbedingungen und der Abbau von Genehmigungshemmnissen im Fokus. Gleichzeitig gewinnen Recycling, Kreislaufwirtschaft und regionale Wertschöpfungsketten weiter an Bedeutung.
Die eingegangenen Beiträge der Interessengruppen werden derzeit ausgewertet und fließen in den Strategieentwurf ein. Eine weitere Beteiligungsrunde ist vorgesehen.
Unternehmen sind weiterhin eingeladen, ihre Perspektiven und Bedarfe einzubringen und so die zukünftigen Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten.