IHK-Bildungspreis geht nach Cottbus
Cottbus/Berlin – Die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH – Werk Cottbus wurde gestern in Berlin mit dem bundesweiten IHK-Bildungspreis 2026 der Deutschen Industrie- und Handelskammer und der Otto Wolff Stiftung ausgezeichnet. In der Kategorie „Große Unternehmen“ gewann das Cottbuser Werk 6.000 Euro Preisgeld für einen gemeinnützigen Bildungszweck. Damit setzte sich das Werk gegen rund 140 Bewerbungen sowie gegenüber zwei weiteren nominierten starken Bildungsprojekten in der Kategorie durch. Der Sieg rückt die Ausbildungs- und Innovationskraft des Standorts Cottbus bundesweit in den Fokus. Beispielhaft zeigt das DB-Werk, wie moderne Industrie, Nachhaltigkeit und Nachwuchsförderung erfolgreich zusammenwirken können.
Jens Warnken, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus sagt: „Der souveräne erste Platz des DB Werks Cottbus beim DIHK-Bildungspreis ist ein starkes Signal für die gesamte Lausitz und beruht auf einem beeindruckenden Engagement von Auszubildenden, das bundesweit Aufmerksamkeit verdient. Im Bahnwerk Cottbus wird mit dem Projekt Junior Company sichtbar, wie moderne Ausbildung junge Menschen befähigt, Verantwortung zu übernehmen und Innovation aktiv mitzugestalten – für mehr Nachhaltigkeit und Praxisnähe.“
Von großem Stolz erfüllt zeigte sich das Team gestern in Berlin.
Das Team der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH - Werk Cottbus gewann 6.000 Euro Preisgeld in der Kategorie "große Unternehmen". Zu den ersten Gratulanten zählten Jens Warnken, Präsident der IHK Cottbus (mitte) und Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, André Fritsche (rechts).
„Das war ein besonderer Moment für das gesamte Team“, so Enrico Kramer, Nachwuchskräftegesamtkoordinator im DB Bahnwerk Cottbus und einer der Köpfe hinter der sogenannten „Junior Company“.
Dahinter verbirgt sich ein innovatives Ausbildungskonzept, das nachhaltiges Wirtschaften mit moderner beruflicher Bildung verbindet. Die Nachwuchskräfte gestalten aktiv Verbesserungen im Werk, entwickeln nachhaltige Lösungen für Produktion und Arbeitsabläufe und stärken gleichzeitig ihre persönlichen Kompetenzen. Messbare Einsparungen und Verbesserungen bei Arbeitsschutzprozessen und Effizienz konnten bereits erzielt werden. Mit fünf entstandenen LABs, darunter einem WerkstattLAB für Präsentationen und Workshops, wächst die Junior Company zu einer Lernumgebung, die das gesamte Werk einbindet. Die Ergebnisse erscheinen transparent im Nachhaltigkeitsdashboard der DB Fahrzeuginstandhaltung.
„Doch Nachhaltigkeit bedeutet für uns nicht nur Umwelt. Es geht genauso um Teamarbeit, Verantwortung, Fehlerkultur und darum, junge Menschen stark zu machen“, erläutert Enrico Kramer. „Wir erleben, dass junge Menschen nicht nur lernen, sondern auch gestalten wollen. Dafür schaffen wir mit der Junior Company den Raum. Die Auszubildenden erleben hierüber, dass ihre Ideen wirklich etwas verändern können“, so Kramer. Das sei auch enorm wichtig, schließlich würden sie die spätere Kultur im Werk mitprägen.
Langfristig könnte aus der Junior Company eine digitale Plattform entstehen, die allen Auszubildenden der DB einen Austausch über nachhaltiges Wirtschaften ermöglicht und Ideen direkt mit dem Ideenmanagement vernetzt, so Kramer.
IHK-Bildungspreis:
Die von der Otto Wolff Stiftung gestiftete Auszeichnung geht seit 2014 an Unternehmen, für die Berufliche Bildung einen wesentlichen Erfolgsfaktor ihrer Personalpolitik darstellt. Gesucht wird das Besondere: überdurchschnittlich engagierte Pioniere, Strategen und Innovatoren. Betriebe bewerben sich in eigener Initiative um den IHK-Bildungspreis. Eine hochkarätige, fünfköpfige Fachjury schickt die besten zwölf Kandidaten durch ihre Auswahl in die Endrunde. Diese Finalisten präsentieren sich dann mit ihren Bewerbungsfilmen der rund 250 IHK-Prüferinnen und Prüfer umfassenden Ehrenamts-Jury, die die vier Gewinner am Abend der Preisverleihung live bestimmt. Der IHK-Bildungspreis wird in drei Kategorien vergeben: An kleine Unternehmen bis 50 Mitarbeitende, an mittlere Betriebe mit einer 50- bis 500-köpfigen Belegschaft und an große Unternehmen, die mehr als 500 Menschen beschäftigen. Darüber hinaus kann ein Sonderpreis verliehen werden. Die Preisgelder in Höhe von je 6.000 Euro sind zur Spende an gemeinnützige, mit der Förderung der Bildung befasste Organisationen vorgesehen.
Weitere Gewinner im Überblick:
- Kategorie kleine Unternehmen: WUNDS Datensysteme GmbH aus Zeitz
- Kategorie mittlere Unternehmen: OSTEG GmbH aus Zittau
- Sonderpreis: Wellnesshotel Tanne aus Tonbach