Aktuell sind wieder massenhaft Phishing-Mails im Umlauf, die vorgeblich im Namen der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) versendet werden. Mehr dazu hier.
Nr. 7104312

1848

  • 11. Februar 1848 | Gesetzliche Grundlage: königliche „Verordnung über die Errichtung von Handelskammern“

    1848

    11. Februar 1848 | Gesetzliche Grundlage: königliche „Verordnung über die Errichtung von Handelskammern“

    Die Verordnung über die Errichtung von Handelskammern vom 11. Februar 1848 des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. (1840–1861) eröffnete den Weg in Richtung einer neuen strukturierten Wirtschaftspolitik. Die zu errichtenden Handelskammern sollten Wirtschaftsberichte an die Regierung senden, um an besseren Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen zu arbeiten.

1851

  • 15. August 1851 | Gründungserlass durch König Friedrich Wilhelm IV.

    Der Gründungserlass durch Friedrich Wilhelm IV.
    Der Gründungserlass durch Friedrich Wilhelm IV. IHK Cottbus

    1851

    15. August 1851 | Gründungserlass durch König Friedrich Wilhelm IV.

    „Auf Ihren Bericht vom 11. August d. J. genehmige ich die Errichtung einer Handelskammer für den Kreis Cottbus. Die Handelskammer nimmt ihren Sitz in der Stadt Cottbus. Sie soll aus sieben Mitgliedern bestehen, für welche vier Stellvertreter gewählt werden.”
    Noch im November 1851 fanden die ersten Mitglieder-Wahlen statt, und am 16. März 1852 nahm die Handelskammer mit der ersten Plenarsitzung im Cottbuser Rathaus ihre Tätigkeit auf. Vorausgegangen waren zehnjährige Verhandlungen und Gespräche, in denen manches Hindernis aus dem Weg zu räumen war. Die Gründung fiel in eine Zeit des Aufschwungs, der v.a. von der Textilindustrie, bald auch von der Braunkohle getragen wurde.
    Zum ersten Vorsitzenden wurde Kommerzienrat Julius Krüger, Kaufmann in Cottbus, gewählt; zu seinem Stellvertreter der Kaufmann Friedrich Dreifert. Insgesamt hatte die erste Handelskammer Cottbus elf Mitglieder, darunter sechs Kaufleute, vier Fabrikanten und einen Buchhändler (Eduard Meyer). Bis auf George Berger aus Peitz waren sie alle in Cottbus ansässig. Ihre Wahl wurde am 24. Januar 1852 von der königlichen Regierung in Frankfurt/Oder offiziell bestätigt.

  • November 1851 | Erste Kammerwahlen

    Erster Vorsitzender der Kammer: Kommerzienrat Julius Krüger, Cottbuser Kaufmann
    Erster Vorsitzender der Kammer: Kommerzienrat Julius Krüger, Cottbuser Kaufmann IHK Cottbus

    1851

    November 1851 | Erste Kammerwahlen

    Die Amtszeit ihrer Mitglieder dauerte drei Jahre. Allerdings wollte man vermeiden, dass alle Mitglieder auf einmal wechselten, so dass die ersten Neuwahlen bereits nach einem Jahr abgehalten wurden.

1852

  • März 1852 | Erste Plenarsitzung – Erste Aktivitäten der Kammer

    Cottbuser Bahnhof um 1880
    Cottbuser Bahnhof um 1880 IHK Cottbus

    1852

    März 1852 | Erste Plenarsitzung – Erste Aktivitäten der Kammer

    Nach ihrer Gründung richtete die Handelskammer zu Cottbus den Blick zunächst auf eine umfassende Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen Lage von Handel und Gewerbe im Kammerbezirk. Auf dieser Grundlage formulierte sie früh konkrete Forderungen zur Verbesserung der ökonomischen Rahmenbedingungen. Dazu zählten insbesondere die Verlegung des Wollmarktes nach Cottbus in eine günstigere zeitliche Lage zwischen den Breslauer und Berliner Märkten, die einheitliche Festlegung von Messeterminen im Zollverein auf bestimmte Kalendertage sowie eine zeitgemäße Reform der Regelungen zum Hausierhandel.
    Darüber hinaus verstand sich die Kammer von Beginn an als aktive Interessenvertretung der regionalen Wirtschaft gegenüber dem Staat. Sie setzte sich etwa mit Denkschriften und Petitionen für den dringend benötigten Anschluss an das Eisenbahnnetz ein, der als entscheidender Faktor für den Transport von Rohstoffen und den Absatz von Waren galt. Auch der Ausbau moderner Kommunikationsmittel wie Telegrafenverbindungen wurde eingefordert, um die Region besser in überregionale Handelsstrukturen einzubinden.
    Vertreter der Kammer suchten zudem den direkten Dialog mit politischen Entscheidungsträgern, um ihre Anliegen vorzutragen und Nachdruck zu verleihen. Mit dieser Kombination aus Analyse, konkreten Forderungen und politischer Einflussnahme trug die Kammer dazu bei, die strukturschwache, noch stark landwirtschaftlich geprägte Region wirtschaftlich zu stärken und die Entwicklung von Handel und Industrie nachhaltig zu fördern. Auch Ausbildung und Unterricht sah sie als wichtige Betätigungsfelder und koordinierte verschiedene Aktivitäten auf dem Ausbildungssektor, dabei machte sie sich u.a. für eine Handelsschule und Webschule in Cottbus stark.

1887

  • 1. April 1888 | Erweiterung des Kammerbezirks

    Panorama auf das Gubener Firmengelände von Carl Gottlob Wilke, erfolgreicher Wollhut-Fabrikant
    Gubener Firmengelände von Carl Gottlob Wilke, erfolgreicher Wollhut-Fabrikant IHK Cottbus

    1887

    1. April 1888 | Erweiterung des Kammerbezirks

    Mit Wirkung vom 1. April 1888 wurde der Bezirk der Handelskammer Cottbus um die Kreise Calau und Spremberg erweitert; zugleich firmierte sie fortan als „Handelskammer für die Niederlausitz zu Cottbus“. Grundlage war ein ministerieller Erlass vom 3. Dezember 1887, der die Anpassung bestätigte. Die Zahl der gewählten Mitglieder stieg von zwölf auf 21: Neun entfielen auf den Wahlbezirk Cottbus, jeweils sechs auf Spremberg und Calau.

1897

  • Bezug eigener Räumlichkeiten

    Kaiser-Wilhelm-Platz 57 – heute Brandenburger Platz in Cottbus
    Kaiser-Wilhelm-Platz 57 – heute Brandenburger Platz in Cottbus IHK Cottbus

    1897

    Bezug eigener Räumlichkeiten am Kaiser-Wilhelm-Platz 57

    Mit wachsendem Arbeitsaufkommen stellte die Kammer 1897 erstmals einen hauptamtlichen Sekretär ein und erledigte ihre Arbeit fortan in Geschäftsräumen am Kaiser-Wilhelm-Platz 57 in Cottbus.

1898

  • 1. April 1898 | Erweiterung des Kammerbezirkes um die Kreise Luckau und Lübben

    1898

    1. April 1898 | Erweiterung des Kammerbezirkes um die Kreise Luckau und Lübben

    Auch die Kreise Luckau und Lübben traten der Kammer bei. Anlass war ihr gewandeltes Interesse an der inzwischen erfolgreich arbeitenden Handelskammer, insbesondere wegen deren Engagements für Verkehrswege sowie Geld- und Kreditwesen. Mit Wirkung vom 1. April 1898 firmierte die Kammer nun als „Handelskammer für die westliche Niederlausitz in Cottbus“. Die Zahl der gewählten Mitglieder erhöhte sich von 21 auf 30. Gleichzeitig wurde eine neue Geschäftsordnung eingeführt.

1924

  • Zusammenschluss der IHK Cottbus mit der IHK Sorau

    1924

    Zusammenschluss der IHK Cottbus mit der IHK Sorau

    1924 kam es zu einer weiteren grundlegenden Veränderung: Die Handelskammern in Cottbus und Sorau wurden zur „Industrie- und Handelskammer für die Niederlausitz“ mit Sitz in Cottbus zusammengeschlossen. Damit setzte sich die Cottbuser Kammer als zentraler Standort durch, während Sorau seine Eigenständigkeit verlor – trotz langjähriger Widerstände und der Betonung eigener wirtschaftlicher Stärke, insbesondere in der Leinen- und Glasindustrie. Die Fusionsidee bestand bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts, wurde aber erst nach dem Ersten Weltkrieg erneut aufgegriffen und schließlich 1924 umgesetzt. Ausschlaggebend waren vor allem Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen. Gleichzeitig brachte ein neues Kammergesetz strukturelle Änderungen: Die Wahlen erfolgten nun nach Branchen statt nach Regionen. Die neu formierte IHK verfügte Mitte der 1920er Jahre über rund 900 Mitgliedsunternehmen je ehemaligem Bezirk.

  • Einzug in das Gebäude Sandower Straße 23 (Ecke Goethestraße)

    Die Villa ist als Teil des IHK-Gebäudekomplexes bestehen geblieben.
    Die Villa ist als Teil des IHK-Gebäudekomplexes bestehen geblieben. IHK Cottbus

    1924

    Einzug in das Gebäude Sandower Straße 23 (Ecke Goethestraße)

    Trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen – insbesondere der Nachwirkungen der Inflation – bezog die Kammer 1924 mit dem Gebäude in der Sandower Straße 23 in Cottbus ihren neuen Sitz, der bis heute genutzt wird. Mit dem Einzug in die einstige Villa des Tuchfabrikanten Joachim Hermann Ruff kam die Kammer in Anbetracht umfangreicherer Tätigkeiten auch den gestiegenen Repräsentationsansprüchen nach. Vor dem Erwerb gehörte die Villa dem Großkaufmann Friedrich Albert Liersch, über 18 Jahre stellvertretender Vorsitzender der IHK.

1927

  • Erste Handlungsgehilfen-Prüfungen durch die Kammer

    1927

    Erste Handlungsgehilfen-Prüfungen durch die Kammer

    Einen neuen Schwerpunkt setzte die IHK ab Mitte der 1920er Jahre im Ausbildungs- bzw. Prüfungswesen. Im Frühjahr 1927 fanden erstmals von der Kammer organisierte Prüfungen von Handlungsgehilfen statt.

1933

  • Machtergreifung der Nationalsozialisten / Hans Kehrl (NSDAP) wird IHK-Präsident

    IHK-Präsident und NSDAP-Mitglied: Tuchfabrikant Hans Kehrl
    IHK-Präsident und NSDAP-Mitglied: Tuchfabrikant Hans Kehrl IHK Cottbus

    1933

    Machtergreifung der Nationalsozialisten / Hans Kehrl (NSDAP) wird IHK-Präsident

    Im April 1933 wurde die IHK Cottbus per Erlass des Reichswirtschaftsministeriums gezwungen, Neuwahlen abzuhalten. Der Grund, war der Wunsch nach einem reibungslosen Zusammenarbeiten der Kammer mit der nationalen Regierung. Die gerade erst wiedergewählte Führungsspitze der Kammer musste ihre Ämter mit sofortiger Wirkung niederlegen. Der jüdische IHK-Präsident Alexander Lewin verlor sein Amt. Zur Neuwahl der Vollversammlung durfte er nicht mehr antreten, ebenso wie drei weitere jüdische Mitglieder des IHK-Ehrenamts, die Gubener Tuch- bzw. Lederfabrikanten Arthur Engel und Emanuel Meyer sowie Peter Leibholz, Inhaber einer Tuchfabrik in Sommerfeld/Niederlausitz. Die erzwungenen Neuwahlen brachten das von den Nationalsozialisten erwünschte Ergebnis: Die Vollversammlung der IHK für die Niederlausitz hatte ab Mai 1933 eine deutlich veränderte, den neuen Machthabern genehme Zusammensetzung. Von den sechs Mitgliedern des Präsidiums gehörten nunmehr vier der NSDAP an. NSDAP-Mitglied war auch der neue Präsident, der Cottbuser Tuchfabrikant Hans Kehrl.

1934

  • Durchsetzung des "Führerprinzips" in der IHK Cottbus

    NS-Beflaggung an einem Geschäftshaus in Cottbus, ca. 1935
    NS-Beflaggung an einem Geschäftshaus in Cottbus, ca. 1935 IHK Cottbus

    1934

    Durchsetzung des "Führerprinzips" in der IHK Cottbus

    Der IHK-Vorsitzende und seine Stellvertreter wurden ganz im Sinne des „Führerprinzips“ nicht mehr von den Kammermitgliedern gewählt, sondern durch den Reichswirtschaftsminister eingesetzt. An die Stelle der gewählten Vollversammlung trat ein 30köpfiger Beirat ohne größere Befugnisse, dessen Mitglieder vom Vorsitzenden selbst berufen wurden. Die IHK für die Niederlausitz wurde somit immer stärker zu einem Teil des nationalsozialistischen Herrschaftsapparates, dessen Ideologie fortan auch das Handeln der Kammer bestimmen sollte. Auch die Zusammensetzung der Belegschaft der IHK änderte sich aufgrund direkter Eingriffe des NS-Regime. So folgte die Kammer widerspruchslos der Anordnung, bevorzugt „alte Kämpfer der Bewegung“, d.h. langjährige Mitglieder der NSDAP einzustellen. Gewisse Vorbehalte von Lausitzer Unternehmern gegenüber den Nationalsozialisten, insbesondere wegen deren oft diffusen wirtschaftspolitischen Vorstellungen und zahlreicher staatlichen Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen, gab es. Viele Maßnahmen des NS-Regimes fanden aber durchaus die Billigung der Wirtschaft - sei es die Zerschlagung der freien Gewerkschaften im Mai 1933, der staatlichen Investitionsprogramme und auch das Autarkiestreben der Nationalsozialisten, d.h. die zunehmende Abschottung von internationalen Märkten. Hans Kehrl bestimmte von 1933 bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1943 diktatorisch den Kurs der Kammer. Gleichzeitig machte er im NS-Staat als Wirtschaftsfunktionär Karriere.

1936

  • Erste Industrie-Facharbeiter-Prüfungen durch die Kammer

    1936

    Erste Industrie-Facharbeiter-Prüfungen durch die Kammer

    Zu den Aufgaben der Einzelhandelsvertretung gehörte auch die Förderung der Berufsausbildung. Bereits seit 1927 führte die Kammer Prüfungen für Kaufmannsgehilfen durch; 1935 übernahm sie staatlich die Aufsicht über das gesamte Ausbildungs- und Prüfungswesen im Bezirk. Dafür richtete sie eigene Prüfungsämter ein, führte eine Lehrlingsstammrolle und stellte ein verbindliches Reichseinheitsformular für Lehrverträge bereit. Im selben Jahr reformierte die Kammer das Prüfungsverfahren grundlegend: Statt reiner Frage-Antwort-Prüfungen wurde eine praxisnahe „Ladenprüfung“ im Arbeitsumfeld des Prüflings eingeführt. 1936 legten 267 junge Menschen die Prüfung ab, darunter bereits 46% Frauen. 1938 überstieg die Zahl der weiblichen Prüflinge erstmals die der Männer. Dies weist auf einen deutlichen Emanzipationseffekt der damaligen Arbeitsmarktpolitik hin – entgegen der offiziellen NS-Ideologie.

1938

  • Beteiligung der IHK an "Arisierungen"

    1938

    Beteiligung der IHK an "Arisierungen"

    Seit 1933 betrieben die Nationalsozialisten durch diskriminierende Gesetze die schrittweise Verdrängung jüdischer Unternehmer aus der Wirtschaft, die sich ab 1935 deutlich radikalisierte, wie etwa durch den Boykott jüdischer Geschäfte. Auch Industrie- und Handelskammern waren daran beteiligt, wenngleich in unterschiedlichem Ausmaß – und für die IHK Niederlausitz nur grob nachvollziehbar. Jüdische Geschäftsleute spielten in Brandenburg und der Lausitz, etwa in der Tuchindustrie in Cottbus und Guben, eine bedeutende Rolle. 1933 zählte die jüdische Gemeinde in Cottbus 383 Mitglieder. Mit dem Novemberpogrom 1938 begann eine neue Eskalationsstufe: Synagogen wurden zerstört, Geschäfte geplündert, Menschen verschleppt. Die „Arisierung“ wurde systematisch vorangetrieben: jüdische Betriebe mussten schließen oder wurden zwangsweise weit unter Wert verkauft, häufig unter Verfügungsbeschränkungen. Seit 1939 war Juden wirtschaftliche Tätigkeit weitgehend verboten. Die IHK trug zur Umsetzung bei, etwa durch Weitergabe einschlägiger Verordnungen und durch ihre Registerfunktion. Präsident Hans Kehrl unterstützte offen die NS-Politik. Insgesamt leistete die Kammer zumindest Beihilfe zu erzwungenen Unternehmensübertragungen, von denen viele Profiteure aus Mittelstand und Wirtschaft hervorgingen, während jüdische Unternehmer wirtschaftlich ruiniert wurden.

1939-1945

  • Zweiter Weltkrieg: Beteiligung der IHK am Zwangsarbeiter-Einsatz

    Kriegszerstörungen in Cottbus (Berliner Platz)
    Kriegszerstörungen in Cottbus (Berliner Platz) IHK Cottbus

    1939-1945

    Zweiter Weltkrieg: Beteiligung der IHK am Zwangsarbeiter-Einsatz

    Während des Zweiten Weltkriegs wurden neben Kriegsgefangenen zahlreiche zivile Zwangsarbeiter, vor allem aus Polen und der Sowjetunion, in der Wirtschaft eingesetzt. Genaue Zahlen für die Niederlausitz fehlen, doch allein in Cottbus arbeiteten bis Ende 1944 rund 5.500 „Ostarbeiter/innen“ in über 30 Betrieben, untergebracht in etwa 25 Lagern mit oft unmenschlichen Bedingungen. Die Organisation des Arbeitseinsatzes lag vor allem bei Arbeitsämtern, der Deutschen Arbeitsfront und zentralen NS-Behörden. Die IHK war vor allem indirekt beteiligt, etwa durch die Weitergabe von Verordnungen und die Überwachung ihrer Einhaltung. Hinweise in den Akten zeigen, dass die Kammer entsprechende Vorschriften an Betriebe kommunizierte und damit zur Umsetzung des Zwangsarbeitssystems beitrug.

  • März 1934 | Auflösung der IHK Cottbus

    März 1943

    Auflösung der IHK Cottbus

    Nach der Niederlage von Stalingrad und der Ausrufung des „totalen Krieges“ im Februar 1943 wurde die deutsche Wirtschaft vollständig auf die Kriegs- und Rüstungsproduktion ausgerichtet. Parallel dazu wurden die bestehenden Wirtschaftsorganisationen neu strukturiert, um Entscheidungs- und Befehlswege zu verkürzen. Kritik an Doppelstrukturen führte zu einer umfassenden Neuordnung. Im April 1943 wurden die 111 Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern aufgelöst und in sogenannte Gauwirtschaftskammern überführt. Die IHK für die Niederlausitz ging in der „Gauwirtschaftskammer Berlin-Brandenburg“ mit Sitz in Berlin auf. Mit Erlass vom 22. März 1943 verfügte Reichswirtschaftsminister Walther Funk offiziell die Auflösung der IHK Cottbus zum 31. März 1943

  • Oktober 1945 | Gründung der "IHK der Provinz Mark Brandenburg"

    Oktober 1945

    Gründung der "IHK der Provinz Mark Brandenburg"

    Nach Kriegsende wurden die Industrie- und Handelskammern neu aufgebaut, jedoch stark in das staatliche System eingebunden. 1945 entstand die IHK der Provinz Mark Brandenburg mit Sitz in Potsdam. Die Gründung erfolgte unter maßgeblichem Einfluss der sowjetischen Besatzungsmacht. Im Fokus standen Aufgaben wie Beratung und Gutachten, sie erhielten aber zunehmend auch politische und wirtschaftslenkende Funktionen und wirkten an Planung, Kontrolle und Überwachung der Betriebe mit, etwa im Rahmen des Zweijahresplans 1949/50. Damit wurden sie Teil der zentral gesteuerten Planwirtschaft. Zugleich blieb die IHK begrenzt Interessenvertretung der Privatwirtschaft, etwa bei Eingaben gegenüber Behörden. Mit der Ausgliederung volkseigener Betriebe ab 1948 beschränkte sich ihre Zuständigkeit auf private Unternehmen.

1946

  • April 1946 | Eröffnung der IHK-Bezirksgeschäftsstelle Cottbus

    April 1946

    Eröffnung der IHK-Bezirksgeschäftsstelle Cottbus

    Die IHK der Provinz Mark Brandenburg mit Sitz in Potsdam, erhielt eine Bezirksstelle in Cottbus.

1949

  • Einbeziehung der IHK in das System der zentralistischen Wirtschaftslenkung

    1949

    Einbeziehung der IHK in das System der zentralistischen Wirtschaftslenkung

    Mit dem Zweijahresplan 1949/50 wandelte sich die IHK Cottbus grundlegend: Sie wurde in das System der staatlich gelenkten Planwirtschaft eingebunden und entwickelte sich von der Interessenvertretung der Privatwirtschaft zu einem Instrument staatlicher Wirtschaftslenkung. Zu ihren zentralen Aufgaben gehörten nun die Sortimentsplanung, die Überwachung von Produktions- und Materialplänen sowie die Organisation von Leistungswettbewerben in privaten Betrieben. Zugleich nahm die staatliche Kontrolle über die Wirtschaft stark zu, begleitet von Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen gegen Planvorgaben. Die IHK erhielt zunehmend Behördencharakter und war zudem in politische Kampagnen eingebunden. Parallel dazu sank die Zahl der Mitgliedsbetriebe deutlich: Anfang 1949 waren noch 2.084 Betriebe registriert, bis März fiel ihre Zahl bereits auf 1.846. Hauptursachen waren Enteignungen und erzwungene Geschäftsaufgaben, die den privaten Sektor zunehmend zurückdrängten.

1953

  • August 1953 | Gründung der "IHK der DDR"

    Einzelhändler mit einem Siegelartigen Bild in der Hand.
    Ab 1956 warb die IHK für den „Kommissionshandel“. Einzelhändler schlossen mit der staatlichen Handelsorganisation (HO) Lieferverträge IHK Cottbus

    August 1953

    Gründung der "IHK der DDR"

    1953 wurde die „Industrie- und Handelskammer der DDR“ als zentrale, staatlich beaufsichtigte Organisation gegründet; regionale Bezirksdirektionen wie in Cottbus wurden in dieses zentralistische System eingebunden. Die IHK übernahm dabei eine doppelte Funktion: Einerseits beriet sie staatliche Stellen etwa zu Materialversorgung, Finanzierung und Unternehmensstruktur, andererseits unterstützte sie private Betriebe bei der Umsetzung der staatlichen Planvorgaben, etwa in Vertragsfragen, Ausbildung oder bei Messen. Zugleich war sie maßgeblich an der Lenkung und Kontrolle der Privatwirtschaft beteiligt, indem sie Planvorschläge erarbeitete, über die Planerfüllung berichtete und zunehmend direkt auf unternehmerische Entscheidungen einwirkte. Ein zentraler Schwerpunkt lag zudem in der politischen Einflussnahme: Die IHK warb aktiv für staatliche Beteiligungen und den Kommissionshandel und übernahm damit eine wichtige Rolle bei der Durchsetzung der SED-Wirtschaftspolitik. Damit trug sie zur schrittweisen Integration privater Betriebe in die Planwirtschaft bei – und zugleich zu deren Rückgang, da verstaatlichte oder „halbstaatliche“ Unternehmen aus der Kammer ausschieden.

1972

  • Verstaatlichungswelle

    1972

    Verstaatlichungswelle

    1972 markierte die Verstaatlichungswelle einen tiefen Einschnitt für Wirtschaft und IHK in der DDR. Unter Erich Honecker wurde die zuvor teilweise reformorientierte Wirtschaftspolitik beendet und ein streng zentralisiertes System durchgesetzt. Innerhalb weniger Monate wurden nahezu alle verbliebenen Privat- und halbstaatlichen Betriebe verstaatlicht – insgesamt über 10.000 Unternehmen. Die IHK stellte sich diesem Prozess nicht entgegen, sondern unterstützte die staatlichen Maßnahmen aktiv durch Informations- und Überzeugungsarbeit gegenüber den Unternehmern. Zwar erhielten viele frühere Eigentümer Leitungsfunktionen in den nun volkseigenen Betrieben und begrenzte Entschädigungen, doch bedeutete die Verstaatlichung faktisch das Ende der privaten Wirtschaft als relevanter Faktor. Mit dem Wegfall der privaten Betriebe verlor die IHK einen Großteil ihrer Mitgliederbasis und ihrer ursprünglichen Funktion als Interessenvertretung. Zugleich wurde sie endgültig in das staatliche Wirtschafts- und Lenkungssystem integriert.

1983

  • Umwandlung in "Handels- und Gewerbekammer"

    1983

    Umwandlung in "Handels- und Gewerbekammer"

    Im Jahr 1983 erfolgte die Umbenennung in „Handels- und Gewerbekammer“, ohne wesentliche Änderungen an Struktur und Aufgaben. Die Kammer blieb Teil des staatlichen Systems, wobei auch die Staatssicherheit über informelle Mitarbeiter Einblick in interne Vorgänge hatte. Bis 1989 sank die Mitgliederzahl leicht auf rund 1.950 Betriebe, überwiegend aus Einzelhandel, Gastronomie und Transportgewerbe. Damit spiegelte die Kammer den „Restbestand“ privater Wirtschaft in der DDR wider.

1990

  • Januar 1990 | Wiedergründung der Industrie- und Handelskammer Cottbus

    Beratung in den Räumen der neu entstandenen IHK Cottbus.
    Beratung in den Räumen der neu entstandenen IHK Cottbus um 1990. IHK Cottbus

    Januar 1990

    Wiedergründung der Industrie- und Handelskammer Cottbus

    Die friedliche Revolution 1989/90 leitete auch für die IHK Cottbus einen grundlegenden Umbruch ein und machte eine neue Interessenvertretung der Wirtschaft erforderlich. Bereits im Januar 1990 gründeten engagierte Unternehmer einen vorläufigen Vorstand und belebten die Industrie- und Handelskammer neu.
    In der Transformationsphase übernahm die IHK eine zentrale Rolle: Sie unterstützte Unternehmensgründungen, beriet Betriebe und trug zum Aufbau marktwirtschaftlicher Strukturen bei. Angesichts zahlreicher Neugründungen und großer Unsicherheit entwickelte sie sich rasch zu einer wichtigen Anlaufstelle für Unternehmer und orientierte sich dabei an Erfahrungen westdeutscher Kammern. Zugleich etablierte sich die IHK als zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik. Sie begleitete die Privatisierung ehemaliger Staatsbetriebe, beriet zu Finanzierung, Förderung und Markterschließung und unterstützte die Internationalisierung regionaler Unternehmen.
    Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Innovation und Fachkräftesicherung: Durch Kooperationen mit Hochschulen, ihr Engagement in der Ausbildung sowie den Aufbau eines eigenen Bildungszentrums trug die IHK maßgeblich zur Entwicklung einer mittelständisch geprägten Wirtschaftsstruktur in der Region bei.

1993

  • Gründung des IHK-Bildungszentrums / umfängliche Sanierung

    Sanierung des IHK-Bildungszentrums im Jahr 1995
    Sanierung des IHK-Bildungszentrums im Jahr 1995 IHK Cottbus

    1993

    Gründung des IHK-Bildungszentrums - bis 1996 umfängliche Sanierung

    Die Sicherung von Ausbildungsplätzen war für die IHK eine dauerhafte Herausforderung, die intensives Engagement bei den Betrieben erforderte. 1993 gründete sie zur Stärkung der Qualifizierung die IHK-Bildungszentrum GmbH und begann mit dem Aufbau eines eigenen Bildungszentrums. Übergangsweise arbeitete die Kammer unter beengten Bedingungen unter anderem in der sogenannten „Barackenstadt“, bevor 1996 das neue Bildungszentrum eröffnet wurde.

1994

  • Erwerb der Villa Sasse als IHK-Sitz

    Die Sasse-Villa wurde um 1930 von Dr. Alfred Sasse als Wohn- und Praxisort genutzt.
    Die Sasse-Villa wurde um 1930 von Dr. Alfred Sasse als Wohn- und Praxisort genutzt. IHK Cottbus

    1994

    Erwerb der Villa Sasse als IHK-Sitz

    Die nahe der Kammer gelegene Sasse-Villa (erbaut um 1907/08) ist ein bedeutendes Beispiel regionaler Villenarchitektur im Jugendstil. Seit 1994 gehört sie zur IHK, wurde 1995 saniert und ist heute Sitz des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung sowie des Regionalcenters Cottbus/Spree-Neiße.

1995

  • Bezirkserweiterung um Dahme-Spreewald / Regionalcenter Königs Wusterhausen

    1995

    Bezirkserweiterung um Dahme-Spreewald / Regionalcenter Königs Wusterhausen

    Mit der Kreisreform 1994 erweiterte sich der Kammerbezirk der IHK Cottbus bis an die südliche Berliner Stadtgrenze, wodurch rund 3.000 neue Mitgliedsbetriebe hinzukamen und eine weitere Geschäftsstelle in Königs Wusterhausen entstand. In der Folge gewann insbesondere der Berliner „Speckgürtel“ mit neuen Ansiedlungen und Infrastrukturprojekten wie dem Flughafen BER an Bedeutung, die die IHK aktiv begleitete.

2002

  • Neuausrichtung der IHK

    2002

    Neuausrichtung der IHK

    Ab 2002 modernisierte die IHK Cottbus ihre Struktur und richtete ihre Leistungen stärker an den Bedürfnissen der Unternehmen aus, unter anderem durch die Bildung klarer Geschäftsbereiche und eine stärkere Regionalisierung mit mehr Nähe zu den Betrieben vor Ort. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Regionalcenter, die als wohnortnahe Ansprechpartner den direkten Kontakt zu den Unternehmen sichern und Beratungs- und Förderangebote in die Fläche tragen. Grundlage der Kammerarbeit blieb das große ehrenamtliche Engagement regionaler Unternehmer sowie deren Mitwirkung in Ausschüssen.
    Vor dem Hintergrund von Strukturwandel, Energiewende und Digitalisierung konzentrierte sich die IHK auf zentrale Zukunftsaufgaben wie Fachkräftesicherung, Infrastruktur und Innovation sowie die Unterstützung des Mittelstands. Insbesondere während der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 unterstützte sie Betriebe mit gezielten Beratungsangeboten, Krisensprechstunden und dem gemeinsam mit der KfW organisierten „Runden Tisch“, um Liquidität zu sichern und Sanierungsprozesse zu begleiten.

2009

  • Verlegung des Regionalcenters von Königs Wusterhausen nach Schönefeld

    2009

    Verlegung des Regionalcenters von Königs Wusterhausen nach Schönefeld

2010

  • Eröffnung des Regionalcenters Oberspreewald-Lausitz in Senftenberg

    2010

    Eröffnung des Regionalcenters Oberspreewald-Lausitz in Senftenberg

2011

  • Eröffnung des Regionalcenters Herzberg

    2011

    Eröffnung des Regionalcenters Herzberg

2012

  • Eröffnung des Regionalcenters Cottbus / Spree-Neiße

    2012

    Eröffnung des Regionalcenters Cottbus / Spree-Neiße

2016

  • Vom Begleiter zum Gestalter: Rolle der Kammer im Strukturwandel

    2016

    Vom Begleiter zum Gestalter: Rolle der Kammer im Strukturwandel

    Die IHK Cottbus hat den wirtschaftlichen Wandel in der Region nicht nur begleitet, sondern aktiv mitgestaltet: Mit der Gründung der Innovationsregion Lausitz (iRL), Initiativen wie den „Lausitzpapieren“ sowie Projekten zur Internationalisierung wie dem Wirtschaftskooperationsbüro (WIKOB) setzte sie Impulse für Strukturwandel und Außenwirtschaft. Gleichzeitig initiierte sie praxisnahe Projekte wie den eBusiness-Lotsen zur Digitalisierungsoffensive in Unternehmen, unterstützte bei Transformationsprozessen und engagierte sich für die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Parallel dazu setzte sich die IHK intensiv für zentrale Standortfaktoren ein – vom Ausbau von Verkehrswegen auf Straße, Schiene und Wasser sowie digitaler Infrastruktur bis hin zur Entwicklung des Flughafens BER und Stärkung des Wissenschaftsstandorts durch die Begleitung der Neuaufstellung der BTU Cottbus-Senftenberg.

2019

  • Umzug des Regionalcenters Herzberg nach Bad Liebenwerda

    2019

    Umzug des Regionalcenters Herzberg nach Bad Liebenwerda

  • Eröffnung eines Büros der Mongolischen Nationalen IHK in der IHK Cottbus

    2019

    Eröffnung eines Büros der Mongolischen Nationalen IHK in der IHK Cottbus

    Erstmals war eine ausländische IHK in Südbrandenburg mit einem Büro vertreten, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit auszubauen und konkrete Projekte in den Bereichen Bergbau, Energie und Umwelt auszuloten und voranzubringen.

2020

  • Umzug des Regionalcenters Cottbus/Spree-Neiße in die Villa Sasse

    2020

    Umzug des Regionalcenters Cottbus/Spree-Neiße in die Villa Sasse

Ab 2020

  • Krisen- und Chancenjahre fordern die Kammer

    Regionale Wirtschaft baut beim DB-Instandhaltungswerk in Cottbus mit
    Regionale Wirtschaft baut beim DB-Instandhaltungswerk in Cottbus mit IHK Cottbus

    AB 2020

    Krisen- und Chancenjahre fordern die Kammer

    Bei der Unterstützung der Unternehmen im Umgang mit den Krisen und Transformationsprozessen war die IHK besonders gefordert. In der politischen Arbeit setzte sie sich beispielsweise für verlässliche Rahmenbedingungen, beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren, den Infrastrukturausbau sowie für Entlastungsmaßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ein.
    Mit Initiativen wie dem Unternehmensnetzwerk MinGenTec zur Bündelung Lausitzer Kompetenzen und Unterstützung bei der Erschließung ausländischer Märkte und Geschäftsfeldentwicklung sowie durch den Ausbau von Angeboten zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz, den Ukraine Desk und Netzwerkaktivitäten im Bereich sicherheits- und verteidigungsrelevanter Wirtschaft reagierte die IHK auf neue wirtschaftliche und geopolitische Anforderungen.
    Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Kommunen trieb die IHK mit der sächsischen Schwesterkammer in Dresden die Entwicklung und politische Positionierung des Net Zero Valley mit voran, bündelte Interessen, vernetzte Akteure und informierte Unternehmen, die den Weg hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft mitgestalten möchten.

  • Die Kammer als Begleiter im Strukturwandel

    Net Zero Valley Lausitz
    Cottbus, 16.12.2025, Net Zero Valley Lausitz, Ausweisung der Lausitz als erstes Net Zero Valley Europas - der Sonderwirtschaftszone Net Zero Valley Lausitz. Andreas Franke

    AB 2020

    Die Kammer als Begleiter im Strukturwandel

    Der Strukturwandel in der Lausitz hat seit 2020 durch das Strukturstärkungsgesetz und den beschlossenen Kohleausstieg weiter an Dynamik gewonnen und stellt die Region und ihre Unternehmen vor tiefgreifende wirtschaftliche Herausforderungen. Den zielgerichteten Einsatz von Strukturfördermitteln begleitete die Kammer durch aktives Mitwirken in der Projektqualifizierung in den Strukturwandelwerkstätten und über die Kommunikation von Beteiligungsmöglichkeiten der regionalen Wirtschaft an großen Bauprojekten. Gleichzeitig wirkten externe Krisen – insbesondere die Corona-Pandemie, globale Lieferkettenprobleme, Energiepreisschocks sowie die geopolitischen Folgen der „Zeitenwende“ infolge des Ukraine-Krieges 2022 – massiv auf die Unternehmen ein. 2022 wurde die IHK selbst Angriffsziel einer bundesweiten Cyberattacke und konnte nur mit großem Aufwand ihren Geschäftsbetrieb aufrechterhalten.

2026

  • Nachfolgen sichern, Mittelstand stärken, Investitionen befördern

    2026

    Nachfolgen sichern, Mittelstand stärken, Investitionen befördern

    Die wirtschaftliche Transformation bleibt die zentrale Zukunftsaufgabe der Kammer. Dazu zählen die Sicherung von Bestandsunternehmen durch erfolgreiche Nachfolgen, die Fachkräftesicherung sowie die Unterstützung in allen Unternehmensphasen. Zugleich gewinnen Versorgungssicherheit, resiliente Lieferketten, sicherheitsrelevante wirtschaftliche Themen, die Entwicklung des Net Zero Valley Lausitz sowie die verstärkte Zusammenarbeit mit Polen, Tschechien und der Slowakei für die Kammer an strategischer Bedeutung. In der politischen Interessensvertretung macht sich die Kammer im IHK-Verbund für umfangreiche Reformen und verbesserte wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen stark. Nach 102 Jahren im historischen Kammergebäude steht in den nächsten Jahren eine umfangreiche Sanierungsmaßnahme bevor.

Chronik der IHK Cottbus