Azubis als Botschafter*innen des Wandels
„Circularity Scouts“ auf Siegeskurs
Mit einer Preisverleihung auf dem Alnatura Campus endete das Pilotprojekt Circularity Scouts der IHK Darmstadt. Die vier ausgezeichneten Projektideen zum Thema Circular Economy der südhessischen Azubis stellen wir im Folgenden vor.
Freuen sich über die Auszeichnung (von links nach rechts): Maria-Lucia Othmann (Nosta Logistics), Linus May (Nosta Logistics), Sudenaz Ramadan (Jakob Maul), Luca Palazzolo (Riese und Müller), Alexandra Harrop (entega).
In den vergangenen Monaten wurden die Auszubildenden zu Botschafter*innen des Wandels: Ausgestattet mit fundiertem Wissen aus fünf Tagesmodulen rund um die Circular Economy begaben sich 17 südhessische Azubis auf die Suche nach innovativen Projektideen für ihre eigene Unternehmen.
Ihre Konzepte präsentierten sie anschließend vor einer interdisziplinär besetzten Jury. Vier besonders kreative und durchdachte Projektideen überzeugten die Jury schließlich und wurden im Rahmen der Preisverleihung ausgezeichnet – den dritten Platz teilten sich zwei Teams.
Das sind die Gewinner*innen und ihre Ideen:
Platz 1: RadRetter – Luca Palazzolo von Riese & Müller, Mühltal
Luca Palazzolos Idee baut auf der bestehenden RX Connect App des E-Bike-Herstellers Riese & Müller auf, die mit „RadRetter“ um Pflegetipps, Wartungserinnerungen und die Anbindung an lokale Werkstattpartner erweitert werden soll. So rückt das Projekt die Nutzungsphase eines bereits weitgehend zirkulär gedachten Produkts in den Mittelpunkt – und motiviert Kund*innen dazu, ihre E-Bikes länger, bewusster und ressourcenschonender zu nutzen. Die Jury überzeugten vor allem der Fokus auf Werterhalt als Hebel für Zirkularität und die konsequente Nutzerperspektive.
Platz 2: Kaffeebomben – Alexandra Harrop, Manuel Westermann, Samuel Nöslinger, Philip Grünewald von Entega, Darmstadt
Anfallenden Kaffeesatz aus der Kantine sammeln, trocknen und zu sogenannten Kaffeebomben weiterverarbeiten: Das Entega-Team setzt bei einer emissionsintensiven Ressource an, die in nahezu jedem Betrieb anfällt und in der Regel als gewerblicher Abfall kostenpflichtig entsorgt werden muss. Umso wichtiger ist der Versuch, die sinnvolle Nutzung dieser Ressource möglichst zu verlängern. Zum einen sollen die Kaffeebomben bei der Pflege der eigenen Grünflächen andere Düngemittel ersetzen. Als greifbares, einfach verständliches Beispiel eignen sie sich zudem ideal dafür, Kinder und Jugendliche für die Circular Economy zu sensibilisieren. Die Jury überzeugten vor allem die einfache Umsetzbarkeit, der konkrete Beitrag zur Ressourcenschonung und die starke Multiplikatorenwirkung des Projekts. Erste Partnerschulen haben bereits ihr Interesse bekundet.
Platz 3: Pfandsystem für Flipcharts – Sudenaz Ramadan von Jakob Maul, Bad König
Ein Pfandsystem für Flipcharts – eines der Produkte aus der Kategorie Bürobedarf des Unternehmens Jakob Maul – hat sich Sudenaz Ramadan überlegt. Einzelne Elemente sollen ausgetauscht, repariert und wiederverwendet werden, um die Nutzungsdauer zu verlängern. Dabei betrachtete die Auszubildende verschiedene Szenarien, um neben der Einsparung von Ressourcen auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit mitzudenken.
Platz 3: Palettenpfandsystem – Linus May, Maria Othmann und Roijn Tepeli von Nosta Logistics, Viernheim
Die Idee der Auszubildenden von Nosta Logistics setzt ebenfalls auf ein Pfandsystem: Duch gezielte finanzielle Anreize wollen sie Kundinnen und Kunden dazu bewegen, sich für ein nachhaltigeres Mehrwegsystem für Paletten zu entscheiden. Ziel ist es, Einwegpaletten zu reduzieren und die Zirkularität im Logistikprozess zu erhöhen. Damit setzt das Projekt an einem entscheidenden Punkt an: der Frage, wie zirkuläre Lösungen nicht nur entwickelt, sondern auch tatsächlich von Kundinnen und Kunden angenommen werden.
Gemeinsam zum Erfolg: Dank an alle Beteiligten
Das Projekt „Circularity Scouts“ lebt vom Engagement vieler Beteiligter. Unser herzlicher Dank gilt den Projektpartnern – EAD, Wetropa, Riese & Müller, /circular-experience.org, VDI ZRE und TU Darmstadt. Mit ihrem Einsatz und ihrer Praxisnähe haben sie entscheidend dazu beigetragen, Circular Economy für die Auszubildenden greifbar und erlebbar zu machen.
Ebenso danken wir den Ausbildungsbetrieben, die ihren Auszubildenden die Teilnahme ermöglicht, ihnen Vertrauen geschenkt und Raum für eigene Ideen gegeben haben.
Ein besonderer Dank gilt auch unserer Jury: Unternehmerin Carolin Buchsteiner-Pohl, Vorsitzende des IHK-Industrieausschusses, Prof. Dr.-Ing Iris Steinberg von der h_da und Dr. Ulrike Niedner-Kalthoff aus dem Hessischen Wirtschaftsministerium haben die Projekte mit großer Sorgfalt, Fachkompetenz und Wertschätzung bewertet und damit die Leistungen der Teilnehmenden sichtbar gemacht.
Nicht zuletzt danken wir unserem Schirmherrn, Staatsminister Mansoori, der die „Circularity Scouts“ von Anfang an unterstützt hat und sich im Rahmen des vierten Moduls bei Riese & Müller Zeit genommen hat, das Projekt und die Auszubildenden persönlich kennenzulernen.
Das Projekt „Circularity Scouts“ lebt vom Engagement vieler Beteiligter. Unser herzlicher Dank gilt den Projektpartnern – EAD, Wetropa, Riese & Müller, /circular-experience.org, VDI ZRE und TU Darmstadt. Mit ihrem Einsatz und ihrer Praxisnähe haben sie entscheidend dazu beigetragen, Circular Economy für die Auszubildenden greifbar und erlebbar zu machen.
Ebenso danken wir den Ausbildungsbetrieben, die ihren Auszubildenden die Teilnahme ermöglicht, ihnen Vertrauen geschenkt und Raum für eigene Ideen gegeben haben.
Ein besonderer Dank gilt auch unserer Jury: Unternehmerin Carolin Buchsteiner-Pohl, Vorsitzende des IHK-Industrieausschusses, Prof. Dr.-Ing Iris Steinberg von der h_da und Dr. Ulrike Niedner-Kalthoff aus dem Hessischen Wirtschaftsministerium haben die Projekte mit großer Sorgfalt, Fachkompetenz und Wertschätzung bewertet und damit die Leistungen der Teilnehmenden sichtbar gemacht.
Nicht zuletzt danken wir unserem Schirmherrn, Staatsminister Mansoori, der die „Circularity Scouts“ von Anfang an unterstützt hat und sich im Rahmen des vierten Moduls bei Riese & Müller Zeit genommen hat, das Projekt und die Auszubildenden persönlich kennenzulernen.