Regionalversammlung Erzgebirge

Die IHKs sind dem Gesamtinteresse der Wirtschaft in der jeweiligen Region verpflichtet und gestalten als wichtige Impulsgeber wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen aktiv mit.
Um der dezentralen Wirtschaftsstruktur in Südwestsachsen gerecht zu werden, hat die IHK Chemnitz insgesamt fünf gleichberechtigte Regionalkammern eingerichtet. Die wichtigsten Gremien der Regionalkammer Erzgebirge sind dabei die Regionalversammlung und das Präsidium, in denen Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Erzgebirgskreis die Arbeit der Regionalkammer lenken und Leitlinien vorgeben.
Außerdem entsenden Sie aus ihrer Mitte Vertreter für die Vollversammlung – dem “Unternehmerparlament” des gesamten Kammerbezirks der IHK Chemnitz.

Rückblick

Regionalversammlung am 13.04.2026

Weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und mehr Spielraum für Unternehmen: Mit diesen Themen setzte sich die Regionalversammlung Erzgebirge der IHK Chemnitz in ihrer Sitzung in den Räumen der LANG GmbH in Aue-Bad Schlema auseinander. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie das Erzgebirge die anstehenden Transformationsprozesse aktiv gestalten und dabei von modernen Verwaltungsstrukturen profitieren kann.
Diskutiert wurde ein Konzept, das die Region als Modellraum für Verwaltungsmodernisierung und wirtschaftliche Entwicklung positionieren soll. Vorgestellt wurden Ansätze für digitale Verwaltungsprozesse, beschleunigte Genehmigungsverfahren und eine engere Verzahnung von Wirtschaft, Kommunen und Behörden. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Region nachhaltig zu stärken.
Daneben rückte die Fachkräftesicherung in den Fokus. Eine Bestandsaufnahme zeigte die Vielzahl der bestehenden Angebote zur Berufsorientierung und Nachwuchsgewinnung im Erzgebirge. Die Mitglieder der Regionalversammlung diskutierten, wie diese Aktivitäten noch besser aufeinander abgestimmt und gemeinsam kommuniziert werden können, um junge Menschen langfristig für Ausbildung und Beruf in der Region zu begeistern.
Die Sitzung machte deutlich: Die Herausforderungen des Wandels sind bekannt. Entscheidend wird sein, die vorhandenen Stärken der Region zu nutzen und gemeinsam neue Wege zu gehen, damit das Erzgebirge auch künftig ein attraktiver Wirtschafts- und Lebensstandort bleibt.

Regionalversammlung am 27.10.2025

Wie kann das Erzgebirge den aktuellen Wandel gestalten und seine wirtschaftlichen Stärken weiter ausbauen? Mit dieser zentralen Frage befasste sich die jüngste Sitzung der Regionalversammlung Erzgebirge der IHK Chemnitz, die bei der HENKA Werkzeuge + Werkzeugmaschinen GmbH in Stollberg stattfand.
Landrat Rico Anton skizzierte die derzeitigen Entwicklungen im Erzgebirgskreis und zeigte auf, welche Themen in den kommenden Jahren entscheidend sein werden: die industrielle Transformation, der Ausbau digitaler und verkehrlicher Infrastruktur sowie die Stärkung der Bildungslandschaft als Schlüssel für Fachkräfte und Innovation.
Ein besonderer Moment der Sitzung war die Wahl von Ulf Sacher, Geschäftsführer der Sacher & Co. GmbH in Annaberg-Buchholz, in die Regionalversammlung. Das Familienunternehmen steht international für hochwertige Feinkartonagen, Etuis und Verpackungslösungen – ein Beispiel für erfolgreiche regionale Wertschöpfung mit globaler Ausstrahlung.
Gastgeberin Franziska Scherf, Geschäftsführerin der HENKA Werkzeuge + Werkzeugmaschinen GmbH, gewährte Einblicke in die Digitalisierungsstrategien ihres Unternehmens und verdeutlichte, wie neue Technologien die Wettbewerbsfähigkeit im Maschinenbau stärken können. Auch die Norafin Industries GmbH präsentierte eindrucksvoll ihre Fortschritte in der Internationalisierung, gestützt durch aktuelle Exportzahlen aus dem Bescheinigungsdienst der IHK.
Die Sitzung zeigte, dass das Erzgebirge mit Tatkraft, Ideenreichtum und einem starken unternehmerischen Netzwerk die besten Voraussetzungen besitzt, um den Wandel aktiv zu gestalten und als Industrieregion auch künftig erfolgreich zu sein.