Mikrotechnologe

Der Ausbildungsberuf Mikrotechnologe verbindet Naturwissenschaften und Technik mit der Herstellung und Verarbeitung mikroelektronischer Bauelemente und Systeme. Die Seite informiert Auszubildende, Umschüler und Ausbildungsbetriebe über Ausbildungsordnung, Azubi-Infocenter, Prüfungen, Prüfungstermine sowie den betrieblichen Auftrag.

Rechtsgrundlagen und Gliederung der Berufsausbildung

Ausbildungsordnung

Die Ausbildungsordnung regelt die Inhalte und den Ablauf der Berufsausbildung. Für Mitglieder der IHK Dresden ist die Verordnung über die Berufsausbildung kostenlos erhältlich.

Sachliche und zeitliche Gliederung

Die sachliche und zeitliche Gliederung der Berufsausbildung zeigt, welche Ausbildungsinhalte in welcher Reihenfolge und zu welchem Zeitpunkt vermittelt werden. Für Mitglieder der IHK Dresden ist sie kostenlos erhältlich.
Alternativ können Sie die Ausbildungsordnung einschließlich der sachlichen und zeitlichen Gliederung sowie den Rahmenlehrplan auf der Website des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) abrufen.

Azubi-Infocenter: Das Onlineportal für Auszubildende

Im Azubi-Infocenter finden Auszubildende und Umschülerinnen und Umschüler alle wichtigen Informationen zu ihrer Berufsausbildung und Prüfung. Mit der integrierten AzubiCard können Auszubildende außerdem zahlreiche Vorteile nutzen, die Unternehmen bundesweit anbieten. Den Aktivierungscode für die Anmeldung erhalten Auszubildende mit der Eintragung ihres Ausbildungsverhältnisses.

Informationen zur Prüfung

Kosten für Prüfungsobjekte und Materialien

Bei praktischen Prüfungen können Sachkosten für das Prüfungsobjekt anfallen. Dies betrifft beispielsweise die Zwischenprüfung, Abschlussprüfung Teil 1 oder Abschlussprüfung.
Die Sachkosten werden zusätzlich zu den Prüfungsgebühren und den Kosten für die Bereitstellung von Materialien erhoben.

Schriftliche Prüfungstermine

Die aktuellen Prüfungstermine der IHK Dresden erhalten Sie beim zuständigen Prüfungskoordinator.
Für die Prüfung gelten je nach Prüfungszeitraum unterschiedliche Fristen für die Einreichung des Antrags zum betrieblichen Auftrag beziehungsweise Prüfungsprodukts und der Dokumentation als druckbares PDF.
Winterprüfung 2026
  • Antrag zum betrieblichen Auftrag / Projekt: bis 14. August 2026, 23:59 Uhr
  • Dokumentation als druckbares PDF: bis 23. November 2026, 23:59 Uhr
Sommerprüfung 2027
  • Antrag zum betrieblichen Auftrag / Prüfungsprodukt: bis 5. Februar 2027, 23:59 Uhr
  • Dokumentation als druckbares PDF: bis 26. April 2027, 23:59 Uhr
Die Anträge und Dokumentationen werden über die jeweils dafür vorgesehene digitale Plattform eingereicht. Bitte beachten Sie die genannten Fristen. Entscheidend ist der Eingang der Unterlagen bis zum jeweiligen Zeitpunkt.

Prüfungsrechner

Praktische und mündliche Prüfungstermine

Den Termin für Ihre praktische oder mündliche Prüfung erhalten Sie in der Regel zusammen mit der Einladung zur schriftlichen Prüfung. Die Einladung wird Ihnen etwa vier Wochen vor dem schriftlichen Prüfungstermin zugesandt. Ab diesem Zeitpunkt werden die Prüfungstermine außerdem im Azubi- und Asta-InfoCenter freigeschaltet.

Digitaler Projektantrag

Wichtige Informationen und Dokumente

Betriebliche Aufträge

Die betrieblichen Aufträge sind Bestandteil des Prüfungsteils A der Abschlussprüfung. Die Prüfung umfasst die (Wieder-)Inbetriebnahme einer Anlage und die Bearbeitung eines Auftrags an dieser Anlage. Zu beiden betrieblichen Aufträgen ist eine praxisbezogene Projektdokumentation zu erstellen.
Die Themen für die zwei betrieblichen Aufträge sind fristgerecht online bei der IHK Dresden einzureichen. Dafür sind das Azubi-Infocenter und der digitale Projektantrag (DiPa) zu nutzen.
Die Themen für die zwei betrieblichen Aufträge müssen zum vorgegebenen Termin bei der IHK Dresden eingereicht werden. Die Bestätigung der betrieblichen Aufgabenstellung erfolgt online. Eine schriftliche Bestätigung wird nicht ausgestellt.
Die Bestätigung erfolgt:
  • für die Sommerprüfung: bis zum 7. März des Prüfungsjahres
  • für die Winterprüfung: bis zum 30. September des Prüfungsjahres
Dem Antrag ist das Formular „Bestätigung des betrieblichen Projekts/Auftrags“ beizufügen. Zusätzlich sind eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer für Rückfragen durch die Prüfer anzugeben.
Bei der Auflistung der verwendeten Dokumente sind alle nicht selbstständig erstellten Dokumente mit einem Sternchen (*) zu kennzeichnen.
Wird die betriebliche Aufgabenstellung nicht bestätigt, muss innerhalb einer Woche ein neuer Antrag eingereicht werden. Die Ablehnungsgründe sind bei der erneuten Antragstellung zwingend zu berücksichtigen.
Wird der Antrag mit Auflagen bestätigt, müssen diese bei der Durchführung des betrieblichen Auftrags zwingend beachtet werden.
Wichtig: Die Bestätigung des Themas gilt nicht als Prüfungszulassung.
Änderungen an der bestätigten Aufgabenstellung müssen vom Prüfungsausschuss genehmigt werden. Dafür ist die entsprechende Vorlage bei der IHK Dresden einzureichen.
Die Bearbeitung der betrieblichen Aufträge darf erst beginnen, nachdem der Prüfungsausschuss die Aufgabenstellung bestätigt hat.
Die Abschlussprüfung umfasst zwei Prüfungsteile:
  • (Wieder-)Inbetriebnahme einer Anlage
  • Bearbeitung eines Auftrags an dieser Anlage
Für die Durchführung der betrieblichen Aufträge einschließlich der Erstellung der Projektdokumentation stehen maximal 35 Stunden zur Verfügung. Für die Erstellung der Dokumentation werden 8 Stunden empfohlen.
Die Planung des Arbeitsablaufs muss nachvollziehbar sein. Die Arbeitsplanung kann in Textform oder als Tabelle dargestellt werden.
Die Projektdokumentation ist online und zusätzlich in zweifacher schriftlicher Ausfertigung bei der IHK Dresden einzureichen. Die schriftlichen Exemplare müssen geheftet oder gebunden sein.
Die Online-Version muss druckbar sein. Die Online-Version und die beiden schriftlichen Ausfertigungen müssen inhaltlich und hinsichtlich der Formatierung identisch sein.
Wird ohne Begründung keine Dokumentation zum Abgabetermin eingereicht, gilt die Prüfungsleistung als nicht erbracht. Im Rahmen der geltenden Prüfungsordnung kann ein erneuter Antrag mit neuen betrieblichen Aufträgen zur Bestätigung für den nächstmöglichen Prüfungstermin eingereicht werden.
Bei der Erstellung der Projektdokumentation sind die Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung nach DIN 5008 zugrunde zu legen.
Für die Dokumentation gelten folgende Anforderungen:
  • Umfang des Textteils: höchstens 10 Seiten DIN A4
  • Umfang der Anlagen: höchstens 10 Seiten
  • Schriftgröße: 11 Punkt
  • Zeilenabstand: 1,5-zeilig
  • Druck: einseitig beschrieben
  • Sprache: Deutsch
  • Papierformat: DIN A4
  • Seitennummerierung: fortlaufend, beginnend mit Seite 1 im Textteil
  • Einreichung: online und in zweifacher schriftlicher, gehefteter oder gebundener Ausfertigung
Die Online-Version der Projektdokumentation muss druckbar sein. Alle drei Ausfertigungen müssen inhaltlich und in der Formatierung übereinstimmen.
Aufbau der Projektdokumentation
Die Dokumentation des betrieblichen Auftrags muss die folgenden Bestandteile enthalten.
1. Titelblatt
Das Titelblatt enthält folgende Angaben:
  • Thema der betrieblichen Aufträge
  • Vorname und Nachname des Auszubildenden
  • Betrieb
  • Durchführungszeitraum
2. Projektantrag
Für den Projektantrag ist zwingend die Web-Version zu verwenden.
Zusätzlich ist ein Screenshot des Genehmigungsstatus des Projektantrags anzufertigen und der Dokumentation beizufügen.
3. Nachweisblatt
Das Nachweisblatt enthält den bestätigten Zeitnachweis für die Durchführung der betrieblichen Aufträge. Der Zeitnachweis ist über das Internet abzurufen.
Das Nachweisblatt ist in der ersten Projektdokumentation im Original und in der zweiten Projektdokumentation als Kopie des Originals beizufügen.
4. Gliederung
Die Gliederung der Projektdokumentation ist auf einem gesonderten Blatt darzustellen.
5. Problemstellung
In der Einleitung ist das betriebliche Umfeld auf höchstens einer halben Seite vorzustellen.
6. Betriebliche Dokumentation der Ergebnisse
Die Dokumentation beschreibt die Durchführung und die Ergebnisse der betrieblichen Aufträge. Dazu gehören insbesondere:
  • nachvollziehbare Beschreibung der Vorgehensweise bei der Realisierung der Aufträge
  • Darstellung aufgetretener Probleme und der dazugehörigen Lösungen
  • Erläuterung von Abweichungen gegenüber den geplanten Zielen mit Begründung
  • verständliche Darstellung der zeitlichen und inhaltlichen Prozessschritte
  • Inbetriebnahme-, Prüf- und Messprotokolle
Die Arbeitsplanung und die Durchführung müssen nachvollziehbar beschrieben werden.
Darüber hinaus sind folgende Aspekte in der Dokumentation herauszuarbeiten:
  • Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutz
  • Umgang mit Gefahrstoffen
  • Wirtschaftlichkeit
7. Zusammenfassung und Schlussformulierung
Die Zusammenfassung beziehungsweise Schlussformulierung soll etwa eine halbe Seite umfassen.
8. Literaturverzeichnis und Quellenangaben
Alle verwendeten Literaturquellen und sonstigen Quellen sind aufzuführen.
9. Abkürzungsverzeichnis
Alle verwendeten Abkürzungen sind in einem Abkürzungsverzeichnis aufzuführen. Bei der erstmaligen Verwendung im Text müssen Abkürzungen ausgeschrieben werden.
10. Anlagenverzeichnis
Das Anlagenverzeichnis führt die verwendeten Anlagen auf.
11. Anlagen
Als Anlagen sind nur Dokumente aufzunehmen, die zum besseren Verständnis der beschriebenen Ergebnisse erforderlich sind.
Für jede Anlage muss im Text ein eindeutiger Bezug beziehungsweise Verweis vorhanden sein. Der Gesamtumfang der Anlagen darf 10 Seiten nicht überschreiten.
Fachgespräch und Bewertung
Die Ausführung der betrieblichen Aufträge und deren Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen werden mit 50 Prozent bewertet. Sie bilden die Grundlage für das Fachgespräch.
Das Fachgespräch wird ebenfalls mit 50 Prozent bewertet.
Zu Beginn des Fachgesprächs erhält der Prüfling die Gelegenheit, den betrieblichen Auftrag in knapper Form vorzustellen. Für diese Vorstellung dürfen weder Laptop noch Beamer verwendet werden.
Die Bewertungskriterien für die Projektdokumentation und das Fachgespräch können den jeweiligen Bewertungsbögen entnommen werden.
Formulare und weitere Dokumente
Für die Bewertung stehen folgende Unterlagen zur Verfügung: