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Vorsicht vor Phishing! Cyberkriminelle werden immer raffinierter – und ihre Methoden immer vielfältiger. Ob Datenaktualisierung, Beantragung eines digitalen IHK-Schlüssels oder erneute Legitimation eines Eintrags in ein Verzeichnis (zum Beispiel das Versicherungsvermittlerregister): Immer wieder sind auch Nachrichten im Umlauf, die vermeintlich von der IHK-Organisation stammen, aber betrügerische Absichten verfolgen. Wie die gängigsten Maschen funktionieren und woran Betroffene Phishing-Versuche erkennen können, das erfahren Sie in unserem Online-Artikel “Vorsicht vor Phishing!”.
Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen in der Region hat sich im dritten Quartal 2026 insgesamt verbessert. Das ist das zentrale Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK). Demnach liegt der Konjunkturklimaindex, der die aktuelle Lage und die Zukunftsaussichten in einem Wert zwischen 0 und 200 wiedergibt, bei 90 Punkten – und damit sowohl über dem Vorquartals- (82 Punkte) als auch dem Vorjahreswert (87 Punkte).
„Der aktuelle Aufwärtstrend ist ein positives Signal für den Wirtschaftsstandort Ostfriesland und Papenburg. Er darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Betriebe nach wie vor mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert sehen“, sagt Hartmut Neumann, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer. Die positive Entwicklung des Konjunkturklimas werde vor allem von der Bewertung der aktuellen Geschäftslage getragen, die sich gegenüber dem Vorquartal deutlich verbessert habe. In der aktuellen Umfrage bewerteten demnach 28 Prozent der Unternehmen ihre Lage als „gut“ (zuvor: 13), 53 Prozent als „befriedigend“ (zuvor: 62) und 19 Prozent als „schlecht“ (zuvor: 25). Der Lagesaldo ist dadurch deutlich gestiegen: von -12 auf +9 Punkte.
Erwartungssaldo gesunken
Die Geschäftserwartungen dagegen haben sich im Vergleich zum zweiten Quartal 2026 leicht verschlechtert: Zwar ist der Anteil der Betriebe, die mit einer günstigeren Entwicklung rechnen, von fünf auf acht Prozent gestiegen. Gleichzeitig blicken jedoch auch mehr Unternehmen pessimistisch in die Zukunft (34 Prozent; zuvor: 28). Der Erwartungssaldo sinkt von -23 auf -26 Punkte.
Industrie mit kräftigem Aufwärtstrend
Mit Blick auf die einzelnen Branchen sticht die positive Entwicklung der Industrie hervor. Hier ist der Konjunkturklimaindex von 79 auf 107 Punkte angestiegen, der Lagesaldo von -23 auf +11 Punkte und der Erwartungssaldo von -19 auf +3 Punkte. Auch die Auftragseingänge, der – weiterhin angespannte – Auftragsbestand und das erwartete Exportgeschäft haben sich verbessert.
„Die Industrie hebt sich derzeit deutlich von der übrigen Wirtschaft ab. Dazu dürften auch die zunehmenden öffentlichen Investitionen und Beschaffungen in den Bereichen Verteidigung und Infrastruktur beitragen. Gleichzeitig stützen eine robuste Weltkonjunktur und bessere Exportaussichten die Branche“, ordnet Neumann die Ergebnisse ein. Das würde auch dem Bild der aktuellen Gemeinschaftsdiagnose entsprechen, die für 2026 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent rechnet und dabei insbesondere finanzpolitische Impulse sowie eine stärkere Auslandsnachfrage als Stützen der Entwicklung sieht.
Energie- und Rohstoffpreise als Geschäftsrisiko Nummer eins
Bei den Geschäftsrisiken stehen die Energie- und Rohstoffpreise an erster Stelle (78 Prozent; zuvor: 67). Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen folgen mit 70 Prozent, Arbeitskosten und Inlandsnachfrage mit jeweils 61 Prozent. Besonders ausgeprägt sind die Risiken in der Industrie: Dort nennen 89 Prozent die Energie- und Rohstoffpreise und 85 Prozent die Arbeitskosten.
„Die besseren Industriezahlen sind ein wichtiges Signal, ein selbsttragender Aufschwung ist daraus aber noch nicht geworden. Öffentliche Investitionen können wichtige Impulse setzen, dauerhaft brauchen wir aber auch wieder mehr private Investitionen. Dafür müssen die Standortbedingungen stimmen – mit wettbewerbsfähigen Energiekosten, weniger Bürokratie und verlässlichen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen“, sagt Neumann.
Die IHK hatte im Rahmen ihrer aktuellen Konjunkturumfrage zum Ende des dritten Quartals 2026 wieder mehr als 200 Unternehmen aus der Industrie, dem Einzel- und dem Großhandel, der Dienstleistungsbranche, dem Gastgewerbe sowie aus dem Verkehrssektor der Region zu ihrer gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation und zu ihren Erwartungen an die kommenden Monate befragt.