IHK-Kampagne zur EU-Verpackungsverordnung zeigt Wirkung

Die IHK-Organisation hat sich gemeinsam mit Unternehmen für praxistaugliche Nachbesserungen an der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) eingesetzt. Ein zentraler Kritikpunkt war die Pflicht für grenzüberschreitend tätige Unternehmen, in anderen EU-Mitgliedstaaten Bevollmächtigte zu benennen.
Hier ist Bewegung auf EU-Ebene erreicht: Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, die Bevollmächtigtenpflicht für in der EU ansässige Unternehmen auszusetzen. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments unterstützt grundsätzlich eine Ausnahme, will diese allerdings auf Kleinst- und Kleinunternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und weniger als 10 Millionen Euro Jahresumsatz begrenzen. Das Gesetzgebungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Die IHK-Organisation setzt sich deshalb weiter für eine praxisgerechte und mittelstandsfreundliche Umsetzung der PPWR ein. Zu den zentralen Forderungen gehören einfachere Dokumentations- und Nachweispflichten, eine EU-weit einheitliche digitale Anlaufstelle für Registrierungen und Meldungen, verlässliche Übergangsfristen sowie eine stärkere Harmonisierung der Verpackungsregeln im europäischen Binnenmarkt.
Die Rückmeldungen aus den Unternehmen bleiben dabei wichtig: Sie zeigen konkret, wo die neuen Vorgaben in der betrieblichen Praxis zu unnötiger Bürokratie, Rechtsunsicherheit und Hemmnissen im europäischen Binnenmarkt führen.

Die Kampagne ist beendet

Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) stellt seit dem 12.08.2026 zahlreiche Unternehmen vor erhebliche praktische und bürokratische Herausforderungen. Die IHK Erfurt ist bereits auf vielen Wegen politisch aktiv geworden, die Auswirkungen in Ihrem Interesse abzumildern. Nun ist auch Ihre Unterstützung gefragt. Erstellen Sie in wenigen Minuten mit unseren Textbausteinen Ihre Stellungnahme per E-Mail an die EU Kommission. Je mehr Unternehmen ihre betriebliche Sichtweise schildern, desto höher ist die Chance, dass die praktischen Auswirkungen der PPWR bei den weiteren Auslegungen und Umsetzungsmaßnahmen berücksichtigt werden.

Erstellen Sie mit unseren Textbausteinen hier in wenigen Minuten Ihr Muster-Schreiben (in Englisch) an die EU-Kommission:


Dear Ms. Roswall,
As a trade business owner from Germany, I am writing to you today with an urgent request. The planned implementation of the Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) as of August 12, 2026, threatens to impose significant additional burdens on us, which could jeopardize my company’s economic viability. There is an urgent need to amend the PPWR.
We are committed to sustainable business practices and recognize the need to reduce packaging waste. Creating a practical and predictable PPWR is essential to achieving and ensuring this goal. Nevertheless, future business operations and regulation must go hand in hand. We believe the PPWR jeopardizes this balance.
The free internal market is a core promise of the European Union. A regulation that, in practice, can only be complied with by large corporations with their own compliance departments undermines this promise. Small and medium-sized enterprises—the backbone of the European economy—are not protected by this regulation but are instead excluded from cross-border trade.

I urge you to address this issue and advocate for a practical solution.

Best regards

Adressaten Ihrer Stellungnahme

  1. Hauptadressatin: Frau Jessika Roswall, EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft
    Jessika.ROSWALL@ec.europa.eu oder postalisch an:
    Ms. Jessika Roswall
    Commissioner for Environment, Water Resilience and a Competitive Circular Economy European Commission
    Rue de la Loi 200
    1049 Brussels
    Belgium
  2. Regionale Adressatin: Frau Marion Walsmann, Abgeordnete des EU-Parlament
    Frau Marion Walsmann, MdEP
    Europäisches Parlament
    ASP 14E218
    Rue Wiertz 60
    1047 Brüssel
    Belgie
  3. Ihre Ansprechpartnerin in der IHK Erfurt: Frau Antje Welz, welz@erfurt.ihk.de