Deutsche Start-up-Szene wächst

Die Gründungsdynamik in Deutschland bleibt trotz der schwierigen konjunkturellen Lage hoch. Das zeigt der Deutsche-Startup-Monitor 2026 des Startup-Verbands. Seit Jahresbeginn wurden mehr als 3.000 Start-ups gegründet. Auch beim Wagniskapital zeichnet sich ein starkes Jahr ab. Bis Herbst flossen rund acht Milliarden Euro in deutsche Start-ups.

Künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber

Besonders dynamisch entwickelt sich der Bereich Künstliche Intelligenz. Für 53 Prozent der befragten Start-ups steht KI im Zentrum des eigenen Produkts. 2024 lag der Anteil noch bei 39 Prozent. Auch Rüstung und DeepTech zählen zu den Wachstumstreibern der Branche.

Zehn neue Milliardenunternehmen

Ein weiterer Indikator für die Dynamik ist die Zahl neuer Unternehmen mit einer Bewertung von mindestens einer Milliarde Euro. Bis Ende September 2026 entstanden zehn neue Unternehmen dieser Größenordnung. Damit zählt Deutschland inzwischen 39 Unternehmen mit einer Bewertung von mindestens einer Milliarde Euro. Gleichzeitig planen 83 Prozent der Start-ups, in den kommenden zwölf Monaten neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen.

Kapital konzentriert sich auf wenige Unternehmen

Trotz des gestiegenen Investitionsvolumens konzentriert sich das Kapital zunehmend auf wenige wachstumsstarke Unternehmen. In der Breite liegt die Zahl der Finanzierungsrunden weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2021. 89 Prozent der Gründerinnen und Gründer wünschen sich daher mehr Wagniskapital aus Deutschland und Europa.

USA bleiben für Start-ups attraktiv

Auch die Abhängigkeit von den USA bleibt ein Thema. 62 Prozent der Start-ups würden für einen möglichen Börsengang die USA bevorzugen, während sich 27 Prozent für Deutschland entscheiden würden. Bei digitalen Technologien setzen zudem 64 Prozent der Start-ups überwiegend oder vollständig auf US Anbieter, unter anderem weil europäische Alternativen fehlen.

Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen

Der Startup-Verband sieht deshalb weiteren Handlungsbedarf bei den Rahmenbedingungen für Gründungen und Finanzierung. Unter anderem werden eine erleichterte Finanzierung sowie eine Vereinfachung von Gründungen in der EU durch die geplante Rechtsform EU Inc. gefordert.

IHK-Unterstützung für Gründer

Auch die Industrie- und Handelskammer Dresden unterstützt Gründerinnen und Gründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Das Beratungsangebot reicht von der Erstinformation über individuelle Beratungsgespräche bis hin zu Workshops, Webinaren und Netzwerkveranstaltungen. Weitere Informationen gibt es auf unserer Gründerseite.