Kompetenzzentrum Tschechien

Die Tschechische Republik ist einer der wichtigsten sächsischen Handelspartner. Mit dem Kompetenzzentrum schafft die IHK Dresden die Möglichkeit Beratungs- und Informationsangebote regional und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten bereitzustellen.
Mit ihren unterschiedlichen, teils stark komplementären, wirtschaftlichen Leistungsprofilen bieten Sachsen und Tschechien ideale Voraussetzungen für eine zukunftsweisende und erfolgreiche unternehmerische Zusammenarbeit.

Leistungen im Überblick

  • Beratung zum Markteinstieg
  • Hilfe bei der Geschäftspartnersuche
  • Beratung zu Mitarbeiterentsendungen
  • Informationen zu Fördermitteln
  • Hilfe bei Rechtsthemen

Leitfaden zur Geschäftskultur

Um Missverständnisse zu vermeiden und Ihnen eine besonders gute Vorbereitung auf Meetings in Tschechien zu ermöglichen, haben wir einen Leitfaden zur Geschäftskultur erstellt. Dort finden Sie hilfreiche Informationen zu geschäftlichen und kulturellen Umgang.
Den Spruch "Andere Länder - andere Sitten" kennt wohl jeder. Aber was oft so locker über die Lippen geht, kann in der Praxis eine Vielzahl von Fallstricken bergen, wenn man unvorbereitet auf Geschäftspartner aus anderen Kulturkreisen trifft. Internationale Geschäfte erfordern neben Offenheit und Toleranz auch Akzeptanz. Die dafür erforderliche interkulturelle Kompetenz lässt sich aber aneignen, um die richtigen Türen zu öffnen, vertrauensvolle Geschäfte aufzubauen und nachhaltige persönliche Kontakte entstehen zu lassen. Obwohl Deutschland und Tschechien direkte Nachbarn sind, gibt es dennoch einige kulturelle Unterschiede, die Sie kennen und beachten sollten. Die nachfolgenden Hinweise erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, umfassen aber einige der wichtigsten Facetten.

Die Kunst der Konversation

In Tschechien stellen Sie sich im Geschäftsleben meist selbst vor, mit „Dobrý den“ sowie Titel, Vor- und Nachnamen. Zur Verabschiedung sind ein Handschlag und „Na shledanou“ üblich. Vornamen und das Duzen bleiben engen Bekannten vorbehalten. Die korrekte Anrede lautet „pan“ für Herr oder „paní“ für Frau, ergänzt durch Nachnamen und gegebenenfalls Titel.
Für Smalltalk eignen sich unverfängliche Themen wie Sport, insbesondere Fußball und Eishockey, technische Innovationen, Elektromobilität oder erneuerbare Energien. Politische Themen sollten eher vermieden werden. Wichtig ist außerdem, Tschechien als mitteleuropäisches Land wahrzunehmen. Interesse, Humor und kleine sprachliche Bemühungen werden positiv aufgenommen. Da Englisch nicht immer vorausgesetzt werden kann, empfiehlt es sich, langsam und deutlich zu sprechen oder bei wichtigen Gesprächen Dolmetscher einzubeziehen.

Gegenseitiges Verständnis als Grundlage erfolgreicher Projekte

In der Zusammenarbeit mit tschechischen Geschäftspartnern spielen Hierarchie, Alter und Erfahrung eine wichtige Rolle. Junge Führungskräfte werden nicht immer sofort ernst genommen. Pünktlichkeit, ein respektvolles Auftreten und ein stummgeschaltetes Smartphone sind ebenso wichtig wie in Deutschland.
Unterschiede zeigen sich vor allem im Umgang mit Zeit, Planung und Kommunikation. Während in Deutschland Aufgaben häufig nacheinander bearbeitet werden, laufen sie in Tschechien öfter parallel. Die tschechische Arbeitskultur ist stärker kurzfristig orientiert und zeichnet sich durch hohe Improvisationsfähigkeit aus. Das kann gemeinsame Projekte bereichern, erfordert aber Flexibilität. Da Kommunikation häufig indirekter erfolgt, sollten deutsche Partner aufmerksam zuhören, Zwischentöne beachten und Kritik diplomatisch formulieren.

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