70 Mädchen im Gründungsfieber
Im HUB31 fand am 23. April einer der größten Girls‘ Days in Südhessen statt. Unter dem Motto „Ich werde Chefin“ entwickelten 70 Schülerinnen kreative Ideen für Start-ups. Zur Seite standen ihnen dabei Unternehmerinnen aus der Region, die den Weg in die Selbstständigkeit bereits gemeistert haben.
Nur rund jedes dritte Unternehmen (32,0 Prozent) wurde in Südhessen im Jahr 2025 von einer Frau gegründet. Das will der Girls‘ Day ändern: Im Darmstädter Technologie- und Gründerzentrum HUB31 entwickelten 70 Schülerinnen aus der fünften bis zehnten Klasse Ideen für eigene Produkte und Start-ups. Die Veranstaltung wurde von der Initiative „FRAUEN unternehmen“ gemeinsam mit der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar und dem HUB31 organisiert, in Kooperation mit dem Zonta-Verein und den Wirtschaftsjuniorinnen Darmstadt Südhessen.
Wir möchten die Schülerinnen ermutigen, ihre Träume zu verwirklichen.
„Wir möchten die Schülerinnen ermutigen, ihre Träume zu verwirklichen“, sagte IHK-Vizepräsidentin Barbara Eichelmann-Klebl. Gemeinsam mit der Darmstädter Unternehmerin Nuray Güler engagiert sie sich bei der Initiative „FRAUEN unternehmen“ und hatte mit ihr vor sechs Jahren die jährliche Veranstaltung in Darmstadt ins Leben gerufen. „Uns Unternehmerinnen ist es eine Herzensangelegenheit, den Schülerinnen die vielfältigen Möglichkeiten der Selbstständigkeit aufzuzeigen“, so Eichelmann-Klebl weiter.
Jennifer Rink (mit Mikro) berichtete, wie sie ihr Start-up Tapari gegründet und eine Spielmatte für Kinder entwickelt hat.
Von Jennifer Rink erfuhren die Schülerinnen, wie sie ihr Start-up Tapari gegründet und eine Spielmatte für Kinder entwickelt hat. „Ich war am Anfang unsicher, ob wir das wirklich schaffen“, erzählte die Darmstädter Gründerin. Doch sie habe ihre Idee trotzdem umgesetzt – mit Erfolg. „Heute stehen wir mit einem echten Produkt, Stipendien und unglaublich viel Zuspruch da.“ Ihr Tipp an die Mädchen: „Geht euren eigenen Weg, hört nicht zu sehr auf die Zweifel, sucht euch ein starkes Umfeld. Und dann: Einfach mal machen!“
Technik zum Anfassen: Platinenfertigung mit klion
Ein besonderes Highlight des Tages war die Vorführung der klion GmbH: Bei der Prototypen-Fertigung von Schaltungs- und Leiterplatten durften die Mädchen selbst mit anpacken. Die praktische Erfahrung sollte das Interesse an technischen Berufen fördern.
Ein besonderes Highlight war die Vorführung der klion GmbH. Bei der Prototypen-Fertigung von Schaltungs- und Leiterplatten durften die Mädchen selbst mit anpacken.
In Workshops wurden die Schülerinnen anschließend selbst zu Gründerinnen: Sie erarbeiteten Ideen für neue Produkte und Start-ups und stellten einander anschließend ihre Ergebnisse vor. Besonders überzeugte das Konzept eines multifunktionalen, ausziehbaren Möbelstücks, das sich von einer Kommode in einen Tisch umwandeln lässt. Zudem stieß die Idee eines Sport-Shirts mit integriertem Temperaturregler für den ganzjährigen Einsatz auf großes Interesse. Ebenfalls intensiv diskutiert wurden Körperpflegeprodukte mit Sommer- und Wintereditionen, die unterschiedliche Pflegeeigenschaften, Düfte und Designs kombinieren.
Zu den Unternehmerinnen, die die Schülerinnen begleiteten, zählte auch Claudia Rougoor. Mit ihrem Unternehmen PreserviTec hatte sie im Vorjahr den Start-up Innovation Award für die Bauwirtschaft gewonnen. „Wäre ich dem Klischee gefolgt, wäre ich nie Bauingenieurin geworden – und PreserviTec gäbe es nicht“, sagte die Gründerin. „Heute nutze ich KI, um Bauwerke sicherer zu machen, und beweise täglich: MINT ist das aufregendste Spielfeld, das es gibt. Also, Mädels: Ran an Mathe, Technik und Code – der Chefinnenstuhl wartet auf euch!"
„Es ist beeindruckend, mit welcher Energie die Mädchen ihre Geschäftsideen entwickeln und vertreten“, fasste Barbara Eichelmann-Klebl den Tag zusammen. Sie bedankte sich bei den Unternehmerinnen, die ehrenamtlich den Girls‘ Day unterstützten: „Jede von uns hat ihre eigene Geschichte, hat Hürden überwunden und ist heute erfolgreiche Unternehmerin. Wir möchten Mut machen, den eigenen Weg zu gehen.“ Beim Girls‘ Day mit dem Fokus auf Gründung konnten in den vergangenen sechs Jahren bereits über 600 Mädchen in die Rollen von Unternehmerinnen schlüpfen.
Folgende Unternehmerinnen und Geschäftsführerinnen haben den Girls‘ Day unterstützt:
- Laura Abascal, HUB31
- Carolin Buchsteiner-Pohl, Bröking Plastex GmbH & Co. KG
- Laura Ehmke, adabob Spielwaren
- Barbara Eichelmann-Klebl, be! Unternehmerberatung und FIDELIO-SchokoFrüchte
- Corinna Graf-Tekin, Engel & Völkers
- Catalina Gruß, workflow plus GmbH
- Nuray Güler, primo PR
- Sonja Hartmann, JMS – Osteopathie
- Dilek Renklicay, DPD Deutsche Personaldienstleistungen GmbH
- Jennifer Rink, Tapari UG (haftungsbeschränkt)
- Claudia Rougoor, PreserviTec
- Kim Skoruppa, Creditreform
- Nadine Stoz, Frau Winkelmann Businessfotografie und Film
Über die IHK Darmstadt
Die IHK Darmstadt Rhein Main Neckar vertritt das Gesamtinteresse von 65.000 Mitgliedsunternehmen aus Südhessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Sie vernetzt relevante Akteure, liefert Impulse und gestaltet die Wirtschaftsregion mit. Zum IHK-Bezirk gehören die kreisfreie Stadt Darmstadt sowie die vier Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Odenwald. Durch Bildung, Beratung und vielfältige Serviceangebote stärkt die IHK die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitglieder und befähigt Menschen zu einem selbstbestimmten (Berufs-)Leben. Die IHK lebt das Prinzip der Selbstverwaltung der Wirtschaft, fördert den fairen Wettbewerb, setzt sich für aufrichtiges, vertrauenswürdiges Verhalten im Wirtschaftsleben ein und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Über politische Positionen und das Budget entscheidet die IHK-Vollversammlung, in der 72 gewählte Unternehmerinnen und Unternehmer ehrenamtlich aktiv sind. Hauptamtlich sind bei der IHK rund 150 Menschen beschäftigt.
www.ihk.de/darmstadt
Die IHK Darmstadt Rhein Main Neckar vertritt das Gesamtinteresse von 65.000 Mitgliedsunternehmen aus Südhessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Sie vernetzt relevante Akteure, liefert Impulse und gestaltet die Wirtschaftsregion mit. Zum IHK-Bezirk gehören die kreisfreie Stadt Darmstadt sowie die vier Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Odenwald. Durch Bildung, Beratung und vielfältige Serviceangebote stärkt die IHK die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitglieder und befähigt Menschen zu einem selbstbestimmten (Berufs-)Leben. Die IHK lebt das Prinzip der Selbstverwaltung der Wirtschaft, fördert den fairen Wettbewerb, setzt sich für aufrichtiges, vertrauenswürdiges Verhalten im Wirtschaftsleben ein und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Über politische Positionen und das Budget entscheidet die IHK-Vollversammlung, in der 72 gewählte Unternehmerinnen und Unternehmer ehrenamtlich aktiv sind. Hauptamtlich sind bei der IHK rund 150 Menschen beschäftigt.
www.ihk.de/darmstadt
Über die Initiative „FRAUEN unternehmen“
Die Initiative „FRAUEN unternehmen“ wurde 2014 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, Frauen zur beruflichen Selbstständigkeit zu ermutigen und auch schon Schülerinnen und Studentinnen für das Berufsbild „Unternehmerin“ zu begeistern. Denn in Deutschland liegt der Anteil von Unternehmen, die von Frauen geführt werden, aktuell nur bei rund 16 Prozent. Die Initiative „FRAUEN unternehmen“ hat ein deutschlandweites Netzwerk von mittlerweile über 250 Vorbild-Unternehmerinnen aus verschiedenen Branchen. In Veranstaltungen (digital und Präsenz) berichten diese ehrenamtlich über Chancen und Herausforderungen der beruflichen Selbstständigkeit und über gründungsrelevante Themen. Ziel ist es, dem Gründerinnengeist in Deutschland „auf die Sprünge“ zu helfen. Mehr Informationen über die Initiative und das Engagement der Vorbild-Unternehmerinnen:
www.frauen-unternehmen-initiative.de
Die Initiative „FRAUEN unternehmen“ wurde 2014 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, Frauen zur beruflichen Selbstständigkeit zu ermutigen und auch schon Schülerinnen und Studentinnen für das Berufsbild „Unternehmerin“ zu begeistern. Denn in Deutschland liegt der Anteil von Unternehmen, die von Frauen geführt werden, aktuell nur bei rund 16 Prozent. Die Initiative „FRAUEN unternehmen“ hat ein deutschlandweites Netzwerk von mittlerweile über 250 Vorbild-Unternehmerinnen aus verschiedenen Branchen. In Veranstaltungen (digital und Präsenz) berichten diese ehrenamtlich über Chancen und Herausforderungen der beruflichen Selbstständigkeit und über gründungsrelevante Themen. Ziel ist es, dem Gründerinnengeist in Deutschland „auf die Sprünge“ zu helfen. Mehr Informationen über die Initiative und das Engagement der Vorbild-Unternehmerinnen:
www.frauen-unternehmen-initiative.de
Über das HUB31 Technologie- und Gründerzentrum Darmstadt
Die Stadt Darmstadt und die Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein Main Neckar initiierten das HUB31 als Technologie- und Gründerzentrum für die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Neben den beiden genannten Projektinitiatoren und Mehrheits-Gesellschaftern, sind die Technische Universität Darmstadt und die Hochschule Darmstadt ebenfalls Gesellschafter. Auf rund 6.000 m² bietet das HUB31 technologieorientierten Start-ups modern eingerichtete Büroflächen, ein Coworking mit Besprechungsecken, einen Accelerator für (Vor-) Gründungsteams, Virtual Office, Konferenz- und Meetingräume sowie angebundene Labor- und Werkstattflächen vom LAB³ e.V., die für die Entwicklung innovativer Unternehmensideen genutzt werden können. Über das Netzwerk des HUB31 erhalten die Gründer:innen Zugang zu hochkarätigen Veranstaltungen und wertvollen Partnern und werden so Teil des Start-up-Ökosystems. Das HUB31 bietet Start-ups und Gründer:innen nicht nur Räumlichkeiten, sondern auch zahlreiche Gemeinschaftsangebote und vor allem die Möglichkeit zur Vernetzung.
Das Technologie- und Gründerzentrum Darmstadt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.
www.hub31.de
Die Stadt Darmstadt und die Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein Main Neckar initiierten das HUB31 als Technologie- und Gründerzentrum für die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Neben den beiden genannten Projektinitiatoren und Mehrheits-Gesellschaftern, sind die Technische Universität Darmstadt und die Hochschule Darmstadt ebenfalls Gesellschafter. Auf rund 6.000 m² bietet das HUB31 technologieorientierten Start-ups modern eingerichtete Büroflächen, ein Coworking mit Besprechungsecken, einen Accelerator für (Vor-) Gründungsteams, Virtual Office, Konferenz- und Meetingräume sowie angebundene Labor- und Werkstattflächen vom LAB³ e.V., die für die Entwicklung innovativer Unternehmensideen genutzt werden können. Über das Netzwerk des HUB31 erhalten die Gründer:innen Zugang zu hochkarätigen Veranstaltungen und wertvollen Partnern und werden so Teil des Start-up-Ökosystems. Das HUB31 bietet Start-ups und Gründer:innen nicht nur Räumlichkeiten, sondern auch zahlreiche Gemeinschaftsangebote und vor allem die Möglichkeit zur Vernetzung.
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Julia van Lottum
Bereich:
Kommunikation und Marketing
Themen: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit