ChangeDay: KRITIS BLACKOUT X Führung unter Druck
Veranstaltungsdetails
Handlungsfähig, wenn Routinen nicht mehr tragen
Ein Stromausfall trifft nicht nur die Beleuchtung. Kommunikation, IT, Logistik, Versorgung und Entscheidungswege können gleichzeitig unter Druck geraten. Doch Führung wird nicht erst in einer solchen Ausnahmelage gefordert. Auch gerissene Lieferketten, Cyberstörungen, ein kritischer Kundenverlust oder interne Konflikte erzeugen Situationen, in denen Informationen fehlen, Zeit knapp ist und trotzdem entschieden werden muss.
Viele Unternehmen wechseln dann in einen reinen Durchhaltemodus: Aufträge retten, Produktion durchbringen, den nächsten Engpass lösen. Kurzfristig ist das notwendig. Dauerhaft führt es dazu, dass Führung nur noch reagiert. Die ChangeDays zeigen deshalb den Weg zum Freischwimmen: die Lage strukturieren, Wichtiges von Dringendem trennen, Verantwortung klären und neue Handlungsfähigkeit aufbauen.
28. Oktober: KRITIS und Blackout
Was geschieht, wenn ein Stromausfall nicht nach wenigen Minuten endet? Wenn Telefon, Internet und digitale Systeme nur noch eingeschränkt funktionieren? Wenn externe Unterstützung selbst gebunden ist und mehrere Akteure gleichzeitig dieselben knappen Ressourcen benötigen?
Gemeinsam mit Herbert Saurugg ordnen die Teilnehmer mögliche Folgen eines überregionalen Strom-, Infrastruktur- und Versorgungsausfalls ein. Sie prüfen, welche Vorsorge in Unternehmen, Organisationen und im persönlichen Umfeld notwendig ist. In der Krisensimulation „Neustart“ werden die wechselseitigen Abhängigkeiten einer vernetzten Lage sichtbar: Rollen müssen geklärt, Informationen zusammengeführt, Ressourcen priorisiert und Entscheidungen gemeinsam getragen werden.
29. Oktober: Leadership unter Druck
Druck verengt den Blick. Routinen übernehmen, Annahmen werden seltener hinterfragt und Kommunikation verliert an Präzision. Genau dann brauchen Führungskräfte eine einfache, gemeinsam nutzbare Systematik.
Mit Maximilian Mitera und der ROMI-Methode trainieren die Teilnehmer, in wenigen Minuten ein Lagebild zu erstellen, einen klaren Auftrag zu formulieren und Entscheidungen in Ausführung zu bringen. Werkzeuge wie das Foresight-Mini-Lagebild, das Decision-Gate und der Red-Team-Sprint werden an realistischen Szenarien eingesetzt – vom Lieferkettenknick über die Cyberstörung bis zum kritischen Kunden- oder Personalfall.
Eigenständig und kombinierbar
Jeder ChangeDay funktioniert als eigenständiges Format. Wer Plan B, Versorgungsausfälle und organisationsübergreifende Krisenbewältigung in den Mittelpunkt stellt, wählt den 28. Oktober. Wer täglichen oder außergewöhnlichen Führungsdruck mit einer klaren Systematik beherrschen will, setzt den Schwerpunkt am 29. Oktober. Wer Vorsorge und Führung zusammendenken möchte, besucht beide Tage.
Der 29. Oktober bildet außerdem den thematischen Auftakt für „VORSPRUNG – Ihr Plan B, bevor Sie ihn brauchen“. Diese anschließende 90-Tage-Challenge ist ein separates, eigenständig buchbares Entwicklungsformat. Für die Teilnahme an VORSPRUNG ist der Besuch des ChangeDays hilfreich, aber nicht erforderlich.
Für wen das Format gedacht ist
Die ChangeDays richten sich an Unternehmer, Geschäftsführungen, Führungskräfte, Team- und Projektleitungen, Produktions- und Betriebsverantwortliche sowie Personen mit Verantwortung für Menschen, Prozesse oder Entscheidungen. Ebenso angesprochen sind Ver- und Entsorger, Betreiber kritischer Infrastrukturen, kommunale und betriebliche Krisenstäbe, Polizei, Feuerwehr, THW, Rettungsdienste und Verwaltungen.
Was Teilnehmer mitnehmen
- Ein klareres Verständnis für Abhängigkeiten, Kaskadeneffekte und Grenzen externer Unterstützung.
- Konkrete Ansatzpunkte für Vorsorge, Rollenklärung und Zusammenarbeit.
- Ein trainiertes Vorgehen für Lagebild, Priorisierung, Auftrag und Entscheidung.
- Mehr Sicherheit im Umgang mit Informationsmangel, Zeitdruck und unerwarteten Entwicklungen.
- Einen Weg aus dem permanenten Reaktionsmodus hin zu mehr Handlungsspielraum.