Sicherheitspolitik
Emden erhält Zuschlag für Marinehafen
Emden wird Marinestandort
Die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) begrüßt die Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums, einen Marinestandort am Rysumer Nacken in Emden einzurichten. „Emden ist der westlichste Seehafen Deutschlands. Er verfügt über die notwendigen Flächen für die Marine und bringt langjährige Erfahrung im Bau von Marineschiffen sowie im Umschlag militärischer Güter mit“, sagt IHK-Präsident Theo Eilers.
IHK sieht großes Potenzial für die Region
Aus Sicht der IHK hat die Entscheidung nicht nur eine sicherheitspolitische, sondern auch eine erhebliche wirtschaftliche Dimension. Im IHK-Bezirk könnten durch die Ansiedlung sowohl militärische als auch zivile Arbeitsplätze entstehen. Dies würde zusätzliche Kaufkraft in die Region bringen und positive Effekte für Immobilienmarkt, Bauwirtschaft, Einzelhandel, Gastronomie und weitere Branchen auslösen.
„Damit knüpft Emden nicht nur an seine jahrzehntelange Tradition als Marinestandort an“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Max-Martin Deinhard, „sondern die Entscheidung könnte zudem einen wichtigen Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung des Rysumer Nackens bringen.“ Insgesamt würde die militärische Bedeutung des IHK-Bezirks weiter wachsen. Neben den bestehenden Bundeswehrstandorten des Heeres und der Luftwaffe in Aurich, Leer, Weener und Wittmund käme mit der Marine in Emden eine weitere Teilstreitkraft hinzu.
Eilers und Deinhard dankten dem Bundesverteidigungsministerium sowie allen beteiligten Institutionen für die Entscheidung zugunsten Emdens.
Unterstützung angekündigt
Die IHK kündigt an, die Umsetzung konstruktiv zu begleiten und gemeinsam mit Wirtschaft, Verwaltung und Politik die notwendigen Rahmenbedingungen zu unterstützen. Zudem bietet sie an, eine Informationsplattform für interessierte Unternehmen einzurichten, um die regionale Wirtschaft frühzeitig in die Ansiedlung einzubinden.