Theorie trifft Praxis
Duales Studium
Heute im Hörsaal, morgen im Betrieb – das duale Studium macht's möglich. Unternehmen profitieren von Nachwuchstalenten, während junge Menschen beste Chancen auf einen erfolgreichen Berufseinstieg erhalten – ein Gewinn für beide Seiten.
Was ist ein duales Studium?
Ein duales Studium verbindet Theorie und Wissenschaft mit praktischer Erfahrung. Hochschulen bzw. Berufsakademien arbeiten dafür eng mit Praxispartnern zusammen. Beide Lernorte sind im Studienplan zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt, sodass dual Studierende ihr Wissen direkt im Unternehmensalltag anwenden können.
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Studienmodelle
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| Ausbildungsintegrierendes Studium | Praxisintegrierendes (kooperatives) Studium |
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Ausbildung und Studium laufen parallel.
In etwa drei Jahren schließen die Studierenden eine
anerkannte berufliche Ausbildung plus ein Bachelorstudium ab. |
Wechsel zwischen Studium und Praxisphasen im Unternehmen.
Die Studierenden erwerben ausschließlich einen Bachelorabschluss.
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Beispiel-Kammerabschlüsse:
Industriekaufmann/Industriekauffrau,
Mechatroniker/Mechatronikerin, Fachinformatiker/Fachinformatikerin |
Beispiel-Studienrichtungen:
BWL/Wirtschaftswissenschaften,
Bauingenieurwesen/Elektrotechnik/Maschinenbau, Soziale Arbeit/Gesundheit |
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Zeitmodelle
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| Blockmodell | Wochenmodell |
| Mehrwöchige Theorie- und Praxisphasen wechseln semester- oder monatsweise. | Studium und Praxis wechseln tageweise (z. B. drei Tage Betrieb, zwei Tage Hochschule). |
Während des dualen Studiums erhalten Studierende in der Regel eine monatliche Vergütung bzw. ein Ausbildungsgehalt vom Praxisunternehmen. Art und Höhe hängen vom jeweiligen Betrieb ab.
Studienvoraussetzungen
Für den Einstieg in ein duales Studium ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife erforderlich. Auch beruflich Qualifizierte können – je nach Regelung – zugelassen werden.
Interessierte bewerben sich vor Studienstart bei einem passenden Praxisunternehmen. Voraussetzung für die Einschreibung im Studium ist der abgeschlossene Ausbildungs‑ oder Studienvertrag.
Wichtig: Bewerbungsphasen der Unternehmen beginnen oft bereits ein Jahr vor Studienstart.
Praxispartner werden
Duales Studium heißt: Nachwuchskräfte frühzeitig einbinden, gezielt qualifizieren und langfristige Perspektiven im Betrieb schaffen.
Jedes Unternehmen kann – unabhängig von der Unternehmensgröße – Kooperationen mit Hochschulen oder Berufsakademien sowie Ausbildungs- bzw. Praxispartnerschaften mit Studierenden eingehen.
Dazu schließt der Betrieb
- einen Kooperationsvertrag mit der Hochschule/Berufsakademie und
- einen Ausbildungs‑ oder Studienvertrag mit den Studierenden.
Diese Vereinbarungen legen Ablauf, Inhalte sowie Rechte und Pflichten aller Beteiligten fest. Darüber hinaus werden finanzielle Aspekte wie Vergütung, mögliche Zusatzleistungen des Unternehmens und – falls erhoben – anfallende Studiengebühren geregelt.
Was Unternehmen mitbringen sollten
Grundlage eines dualen Studienangebots ist eine interne Bedarfsanalyse. Darin wird festgelegt, in welchen Bereichen qualifizierte Fachkräfte benötigt werden und welche akademischen Abschlüsse dafür erforderlich sind. Auf dieser Basis wird eine passende Hochschule oder Berufsakademie ausgewählt.
Ein erfolgreiches duales Studium erfordert eine enge Zusammenarbeit mit den Bildungsinstitutionen. Durch eine abgestimmte Planung und strukturierte Begleitung der Praxisphasen können Studierende fachlich sinnvoll eingebunden werden. In Kooperation mit der Hochschule lassen sich Studieninhalte zudem gezielt auf die betrieblichen Anforderungen ausrichten.
Unternehmen stellen die fachliche Begleitung während der Praxisphasen sowie eine geeignete Ausstattung sicher (Arbeitsplatz, Arbeitsmittel etc.). Idealerweise betreut eine erfahrene Fachkraft mit gleichem Studienabschluss oder einer vergleichbaren Qualifikation die Studierenden im Arbeitsalltag und steht in regelmäßigem Austausch mit der Hochschule zur inhaltlichen Abstimmung.
Bei ausbildungsintegrierenden dualen Studiengängen ist eine gültige Ausbildungsberechtigung sowie die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) erforderlich.
Der Betrieb setzt die Studierenden in Tätigkeitsfeldern ein, die zu den Studieninhalten passen. Entscheidend ist eine qualitativ hochwertige Praxisausbildung, die gezielt auf den späteren Berufseinsatz vorbereitet.
Unterstützungsangebote für Unternehmen: Die hessischen IHK-Informationsbüros beraten neutral, unabhängig und persönlich zu allen Fragen rund um das duale Studium. Die zuständige Ansprechperson ist im Kontaktbereich dieser Seite aufgeführt.
Im Rahmen der Dachmarke „Duales Studium Hessen“, einer Initiative des Landes Hessen zur Stärkung dualer Studienangebote, beraten die hessischen IHK-Informationsbüros Unternehmen und organisieren Veranstaltungen zum dualen Studium für Schulen – insbesondere an Gymnasien und Gesamtschulen mit Sekundarstufe II.
Das IHK-Informationsbüro Darmstadt koordiniert zudem das regionale Netzwerk Duales Studium Südhessen, in dem neben den Hochschulen und Kammern auch Unternehmen und Schulvertretungen zusammenwirken. Interessierte sind herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen und Teil des Netzwerkes zu werden.
Unternehmensberichte mit dualen Studienprogrammen finden sich hier.
Studieninteressierte
Ein duales Studium verbindet wissenschaftliches Arbeiten mit betrieblicher Praxiserfahrung und schafft damit eine solide Basis für den Berufseinstieg. Neben einer engen Verzahnung von Theorie und Praxis bieten duale Studiengänge finanzielle Sicherheit sowie sehr gute Übernahmemöglichkeiten und Karriereperspektiven.
So läuft der Einstieg ab:
- Praxisunternehmen finden
Etwa 12–18 Monate vor Studienbeginn bei einem Unternehmen bewerben. - Ausbildungs‑ oder Studienvertrag abschließen
Erst dann ist die Einschreibung an der Hochschule/Berufsakademie möglich. - Duales Studium starten – im Block- oder Wochenmodell.
Vertiefende Informationen sowie Einblicke in Studiengänge, Hochschulen/Berufsakademien und zur Bewerbung bietet die Linksammlung im Bereich "Weitere Informationen” auf der rechten Seite.
Berichte zur Studienerfahrung finden sich hier.
Weitere studienbezogene Angebote
Wenn Studienzweifel auftreten
Manchmal können Zweifel aufkommen, ob das gewählte Studium wirklich passt oder ob es passendere Alternativen gibt. Dann kann ein Neustart hilfreich sein – es gibt viele Wege, die neue Perspektiven eröffnen:
- Duale Ausbildung
- Externenprüfung
- Berufliche Fortbildung oder
- der Schritt in die Selbstständigkeit
Die IHK Darmstadt ist Teil des Darmstädter Beratungsnetzwerkes und unterstützt bei der Orientierung, zeigt verschiedene Möglichkeiten auf und hilft dabei, die eigene berufliche Zukunft klarer zu sehen.
Einmal im Monat findet eine gemeinsame offene Sprechstunde direkt auf dem Campus der Technischen Universität bzw. der Hochschule Darmstadt statt. Die nächsten Beratungstermine gibt es hier.
Fördermöglichkeiten mit dem Deutschlandstipendium
Talentierte Studierende können mit 300 Euro monatlich gefördert werden – je zur Hälfte finanziert durch Arbeitgeber und den Bund. Gleichzeitig können Betriebe frühzeitig Kontakte zu potenziellen zukünftigen Fachkräften aufbauen. Weitere Infos hier.