Neue Betrugsmasche: Kriminelle täuschen IHK- Hintergrund vor

Gegenwärtig häufen sich die Phishing-Mails mit IHK-Bezug in den Postfächern der Unternehmen in Deutschland. Die IHK-Organisation warnt deshalb ihre Mitgliedsunternehmen und Kunden ausdrücklich vor Trittbrettfahrern, die den IT-Vorfall bei der IHK-Organisation ausnutzen wollen.
Wenn Zweifel bestehen, ob eine E-Mail wirklich von einer IHK stammt, sollte zur Abklärung eine Rücksprache in der jeweiligen Kammer erfolgen.

Hinter scheinbarer Steuerrückzahlung verbirgt sich Datendiebstahl

Vor einer neuen Betrugsmasche zum Datendiebstahl bei Unternehmen warnt aktuell der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Dabei werden die Betriebe per Mail von der angeblichen „Bundeszahlstelle“ mit der Abkürzung „BZSt“ aufgefordert, Firmendaten über einen Link weiterzugeben beziehungsweise „zu aktualisieren“, wie es in der Mail heißt. Die Daten würden dann angeblich bei der zuständigen IHK „geprüft“, heißt es in den gefälschten Mails. Nach dieser Prüfung würde den Unternehmen eine angebliche Steuerrückzahlung überwiesen. 
 
Der DIHK weist darauf hin, dass die IHKs keinerlei derartige Überprüfungen vornehmen. Deshalb sollten betroffene Unternehmen nicht auf diese Mails eingehen und keineswegs auf den Link klicken oder gar Daten übermitteln. Es handelt sich vermutlich um eine neue Methode, an Unternehmensdaten inklusive Kontoverbindungen zu kommen. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass über das Anklicken des Links Schadsoftware verbreitet wird.

Betrug mit "Energieausweis" und Pauschalen für Unternehmen

Eine weitere aktuelle Betrugsmasche zum Diebstahl von Unternehmensdaten bedient sich der Energiekrise und die Hoffnung auf finanzielle Unterstützung. In den entsprechenden E-Mails behauptet der Absender, dass "die IHK" aufgrund der hohen Gaspreise allen deutschen Unternehmen drei Pauschalbeträge zur finanziellen Entlastung auszahlt. Erforderlich für die Überweisung sei lediglich die Anmeldung Ihres Unternehmens auf einer Website.
Diese Nachricht ist gefälscht. Unternehmen sollten den Absender blockieren und die E-Mail  umgehend löschen. Klicken Sie auf keinen Fall auf Links oder Anhänge und teilen Sie auch Ihre (Konto-)Daten nicht im Internet.
Die IHK Chemnitz weist darauf hin, dass sie per E-Mail keine Aufforderungen an Unternehmen zur Anmeldung oder Anmeldebestätigung versendet und auch keine Leistungen aus eventuellen Hilfspaketen der Bundes- oder Landesregierungen an Unternehmen auszahlt.
 
Zweifeln Sie an der Echtheit einer Nachricht? Kontaktieren Sie uns per E-Mail oder Chat. Um sicher zu gehen, können Sie auch Ihren Ansprechpartner oder Ihre Ansprechpartnerin in der IHK Chemnitz anrufen, bevor Sie Ihre Daten online preisgeben!