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Stärken und Herausforderungen

Kommunalwahl: Wie wirtschaftsfreundlich sind die südhessischen Städte?

Wie viele freie Gewerbeflächen stehen zur Verfügung? Werden Anliegen von der Verwaltung schnell bearbeitet? Wie ist es um die Wohnqualität bestellt? Mit diesen und weiteren Faktoren können Städte – zumindest in Teilen – dazu beitragen, dass sich Unternehmen ansiedeln, vor Ort bleiben und Fachkräfte gewinnen. Im Vorfeld der Kommunalwahlen hat die IHK Darmstadt Factsheets auf ihrer Homepage veröffentlicht, die Stärken und Herausforderungen sowie entscheidende Standortfaktoren der Stadt Darmstadt und der 16 südhessischen Mittelzentren aufzeigen.
Am 15. März stehen in Hessen Kommunalwahlen an. Ein wichtiger Termin nicht nur für alle Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für die regionale Wirtschaft. „Die Zukunft des südhessischen Wirtschaftsstandorts beginnt in den Kommunen. Wichtige politische Entscheidungen werden nicht nur in Berlin und Brüssel getroffen, sondern auch vor unserer Haustür“, betont Robert Lippmann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar. „Die Stadtparlamente und Gemeindevertretungen legen auf lokaler Ebene die Rahmenbedingungen fest, denen die Wirtschaft unterliegt – und gestalten damit auch die Wachstumsperspektiven der südhessischen Wirtschaft.“ Dies wiederum sei für alle rund 1,1 Millionen Einwohner des IHK-Bezirks von Bedeutung. „Nur in einem zukunftsfähigen Wirtschaftsraum entstehen Arbeitsplätze. Und das trägt letztlich den Wohlstand der Bürgerinnen und Bürger“, sagt Lippmann.
Im Vorfeld der Kommunalwahlen beleuchtet die IHK Darmstadt mit kurzen, übersichtlichen Factsheets die Stadt Darmstadt und die 16 südhessischen Mittelzentren aus Wirtschaftssicht. Ausgewählte Indikatoren des aktuellen Mittelzentrenrankings zeigen die Stärken und Herausforderungen der jeweiligen Standorte auf. Wie viele Firmen werden in Bensheim gegründet? Wie lange fährt man im Schnitt von Dieburg zur nächsten Autobahnauffahrt? Welche Kommune hat den höchsten Gewerbesteuersatz? Anhand von insgesamt 34 ökonomischen und strukturellen Indikatoren hat die IHK Darmstadt die 16 südhessischen Mittelzentren untersucht – eine Auswahl je Standort findet sich in den Factsheets. Da Darmstadt als einzige südhessische Kommune die Funktion eines Oberzentrums erfüllt, ist ein direkter Vergleich mit den Mittelzentren nicht möglich. Die IHK hat stattdessen Darmstadt mit anderen hessischen Oberzentren verglichen.
Hintergrund: Was ist ein Mittelzentrum?

Die Einstufung als „Mittelzentrum“ nimmt die Landesregierung vor. Dabei spielen beispielsweise die Einwohnerzahl, das Einzugsgebiet und die infrastrukturelle Ausstattung eine wichtige Rolle. Insofern sind die untersuchten Städte formal vergleichbar, was Ausstattung mit Kultur-, Sport-, Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen angeht.
Der Blick in die statistischen Daten ist das eine. Doch welche Standortfaktoren sind den Unternehmen vor Ort wichtig? Dies hat die IHK regionale Betriebe gefragt. Die Umfrageergebnisse aus dem Jahr 2024 sowie Statements einzelner Unternehmerinnen und Unternehmer spiegeln die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft wider. Worauf es aus Sicht der IHK an jedem Standort ankommt, bringen zudem Dr. Daniel Theobald und Martin Proba, Geschäftsbereichsleiter Unternehmen und Standort der IHK Darmstadt, auf den Punkt.
„Mit den Factsheets wollen wir ein umfassendes Bild der wirtschaftlichen Situation in den Kommunen zeichnen und die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft abbilden“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Robert Lippmann. „Den Städten bieten wir hiermit eine solide Grundlage zur Standortbestimmung an. Zudem möchten wir die Kommunen dabei unterstützen, ihre Standortbedingungen weiterzuentwickeln.“ Bei einigen Punkten haben die Kommunen keinen politischen Handlungsspielraum, stellt Lippmann klar. „Bei vielen Dingen können die Kommunen aber sehr wohl an den Stellschrauben drehen und damit großen Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes nehmen. Perspektivisch könnte hier das kommunale Flexibilisierungsgesetz weitere Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen“, so Lippmann.
Für Pressevertreter*innen:
Bei Interesse stellen wir die Fotos der Unternehmer*innen sowie von Martin Proba und Dr. Daniel Theobald zur Verfügung. Wir stellen zudem gerne den Kontakt zu zitierten Unternehmen für weitergehende Berichterstattung her.
Weitere Informationen: Mittelzentren im Wettbewerb
Julia van Lottum
Bereich: Kommunikation und Marketing
Themen: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media