PRESSEMITTEILUNG
IHK und TÜV starten Servicestelle für internationale Auszubildende
Ab Mai werden Südbrandenburger IHK-Unternehmen bei der Gewinnung, Integration und langfristigen Bindung von Auszubildenden aus Drittstaaten durch eine neue Servicestelle für internationale Azubis unterstützt. Sie wird mit Mitteln aus dem Bundesförderprogramm STARK über die Laufzeit Mai 2026 bis April 2030 finanziert. Projektpartner sind die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus und die TÜV Rheinland Akademie GmbH. Die Servicestelle bietet Betrieben Entlastung durch gezielte Beratungs- und Organisationshilfe sowie verlässliche Strukturen für eine faire, rechtssichere und praxisnahe Ausbildungsimmigration.
Von der Anwerbung bis zum Abschluss: Unterstützung aus einer Hand
„Unser Ziel ist eine stabile Integration durch Ausbildung und eine hohe Verbleibequote ausländischer Azubis in den Unternehmen der Region. Ab sofort begleiten wir internationale Auszubildende ganzheitlich und von Anbeginn: dazu zählen das faire Anwerben für Betriebe, schnelle Hilfe bei der Beantragung eines Visums, aber auch die sprachliche und interkulturelle Vorbereitung sowie Betreuung über die gesamte Ausbildungszeit durch persönliche Ansprechpartner. Damit erfüllen wir eine Kümmererfunktion, die es im Land Brandenburg bisher so noch nicht gibt“, erklärt Manuela Glühmann, Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung bei der IHK Cottbus.
Kammer und TÜV arbeiten nach klaren Qualitätskriterien sowie mit geprüften Partnern zusammen und greifen auf erprobte Best-Practice-Ansätze zurück.
„Internationale Auszubildende erfolgreich in Betriebe und Gesellschaft zu integrieren, entscheidet sich nicht beim Vertragsabschluss, sondern im Alltag“, erklärt Rainer Erbisch, Leiter Segment Fachkräftesicherung in der TÜV Rheinland Akademie. „Genau hier setzen wir an: Wir begleiten die jungen Menschen und die Unternehmen über die gesamte Ausbildungszeit hinweg ganz praktisch – bei Sprache, Behördenwegen, im Betrieb und im persönlichen Umfeld. Unser Ziel ist klar: Ausbildung soll nicht nur beginnen, sondern auch erfolgreich abgeschlossen werden und in eine langfristige Perspektive in der Region münden. Wenn Integration verlässlich funktioniert, wird internationales Recruiting zu einem echten, dauerhaften Baustein der Fachkräftesicherung.“
Ansprechpartnerin der Servicestelle internationale Azubis in der IHK Cottbus ist Projektleiterin Marita Ungermann, E-Mail: marita.ungermann@cottbus.ihk.de, Tel.: 0355 365-1205
Ansprechpartnerin beim TÜV ist Projektmanagerin Global Experts Iris Kirschner, E-Mail: iris.kirschner@tuv.com, Tel.: 0355 35737-23
Kostenfreie Sprachtrainings
Da die Sprachbarriere von vielen Unternehmen als größte Hürde bei der Integration genannt wird, bietet die Kammer über ihren Dachverband DIHK, das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge und das Goethe-Institut kostenfreie Sprachtrainings zum Ausbildungsstart für Auszubildende aus Drittstaaten mit Sprachniveau B1/ B2 an. Sie sollen frühestmöglich zum ausbildungsbegleitenden Deutscherwerb motivieren. Erfahrungen zeigen, dass das Deutschlernen zwischen Vertragsabschluss im Ausland und Ausbildungsstart in Brandenburg häufig auf der Strecke bleibt. Diese Anfangslücke soll mit dem Kurs geschlossen werden, damit der Ausbildungsbeginn besser gelingt.
Ansprechpartnerin für Deutschförderung von Azubis in der IHK Cottbus ist Willkommenslotsin Ulrike Jahn, E-Mail: ulrike.jahn@cottbus.ihk.de, Tel.: 0355 365-1243.
Weitere Informationen: event.dihk.de/kurztraining_ihk_cottbus
Zahlen
Die TOP 5 Herkunftsländer ausländischer IHK-Azubis 2025 waren:
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Vietnam (31)
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Ukraine (30)
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Syrien (11)
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Afghanistan (10) und
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China (9).
Die beliebtesten Ausbildungsberufe sind:
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Koch/Köchin (26),
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Fachkraft Gastronomie (26),
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Fachkraft für Möbel-, Küchen- u. Umzug (16),
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Hotelfachmann/-frau (12) und
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Fachleute für Restaurant/Veranstaltungsgastronomie (10).
Damit ist der Hotel- und Gaststättenbereich (43 %) die mit Abstand nachgefragteste Branche bei ausländischen Azubis. Es folgen die Bereiche Industrie und Technik (23 %), der kaufmännische Bereich und Handel (14 %) sowie Bau und Handwerk (6 %), Logistik und Lager (5 %).