Zuschüsse

Fördermittel für die Kreislaufwirtschaft

Fördermittel für Forschung und Innovation für die Kreislaufwirtschaft

Das im Juni 2026 verabschiedete Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie sieht einen deutlichen Ausbau öffentlicher Fördermittel für die Circular Economy vor. Neben rund 260 Mio. Euro für das neue Förderprogramm „Zukunft Kreislaufwirtschaft“ im Klima- und Transformationsfonds sind für 2027 bis 2030 weitere 305 Mio. Euro zur Stärkung der Investitionsförderung vorgesehen, insbesondere für „Zukunft Kreislaufwirtschaft“ und „DigiRess Circular“. Auch bestehende Programme wie der „Green Tech-Innovationswettbewerb“ sollen stärker auf Kreislaufwirtschaft ausgerichtet werden. Gefördert werden sollen insbesondere Pilot- und Demonstrationsvorhaben, Start-ups, zirkuläre Geschäftsmodelle, Digitalisierungslösungen sowie Forschung zu Ressourceneffizienz, kritischen Rohstoffen, Recyclingtechnologien, Design for Circularity und Urban Mining.BMUKN: Aktionsprogramm der Bundesregierung zur Umsetzung der Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie | Download
Das Bundesforschungsministerium fördert risikoreiche Spitzenforschung für Rohstoffeffizienz, Wasser und Kreislaufwirtschaft. Beispielhalte Fragestellungen sind: Kreislaufführung und Verlängerung der Nutzungsdauer von Produkten und Komponenten, ressourceneffizientes Produktdesign und innovative Recycling- und Verwertungsverfahren; Urban Mining; effiziente Bereitstellung und Nutzung kritischer Rohstoffe; Verbesserung der Rohstoffproduktivität durch den Einsatz digitaler Technologien; Nachhaltiges Wassermanagement.
Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Bewertungsstichtage für Projektskizzen sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen, die innovative Lösungen für mehr Energieeffizienz, Klimaschutz und Klimaanpassung entwickeln. Dazu gehören beispielsweise treibhausgasmindernde Technologien und Verfahren, klimarelevante Querschnittstechnologien sowie neue Produkte und Dienstleistungen, die den Ressourcenverbrauch senken, Emissionen vermeiden oder Unternehmen und Regionen bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen. Damit bietet das Programm auch Anknüpfungspunkte für Projekte rund um Circular Economy, etwa wenn Kreislaufwirtschaftslösungen zur Ressourceneffizienz und Treibhausgasminderung beitragen.
Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Bewertungsstichtage für Projektskizzen sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTRfördert Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die die effiziente Nutzung von biologischem Wissen mit innovativen technologischen Lösungen vereinen und im umfassenden Sinne der Bioökonomie zuzuordnen sind. Dazu gehören beispielsweise umweltfreundliche Biomaterialien und Biokunststoffe, neue Wirk- und Wertstoffe aus bisher ungenutzten Reststoffen bzw. neuen Quellen wie Insekten oder Algen sowie miniaturisierte Verfahren, die Biologie und Digitalisierung verbinden.
Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Bewertungsstichtage für Projektskizzen sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTRverfolgt mit der Fördermaßnahme "KMU-innovativ: Zukunft der Wertschöpfung" das Ziel, das Innovations- und Wettbewerbspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie mittelständischer Unternehmen zu stärken. Gefördert werden neue Anwendungsbereiche der betrieblichen Wertschöpfung, wie die Robotik. Weitere mögliche Projektschwerpunkte sind u.a. neue Methoden und Werkzeuge der Produktentstehung; Digitalisierung und Virtualisierung von Produktion und Produktionssystemen; Kundenbezogene, neuartige und komplexe Dienstleistungen und Dienstleistungssysteme; neue Geschäftsmodelle (z.B. Monetarisierung von Daten, Block Chain Technologien, B2B-Plattformen), neue Formen der Zusammenarbeit in Wertschöpfungsnetzwerken und -ökosystemen.
Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Bewertungsstichtage für Projektskizzen sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober.
Mit diesem Förderprogramm unterstützung das BMBF risikoreiche industriegeführte Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben, die materialwissenschaftliche Fragestellungen mit hohem Anwendungspotenzial bearbeiten. Dazu gehören beispielsweise Materialien für ein zukunftsfähiges Bauwesen und Infrastruktur und auch der nachhaltige Umgang mit Rohstoffen und Materialien.
Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Bewertungsstichtage für Projektskizzen sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober.
Das Technologieprogramm „GreenTech Innovationswettbewerb“ adressiert digitale Technologien und Nachhaltigkeit auf drei Ebenen: Nachhaltigkeit durch digitale Technologien, Nachhaltigkeit digitaler Technologien sowie die Messung von Nachhaltigkeit mithilfe digitaler Technologien. In der ersten Förderrunde von 2023 bis 2026 wurden 21 Projekte gefördert; im April 2026 startete die zweite Förderrunde mit dem Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft und 20 neuen Projekten. Laut Aktionsprogramm der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie ist eine Fortsetzung des Programms sowie eine stärkere Ausrichtung auf Projekte rund um das Thema Kreislaufwirtschaft vorgesehen.
Auch wenn das Förderprogramm komplett themen- und branchenoffen ist und somit keinen konkreten Schwerpunkt auf die Kreislaufwirtschaft legt, ist es aufgrund seiner Bedeutung für den Mittelstand an der Stelle zu nennen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt einzelne Unternehmen, Kooperationsprojekte und Innovationsnetzwerke bei ihren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für innovative Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen, einschließlich der Möglichkeit, Zuschüsse für extern vergebene Leistungen in Zusammenhang mit der Markteinführung der Innovation zu erhalten.
Seit dem 7. Juli 2026, 12:00 Uhr, können vorübergehend keine Anträge für Zuschüsse im ZIM angenommen werden (befristeter Antragsstopp). Dies gilt für alle Projektformen sowie Projektskizzen. Eine Aufhebung der Aussetzung der Antragsannahme wird für Anfang 2027 angestrebt.
Ein Erfolgsbeispiel aus der Region stellt das Netzwerk SuPRA (Sustainable Plastics Recycling & Automation) dar. Im durch das BMWK geförderten ZIM-Netzwerk entwickelt der Mittelstand auf Augenhöhe mit der Hochschule Darmstadt neuartige Lösungen zur Steigerung der Nachhaltigkeit in der Kunststoffverarbeitung. Die Idee des Netzwerkes ist, neue Produkte und Verfahren zu erarbeiten, welche die Klimaschädigung beispielsweise durch CO2-Emissionen in der Herstellung, Verarbeitung und Wiederaufbereitung von Kunststoffen effektiv reduzieren. ZIM: Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) - Förderung für den Mittelstand
Das 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung beinhaltet die Themen „Ressourceneffizienz im Kontext der Energiewende“ sowie „Material- und Ressourceneffizienz in den Sektoren Industrie, Gewerbe Handel und Dienstleistungen“. Der Förderaufruf Ressourceneffizienz und Circular Economy des Bundesministeriums für Wirtschaft- und Klimaschutz (BMWK) weist noch einmal auf diese zwei komplementären Förderbereiche hin und adressiert systemübergreifende, konzeptionelle Forschungsprojekte ebenso wie die Weiterentwicklung von Einzeltechnologien.
Der Förderaufruf ist zeitlich unbefristet. Interessierte Forschungsteams können jederzeit Projektskizzen einreichen.
LOEWE steht für die "Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz". Mit dem LOEWE-Programm fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst herausragende wissenschaftliche Verbundvorhaben der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen.
Um die Einführung marktfähiger und innovativer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu beschleunigen, stehen in der LOEWE-Förderlinie 3 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Fokus, die im Verbund zwischen mindestens einem Unternehmen sowie mindestens einer Hochschule oder Forschungseinrichtung in Hessen realisiert werden. Die Vorhaben weisen einen innovativen Charakter, ein hohes technologisches Risiko sowie eine erkennbare Markt- und Kundennähe auf und enthalten insbesondere eine Anwendungsnähe. Die LOEWE-Förderlinie 3 ist für alle Branchen und Technologien offen. Somit eignet sich das Programm auch für Projekte im Bereich Umwelt- und Energietechnologie, Ressourceneffizienz und Klimaschutz.
Eine Antragstellung ist jederzeit möglich.
Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (HMWVW) fördert Vorhaben für einen intelligenten und grünen wirtschaftlichen Wandel in Hessen. Aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Landesmitteln werden die Entwicklung und Erprobung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen gefördert, themenoffen.
Einreichungen sind jederzeit möglich.
Mit der Green Start-up-Förderung unterstützt die Bundesstiftung Umwelt (DBU) Unternehmensgründungen und Start-ups, die auf innovative und wirtschaftlich tragfähige Weise Lösungen für Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit entwickeln. Die ausgewählten Start-ups erhalten bis zu 125.000 Euro Förderung sowie fachliche Unterstützung.
Die Bewerbung ist jederzeit möglich.

Fördermittel für Investitionen und Umsetzungsprojekte für die Kreislaufwirtschaft

Mit „DigiRess Circular“ bezuschusst das Bundesumweltministerium KMU und Start-ups bei Investitionen in die konkrete Umsetzung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Gefördert werden digitale Lösungen zur Materialeinsparung, Kreislaufführung, Nachverfolgbarkeit und Entwicklung zirkulärer Geschäftsmodelle.
Dazu zählen insbesondere die digitale Optimierung von Produktionsprozessen, etwa durch adaptive Prozesssteuerung, vorausschauende Wartung, KI-gestützte Optimierung oder datenbasierte Ressourceneinsparungen; digitale Ansätze für kreislauffähige Produkte und Dienstleistungen, etwa durch modulare und reparaturfähige Konstruktionen, digitale Simulationen oder digitale Zwillinge; sowie digitale Geschäftsmodelle wie Sharing-, Wiederverwendungs- und Rückführungsplattformen, Marktplätze für Sekundärrohstoffe oder Product-as-a-Service-Modelle. Ebenfalls unterstützt werden Lösungen für Transparenz und Nachverfolgbarkeit, etwa Digitale Produktpässe, IoT-Anwendungen, interoperable Datenräume oder KI-gestützte Kreislaufprozesse entlang der Wertschöpfungskette.
Die erste Vorlagefrist endet am 15. Juni 2026. Weitere Fristen sind – abhängig von verfügbaren Haushaltsmitteln – für den 15. September 2026 und 15. Dezember 2026 vorgesehen.
Die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft EEW ist das wichtigste Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz sowie zum Ausbau erneuerbarer Prozesswärme in Industrie und Gewerbe. Das Förderprogramm ist technologieoffen - von der Abwärmenutzung über die Einsparung von Material und Energie bis zur Nutzung von solarer Prozesswärme - Hauptsache die CO2-Emissionen werden gesenkt.
  • Modul 1: Querschnittstechnologien Zuschuss oder Kredit mit Teilschulderlass
  • Modul 2: Prozesswärme aus erneuerbaren Energien Zuschuss oder Kredit mit Teilschulderlass
  • Modul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagementsoftware Zuschuss oder Kredit mit Teilschulderlass
  • Modul 4: Energie- und Ressourcenbezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen Zuschuss oder Kredit mit Teilschulderlass
  • Modul 5: Transformationskonzepte Zuschuss
  • Modul 6: Elektrifizierung von Kleinst- und Kleinen Unternehmen
Im Rahmen von Modul 4 werden seit 2021 explizit auch Maßnahmen zur Einsparung von CO2-Emissionen durch die Reduktion vom Ressourcenverbrauch gefördert – zum Beispiel eine Anlage und ein Prozess zur Herstellung und betriebsinternen Verwendung eines Rezyklats.
Unternehmen haben die Wahl zwischen einem Zuschuss, der beim BAFA beantragt werden kann und einem zinsverbilligten Kredit mit Teilschulderlass (Tilgungszuschuss), der über die KfW ausgereicht wird.
Neben den oben genannten Modulen führt das BMWK jährlich mehrere Förderwettbewerbe durch, die den gleichen Fördergegenstand haben, allerdings eine höhere maximale Förderquote aufweisen (bis zu 60%) und aufgrund des wettbewerblichen Verfahrens keine Beihilfe-Regeln unterliegen (weder AGVO noch De-minimis). Gefördert werden die Projekte, welche die höchste jährliche CO2-Einsparung pro beantragtem Euro Förderung aufweisen (die Projekte mit der höchsten „Fördereffizienz“). Die maximale Förderung pro Vorhaben liegt bei 10 Millionen Euro.
Der vorerst letzte Förderaufruf endete am 12. Mai 2026. Aktuelle Informationen finden Sie unter: https://www.technologieland-hessen.de/Pius-Foerderung
PIUS steht als Abkürzung für Produktionsintegrierter Umweltschutz. Das Programm PIUS-Invest bezuschusst Investitionsprojekte, die die Ressourceneffizienz verbessern, CO2-Emissionen einsparen und Wertstoffkreisläufe etablieren. Förderfähig sind Vorhaben von KMU in Hessen, die durch Innovationen in Prozessen zu einer wesentlichen Verbesserung der CO2-Bilanz beitragen. Die maximale Förderhöhe liegt bei 500.000 Euro, die Förderhöchstquote ist 40 Prozent der gesamten betrieblichen Investitionen.
Aufgrund der großen Nachfrage sind die vorgesehenen Fördermittel bereits ausgeschöpft. Die für die Antragstellung verantwortliche WIBank nimmt keine neuen Anträge mehr an. Eine Fortsetzung des Programms ist für Herbst 2025 geplant.

Fördermittel für Beratungsleistungen

Mit der PIUS-Beratungsförderung erhalten hessische KMU aus Produktion, Handel und Dienstleistungen einen Zuschuss für eine Umweltberatung zur Energie- und Ressourceneffizienz. Die externen Berater analysieren alle Stoffkreisläufe im Unternehmen und Identifizieren innovative Technologien, um den Rohstoff-, Energie- und Wasserverbrauch zu senken sowie Abfall und Ausschuss in der Produktion zu reduzieren. Sie dokumentieren ihre Analysen, Technologieempfehlungen und Berechnungen in einem Gutachten, das als Grundlage für die Beantragung von Investitionsbeihilfen dient. Die Zuwendung wird als Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung als nicht rückzahlbarer Zuschuss zu den zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt. Der Fördersatz beträgt bis zu 60 Prozent. Bei Beratungen darf die Zuwendung 600 Euro pro Beratungstagewerk nicht übersteigen.
RKW Hessen und Antragstellung WIBank.
Das Land Hessen unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups, Selbstständige und Freiberufler/innen durch eine bis zu 50 Prozent geförderte Beratung auf dem notwendigen Weg in Richtung nachhaltiges Wirtschaften. Mögliche Inhalte der geförderten Beratung sind die Nachhaltigkeitsberichterstattung, die Nachhaltigkeitskommunikation oder die nachhaltige Aufstellung der Lieferkette.

Letzte Aktualisierung: Juli 2026