Netzwerke
Netzwerke im ländlichen Raum
Initiativen vernetzen die Brandenburger Landwirtschaft, fördern Innovation, Nachhaltigkeit, Direktvermarktung und Landtourismus und stärken die regionale Agrarwirtschaft.
In Brandenburg hat die Landwirtschaft eine große Bedeutung. Die 5300 brandenburgischen Landwirte bewirtschaften laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg fast 1,3 Millionen Hektar und damit 45 Prozent der Fläche des Landes. Die Branche ist im Umbruch, einerseits durch die anstehende Transformation in Richtung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise, andererseits durch ökonomischen Druck auf den Märkten. Mit Innovationen ist es oft leichter, auch in einem schwierigen Umfeld zu bestehen. Eine Reihe von Akteuren und Netzwerken unterstützt die Agrarbetriebe bei Neuerungen und Vermarktung.
Pro Agro
Ziel des Verbands Pro Agro e.V. ist, den ländlichen Raum in der Region Brandenburg-Berlin zu fördern, die Produzenten zu vernetzen sowie regionale Produkte und landtouristische Angebote zu vermarkten. Dem 1992 gegründeten Verband gehören Unternehmen, Vereine und Verbände der Bereiche Landtourismus, Landgasthöfe, Pferdehöfe, Direktvermarktung sowie Agrar- und Ernährungswirtschaft an. Dazu tritt Pro Agro nach eigenen Angaben jedes Jahr auf über 40 Messen, Märkten und Veranstaltungen auf. Einer der jährlichen Schwerpunkte ist die Vorbereitung und Durchführung der Brandenburger Landpartie, die gemeinsam mit dem Landesbauernverband und dem Landfrauenverband organisiert wird, um Besucher an einem Wochenende zu einem Besuch bei Landwirtschaftsbetrieben, Gärtnereien, Hofläden und Direktvermarktern anzuregen. Erstellt werden Kataloge und Broschüren wie „Landurlaub Brandenburg“, „Pferdeland Brandenburg“ sowie „Brandenburger Ausflugsplaner“. Pro Agro ist für die Qualifizierung und Zertifizierung ländlicher Betriebe zuständig und veröffentlicht Trendumfragen in Form eines Branchenbarometers.
Info: proagro.de
Info: proagro.de
LuTraCo
Auf die Lausitz konzentriert ist das Programm LuTraCo (Lusitza Trans Connect). Es unterstützt den Transformationsprozess der Region. Ziel von LuTraCo ist es, innovative und umweltfreundliche Lösungen in Bereichen wie Landwirtschaft, Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft und Energie zu fördern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Stärkung der Region durch Vernetzung und Projekte in der Land- und Ernährungswirtschaft. Das Programm wird durch Fördermittel aus dem Programm STARK (Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten) unterstützt.
Info: lutraco.de
Info: lutraco.de
ZALF
Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF) e.V. in Müncheberg widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung von Ökosystemen in Agrarlandschaften. Ziel der auf das 1928 gegründete Kaiser-Wilhelm-Institut für Züchtungsforschung zurückgehenden Einrichtung, der nach dem Zweiten Weltkrieg die Zentralforschungsanstalt für Acker- und Pflanzenbau folgte, ist die Entwicklung ökologisch und ökonomisch tragfähiger Landnutzungssysteme. Dabei geht es unter anderem um Wechselwirkungen zwischen Kulturpflanzen, Mikroorganismen und Böden, um Konflikte im Zusammenhang mit der Landnutzung und um die Entwicklung von Ideen für die Agrarlandschaft der Zukunft. Auf dem Gelände des ZALF in Müncheberg befindet sich auch eine Obstbauversuchsanstalt.
Info: zalf.de/de/Seiten/ZALF.aspx
Info: zalf.de/de/Seiten/ZALF.aspx
Grüne Woche
Vom 16. bis zum 25. Januar findet in Berlin die Grüne Woche statt – und feiert damit ihr 100-jähriges Jubiläum. 1926 öffnete die Messe für Landwirtschaft und Ernährung erstmals ihre Tore. Jedes Jahr im Januar, wenn die Arbeit auf den Feldern ruht, zeigen seither Landwirte und Verarbeiter ihre Produkte und Neuheiten, unterbrochen nur 1938 wegen der in diesem Jahr grassierenden Maul- und Klauenseuche, in den Kriegs- und Nachkriegsjahren 1940 bis 1947 und durch größere Umbauten noch einmal 1950.
Die Grüne Woche gilt bis heute als die international wichtigste Messe der Branche, mit nach Angaben der Veranstalter zuletzt 1500 Ausstellern aus über 50 Ländern, die auf 119.000 Quadratmetern Bruttofläche ausstellen und 310.000 Gäste anlocken.
Das Land Brandenburg spielt mit einer eigenen Halle auf der Grünen Woche regelmäßig eine große Rolle. Vertreten sind die Land- und Ernährungswirtschaft, der Gartenbau und das Fischereiweisen, außerdem Genuss- und Landgastronomie, Landtourismus und Freizeitanbieter.
Info: gruenewoche.de/de
Die Grüne Woche gilt bis heute als die international wichtigste Messe der Branche, mit nach Angaben der Veranstalter zuletzt 1500 Ausstellern aus über 50 Ländern, die auf 119.000 Quadratmetern Bruttofläche ausstellen und 310.000 Gäste anlocken.
Das Land Brandenburg spielt mit einer eigenen Halle auf der Grünen Woche regelmäßig eine große Rolle. Vertreten sind die Land- und Ernährungswirtschaft, der Gartenbau und das Fischereiweisen, außerdem Genuss- und Landgastronomie, Landtourismus und Freizeitanbieter.
Info: gruenewoche.de/de
Text: Brandenburg Media/Ulrich Nettelstroth