Wie aus einer Idee ein Weltrekord wurde

Das weltweit höchste Windrad, das im September 2026 im brandenburgischen Schipkau seine Rekordhöhe von 365 Metern erreichte, geht auf den Leipziger Ingenieur und Erfinder Prof. Horst Bendix zurück.
Bereits vor Jahren entwickelte er die Idee, Windenergie in deutlich größeren Höhen als bisher wirtschaftlich nutzbar zu machen. 2019 brachte er sein Konzept bei der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) ein. Dort wurde die Idee geprüft, weiterentwickelt und schließlich gemeinsam mit dem Dresdner Ingenieurunternehmen GICON zur Umsetzungsreife geführt.
Der nun erreichte Weltrekord verdeutlicht, wie Innovationsförderung funktionieren kann: Nicht die Optimierung bestehender Technologien stand im Mittelpunkt, sondern die Entwicklung einer völlig neuen Lösung mit dem Potenzial, bestehende Marktstrukturen grundlegend zu verändern.
Europäische Innovationspolitik setzt auf Sprunginnovationen
Die Entstehungsgeschichte des Höhenwindrads passt in die aktuelle europäische Innovationsstrategie. Mit dem Europäischen Innovationsagenda-Prozess und den Diskussionen um neue innovationsfreundliche Rahmenbedingungen verfolgt die Europäische Union das Ziel, technologische Durchbrüche schneller in marktfähige Anwendungen zu überführen.
Das Höhenwindrad zeigt exemplarisch, wie dieser Ansatz funktionieren kann: Ein Erfinder bringt eine Vision ein, eine innovationsorientierte Förderinstitution übernimmt Risiko und Entwicklung, mittelständische Unternehmen entwickeln die Technologie weiter und schaffen schließlich einen industriell nutzbaren Prototyp. Die Skalierung und spätere Serienfertigung werden bereits vorbereitet.
In regelmäßigen Challenges und Funken schreibt die SPRIND diverse Herausforderungen für F&E-affine Unternehmen aus.
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