Krisen-Info zur Lage im nahen Osten

Die Ereignisse im Nahen Osten seit dem 28. Februar 2026 verfolgt die deutsche Wirtschaft mit großer Aufmerksamkeit und wachsender Besorgnis. Militärische Auseinandersetzungen, gesperrte Lufträume sowie unterbrochene Transportwege erhöhen die Unsicherheit für internationale Geschäftsbeziehungen erheblich.
Für deutsche Unternehmen ergeben sich daraus insbesondere Fragen zur Sicherheit der Mitarbeitenden, zur Stabilität der Lieferketten und zur Energieversorgung – insbesondere im Hinblick auf Geschäftsaktivitäten im Iran, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Kuwait, Jemen, Oman, Irak, Jordanien, Libanon, Syrien und Israel. Die Region fungiert zudem als strategische Drehscheibe für die Logistikbranche: Rund 65 Prozent der Luftfracht im Nahen Osten laufen über die Hubs in Doha und Dubai, überwiegend als Transitfracht zwischen Europa und Asien.

Auswirkungen auf Handel, Lieferketten und Energieversorgung

Die deutsche Wirtschaft beobachtet besonders die Auswirkungen auf den Handel, da viele Unternehmen auf Importe von Rohstoffen und Vorprodukten angewiesen sind. Lieferengpässe und steigende Transportkosten könnten Produktionsketten empfindlich stören. Gleichzeitig rücken Fragen der Energieversorgung verstärkt in den Fokus: Deutschland ist auf stabile Öl- und Gasimporte angewiesen, sodass Unterbrechungen sowohl die Preise als auch die Versorgungssicherheit beeinflussen können.

Mitarbeitersicherheit und Krisenmanagement

Darüber hinaus gewinnen Mitarbeitersicherheit und Krisenmanagement zunehmend an Bedeutung. Viele Unternehmen überprüfen derzeit Evakuierungs- und Schutzmaßnahmen für ihre Beschäftigten vor Ort und entwickeln Notfallpläne für alternative Lieferwege sowie mögliche Produktionsverlagerungen.

Koordination zwischen Politik und Wirtschaft

Die Bundesregierung sowie relevante Wirtschaftskammern stehen in engem Austausch mit Unternehmen, um Risiken zu analysieren, Handlungsempfehlungen zu geben und die deutsche Wirtschaft bestmöglich zu unterstützen. Parallel dazu wird auf diplomatischer Ebene an Lösungen gearbeitet, um die Lage zu stabilisieren und langfristige wirtschaftliche Auswirkungen zu begrenzen.
Die Situation bleibt weiterhin dynamisch. Unternehmen wird empfohlen, ihre Risiko- und Krisenstrategien regelmäßig zu prüfen und anzupassen, um sowohl die operative Stabilität als auch die Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten.

Aktuelle Informationen und Unterstützung

Registrierung für Mitarbeitende vor Ort
Auf der Webseite des Auswärtigen Amtes können sich deutsche
Staatsangehörige, die sich in der Region aufhalten mit dem Portal „ELEFAND“ elektronische
registrieren. Hier gelangen Sie zum Formular: ELEFAND Anmeldung.
Konkrete Unterstützung bei der Ausreise
Die Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer als auch die Delegation der Deutschen Wirtschaft für Saudi-Arabien, Bahrain & Yemen Unternehmen bieten konkrete Unterstützung bei einer notwendigen Ausreise von Mitarbeitenden an.
Kontakt: Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Oman: info@ahkuae.com
Saudi-Arabien, Bahrain: Freisewinkel@ahk-arabia.com oder rohte@ahk-arabia.com

Unterstützung und Beratung vor Ort

Die AHKs in der Region stehen Unternehmen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Nehmen Sie gerne direkt Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort auf.
Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK)
Dr. Martin Henkelmann
Geschäftsführer
E-Mail: Martin.Henkelmann@ahkuae.com
Telefon: +971 (0)4 4470100
Delegation der Deutschen Wirtschaft in Saudi-Arabien, Bahrain & Yemen
Dr. Dalia Samra-Rohte
Delegierte der Deutschen Wirtschaft für Saudi-Arabien, Bahrain und Jemen
E-Mail: rohte@ahk-arabia.com
Telefon: +966 505498956
Telefon: +966 505498956
Deutsch-Israelische Industrie- und Handelskammer (AHK)
Michel Weinberg
Geschäftsführer
E-Mail: michel@ahkisrael.co.il
Telefon: +972 3 680 6800
Informationen zur Region und zu wirtschaftlich relevanten Entwicklungen bieten auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer und Germany Trade and Invest (GTAI) auf ihren Sonderseiten.
Quelle: DIHK/ überarbeitet: J. Omran