Kinder stark machen

Ausbildungsberufe

Talente erkennen, Chancen nutzen!
Besonders erfolgreich sind wir bei Themen und Tätigkeiten, die uns Spaß machen und für die wir ein Talent haben. Um den passenden Beruf für Ihr Kind zu finden, ist daher der erste Schritt, sich über die eigenen Stärken, Wünsche und Interessen klar zu werden. Hier sind Sie als Eltern wichtige Ratgeber. Sie kennen Ihr Kind am besten und erleben es – anders als Lehrkräfte – in ganz ungezwungenen Situationen.
Untersuchungen zeigen, dass junge Leute kaum mehr als zehn unterschiedliche Ausbildungsberufe kennen und die eigenen Fähigkeiten oft falsch einschätzen. Darum sind Sie als Eltern gefragt, denn Sie kennen Ihr Kind am besten und sind mit Ihrer Lebenserfahrung ein wichtiger Ratgeber.
Praxistipp: Begeben Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind auf Spurensuche!
Was machst du gerne; was fällt dir leicht? Fühlst du dich wohler drinnen oder draußen, unter Menschen oder hinter dem PC? Packst du gerne an? Unterstützt du lieber andere oder entwickelst du kreative Ideen? Arbeitest du gerne handwerklich? Fasziniert Dich Technik?
All das sind wichtige Hinweise auf die Ausbildung, die für Ihr Kind den Start in ein zufriedenes und erfolgreiches Berufsleben darstellt.

Berufe mit guten Chancen 

Im IHK-Bezirk Düsseldorf und Kreis Mettmann gibt es Ausbildungsplätze in über 200 verschiedenen Ausbildungsberufen.
Besonders viele suchen die Unternehmen gerade in diesen Berufen:
Ihr Kind ist beim Einkaufsbummel die perfekte Begleitung und findet immer die richtigen Worte?
Kaufleute im Einzelhandel verkaufen Waren aller Art und beraten Kunden. Sie helfen bei der Sortimentsgestaltung, beim Einkauf, der Lagerhaltung und der Verkaufsförderung. Außerdem übernehmen sie Verwaltungs- und Organisationsaufgaben.
Ihr Kind kennt sich mit den technischen Details seines Smartphones aus und repariert zu Hause das W-Lan?
Fachinformatiker/-innen realisieren kundenspezifische Informations- und Kommunikationslösungen. Hierfür vernetzen sie Hardware - und Softwarekomponenten zu komplexen Systemen. Daneben beraten und schulen sie die Userinnen und User.
Ihr Kind hat immer einen guten Überblick über Hausaufgaben und anstehende Klassenarbeiten und ans Zimmer aufräumen müssen Sie nie erinnern?
Kaufleute für Büromanagement organisieren und bearbeiten bürowirtschaftliche Aufgaben. Außerdem erledigen sie kaufmännische Tätigkeiten in Bereichen wie Auftragsbearbeitung, Beschaffung, Rechnungswesen, Marketing und Personalverwaltung.

Berufe für Jugendliche mit Hochschulreife

Jede/r zweite Azubi startet in die Ausbildung mit einer (Fach-)Hochschulreife. Für Jugendliche mit Hochschulreife gibt es viele attraktive Ausbildungsberufe. Die Karrierechancen, Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten sind teilweise sogar besser als mit einem Studium. Wir stellen eine kleine Auswahl vor. 
Kaufleute im E-Commerce sind im Internethandel an der Schnittstelle von Einkauf, Werbung, Logistik, Buchhaltung und IT tätig. Sie wirken bei der Sortimentsgestaltung mit, bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen und präsentieren das Angebot verkaufsfördernd in Onlineshops, auf Onlinemarktplätzen, in Social Media oder Blogs.
Kaufleute für Marketingkommunikation entwickeln zielgruppengerechte Marketing- und Werbemaßnahmen, koordinieren und überwachen deren Umsetzung und kontrollieren die Ergebnisse.
Fachinformatiker/-innen realisieren unter anderem kundenspezifische Informations- und Kommunikationslösungen. Hierfür vernetzen sie Hardware - und Softwarekomponenten zu komplexen Systemen. Daneben beraten und schulen sie die Userinnen und User.
Elektroniker/innen für Automatisierungstechnik analysieren Funktionszusammenhänge sowie Prozessabläufe von automatisierten Systemen und entwerfen Änderungen bzw. Erweiterungen.
Mediengestalter gestalten Texte, Bilder, Grafiken in Print- und Digitalmedien oder Ton- und Bildformate wie Videos. Schon in der Ausbildung ist eine Spezialisierung auf Beratung, Gestaltung oder Technik möglich. Typische Ausbildungsbetriebe sind Werbeagenturen, Druckereien oder Internetdienstleister.
In den Laboren der verschiedenen Branchen gibt es spannende Ausbildungsberufe für Jugendliche mit Abitur – vom Baustoffprüfer über die Lack- oder Chemielaborantin bis zum  Textillaboranten. 

Besonders lukrative Ausbildungsberufe

Grundsätzlich ist die Bezahlung vom ersten Tag der Ausbildung ein Vorteil der dualen Berufsausbildung gegenüber schulischen Ausbildungen oder einem Studium.
Die Vergütung richtet sich nach den jeweils gültigen Tarifverträgen der Branche. Besonders gut schneiden dabei die Berufe in der Metall- und Elektro-Industrie (M+E Tarif), der Bau-Industrie und der Chemiebranche ab.
Vom Anlagenmechaniker über den Elektriker bis zum Zerspanungsmechaniker bieten die Berufe der Metall- und Elektro-Industrie eine breite Palette unterschiedlicher Ausbildungen. 
In der Chemiebranche bieten Laborberufe sowie technisch orientierte Ausbildungen wie die Produktionsfachkraft oder der Chemikant interessante Perspektiven. 
In der Bauindustrie gibt es Ausbildungsberufe mit den Schwerpunkten Aus-, Hoch- und Tiefbau – von den Brunnenbauern/-innen über die Bauwerksmechaniker/-innen für Abbruch und Betontrenntechnik bis zu den Ausbaufacharbeitern/-innen.

Angehende Bankkaufleute und Kaufleute für Versicherungen und Finanzen  lernen kaufmännische Berufe mit gut dotierten Ausbildungsvergütungen. Im gewerblich-technischen Bereich gehören auch die Medientechnologen Druck zu den Spitzenreitern bei der Ausbildungsvergütung.  

Berufe für praktisch begabte Jugendliche

Auch für praktisch begabte Jugendliche, die ihren Schulabschluss auf einer Förder-, Haupt- oder Realschule gemacht haben, gibt es spannende Ausbildungsberufe mit Zukunft. Gerade diese Jugendlichen profitieren von der Praxisnähe der dualen Berufsausbildung.
In einigen Berufsfeldern gibt es 2-jährige Ausbildungsberufe mit Aufstiegsmöglichkeiten. Der Fokus liegt in diesen Ausbildungsberufen zunächst weniger auf dem schulischen Anteil der Ausbildung, sondern richtet sich mehr auf den Erwerb von Handlungskompetenz in der betrieblichen Praxis.
Den Ausbildungsberuf Fachkraft für Metalltechnik gibt es in vier verschiedenen Fachrichtungen: Konstruktionstechnik, Montagetechnik, Umform- und Drahttechnik und Zerspanungstechnik.
Maschinen- und Anlagenführer/innen richten Produktionsmaschinen und -anlagen ein und bedienen sie. Sie rüsten die Maschinen auch um, reinigen und desinfizieren sie und halten sie instand.
Für Menschen, die wegen ihrer Behinderung keine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf absolvieren können, gibt es in verschiedenen Ausbildungsberufen Ausbildungen zum Fachpraktiker.

Berufe mit guten Chancen in der Region

In Düsseldorf und im Kreis Mettmann bilden rund 3000 Ausbildungsunternehmen in über 200 Berufen aus. Einige dieser Berufe sind kaum bekannt. Exemplarisch werden hier einige Berufe vorgestellt.
Die Vielfalt der Ausbildungsberufe entdecken Sie auf den Websites der Agentur für Arbeit zur Berufsorientierung und beim Talentecheck der IHK Lehrstellenbörse. 
Ihr Kind ist technisch interessiert?
Von der Hochglanzbroschüre bis zum Toilettenpapier - Papiertechnologen stellen mit industriellen Produktionsmethoden Papiere aus Zellstoff her. Sie bedienen und überwachen die Maschinen bei der Herstellung und prüfen die Qualität der Papierprodukte.
Ihr Kind ist handwerklich geschickt und hat keine gute Noten den naturwissenschaftlichen Fächern?
Oberflächenbeschichter stellen Überzüge auf Metallen oder Kunststoffen her. Die Beschichtung von Oberflächen mit Galvanotechnik härtet das jeweilige Werkstück, schützt es vor Verschleiß, gibt neue Farbe oder verbessert die elektrische Leitfähigkeit und findet von der Mikroelektronik bis zur Badarmatur Anwendung.
Ihr Kind liebt es richtig anzupacken und ist auch beim schlechtesten Wetter gerne draußen?
Tiefbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Straßenbauarbeiten stellen den Unterbau und den Belag von Straßen und anderen Verkehrswegen her und halten diese instand.
Ihr Kind löst Matheaufgaben mit Freude und Leichtigkeit?
Technische Produktdesigner/innen entwerfen Industrieprodukte. Im Mittelpunkt steht dreidimensionales Konstruieren, aber auch zeichnen, dokumentieren und präsentieren sind Teil der Ausbildung.