Statistischer Jahresbericht 2025 der Handelskammer: Wirtschaft im Land Bremen wächst stärker als im Bund / Hohe Standortkosten und niedrige Investitionsquote bremsen den Aufschwung
(PM 29-2026, 23.06.2026) Die Wirtschaft im Land Bremen hat sich 2025 besser entwickelt als im Bund. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nahm um 1,4 Prozent zu, während die deutsche Wirtschaft im dritten Jahr in Folge kaum wuchs und nur 0,2 Prozent erreichte. Getragen hat das Wachstum vor allem die Industrie im ersten Halbjahr. Impulse kamen aus der Verteidigungswirtschaft, der Luft- und Raumfahrt und den Häfen. Zum Jahresende ließ die Dynamik jedoch nach. Hohe Standortkosten, außenwirtschaftliche Risiken und eine niedrige Investitionsquote belasten den Standort. Das geht aus dem Statistischen Jahresbericht 2025 hervor, den die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven heute veröffentlicht hat.
Handelskammer-Präses André Grobien sagte bei der Vorstellung des Berichts: „Das Jahr 2025 war für die Wirtschaft im Land Bremen ein Jahr mit Gegensätzen. Während Deutschland das dritte Jahr in Folge ohne nennenswertes Wachstum blieb, hat sich Bremen besser entwickelt." Zugleich habe sich die geopolitische Lage grundlegend verändert, so der Präses: „Der Krieg in der Ukraine, die Spannungen mit China und die handelspolitischen Unsicherheiten mit den USA haben die Rahmenbedingungen verschoben. Gewissheiten, die unsere Wirtschaft lange getragen haben, verlieren an Verlässlichkeit. Entscheidend ist, wie wir darauf reagieren, um stark und handlungsfähig zu bleiben."
Für Europa rücken Verteidigung, Energiesicherheit und resiliente Lieferketten stärker in den Fokus. Davon profitiert der Norden und ganz konkret das Land Bremen. Präses André Grobien sagte: „Bremen leidet unter der Strukturkrise und unter außenwirtschaftlichen Risiken, die für einen Außenhandelsstandort mit stark exportorientierter Industrie besonders schwer wiegen. Dem stehen aber kräftige Impulse gegenüber aus der Verteidigungswirtschaft, aus der Luft- und Raumfahrt und aus den Häfen als Logistikdrehscheibe."
Handelskammer-Präses André Grobien sagte bei der Vorstellung des Berichts: „Das Jahr 2025 war für die Wirtschaft im Land Bremen ein Jahr mit Gegensätzen. Während Deutschland das dritte Jahr in Folge ohne nennenswertes Wachstum blieb, hat sich Bremen besser entwickelt." Zugleich habe sich die geopolitische Lage grundlegend verändert, so der Präses: „Der Krieg in der Ukraine, die Spannungen mit China und die handelspolitischen Unsicherheiten mit den USA haben die Rahmenbedingungen verschoben. Gewissheiten, die unsere Wirtschaft lange getragen haben, verlieren an Verlässlichkeit. Entscheidend ist, wie wir darauf reagieren, um stark und handlungsfähig zu bleiben."
Für Europa rücken Verteidigung, Energiesicherheit und resiliente Lieferketten stärker in den Fokus. Davon profitiert der Norden und ganz konkret das Land Bremen. Präses André Grobien sagte: „Bremen leidet unter der Strukturkrise und unter außenwirtschaftlichen Risiken, die für einen Außenhandelsstandort mit stark exportorientierter Industrie besonders schwer wiegen. Dem stehen aber kräftige Impulse gegenüber aus der Verteidigungswirtschaft, aus der Luft- und Raumfahrt und aus den Häfen als Logistikdrehscheibe."
Diese Impulse spiegeln sich in mehreren Projekten wider: Der Bund stellt 1,35 Milliarden Euro aus dem Verteidigungshaushalt für die bremischen Häfen bereit. Maersk und EUROGATE haben eine Milliardeninvestition für den Hafenstandort Bremerhaven angekündigt. Die Rönner-Werft in Bremerhaven bereitet den Bau von vier Fregatten für die Bundesmarine vor, mit einem Auftragswert von rund 6 Milliarden Euro. Airbus, OHB und Rheinmetall kooperieren bei Militärsatelliten. Bremen wird in Kürze Standort einer Außenstelle des Beschaffungsamtes der Bundeswehr, das hier seine Aktivitäten in der See- und Weltraumrüstung bündelt. Für Aufbruchstimmung sorgen zudem zahlreiche Bauprojekte in den Innenstädten in Bremen und Bremerhaven.
„Die Antwort auf die veränderte internationale Lage muss in Europa beginnen", so der Präses. „Die Wettbewerbsfähigkeit muss wieder Vorrang haben. Der nächste mehrjährige EU-Finanzrahmen muss auf Wachstum, Innovation und Investitionen zielen. Auch Deutschland muss jetzt schnell sein und seit Jahren ausstehende Strukturreformen angehen. Besonders die Bürokratie lähmt die Betriebe. Was die Unternehmen jetzt erwarten, sind konkrete Entlastungen bei Energiekosten, Bürokratie und Arbeitskosten, Fortschritte statt weiterer Ankün-digungen."
Mit Nachdruck wendet sich die Handelskammer auch gegen das Ende der Flug-verbindung Bremen–Frankfurt, die die Lufthansa zum 1. Juli einstellt. Dem gemeinsamen Appell „Internationale Erreichbarkeit sichern" haben sich mehr als 30 Kammern, Institutionen und Verbände sowie mehr als 400 Unternehmen aus dem Nordwesten angeschlossen.
Zu den bremischen öffentlichen Haushalten sagte Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger: „2025 floss nur noch jeder zehnte Euro in Investitionen. So niedrig war die Quote zuletzt im Haushaltsjahr 2016."
Weil die schuldenfinanzierten Mittel des Vorjahres wegfielen, wurde 2025 wie-der deutlich weniger investiert, während die konsumtiven Ausgaben für Personal und Soziales erneut zunahmen. Trotz der zusätzlichen Mittel aus dem Sonder-vermögen des Bundes erwartet die Finanzplanung für die kommenden Jahre eine Investitionsquote unter der Marke von 10 Prozent.
Zur konjunkturellen Entwicklung sagte Dr. Matthias Fonger: „Die bremische Wirtschaft hat sich 2025 deutlich besser entwickelt als der Bund. Getragen hat das vor allem die Industrie."
Der Industrieumsatz im Land Bremen nahm um 7,8 Prozent zu, während die gesamtdeutsche Industrie ein leichtes Minus von 1,1 Prozent verzeichnete. Geholfen haben Impulse aus den Investitionen in Sicherheit und Verteidigung, von denen die Verteidigungswirtschaft, die Luft- und Raumfahrt und die Logistikwirtschaft profitierten. Vergleichsweise positive Kennzahlen kommen auch aus den bremischen Häfen. Der Gesamtumschlag nahm um 5,4 Prozent zu, der Containerumschlag wuchs in TEU um 10,3 Prozent. Die Zahl der verschifften Fahrzeuge blieb mit minus 0,1 Prozent auf dem Vorjahresniveau.
Zur Konjunktur 2025 in den einzelnen Branchen im Land Bremen
Die Industriekonjunktur schwächte sich im Jahresverlauf deutlich ab. In den Konjunkturumfragen der Handelskammer meldete die Industrie überwiegend rückläufige Auftragseingänge.
Im Baugewerbe belasteten höhere Lohn- und Materialkosten sowie aufwendige Bauvorschriften die Geschäfte. Im Wohnungsbau wurden 16,1 Prozent weniger Baugenehmigungen erteilt als im Vorjahr. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen ging um 29,1 Prozent zurück.
Der Einzelhandel registrierte eine abnehmende Konsumneigung.
Der Groß- und Außenhandel meldete in den Konjunkturumfragen der Handelskammer im Inlands- und im Auslandsgeschäft überwiegend eine negative Geschäftslage.
Durchwachsen fielen die Rückmeldungen aus der Verkehrs- und Logistikwirtschaft aus.
Erstmals zählte das Land Bremen mehr als 3 Millionen Übernachtungsgäste. Die Lage in der Gastronomie blieb aber nach wie vor angespannt.
Auch aus den sonstigen Dienstleistungen kamen durchwachsene Rückmeldungen.
Laden Sie sich hier den Statistischen Jahresbericht 2025 der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 4780 KB) herunter.
„Die Antwort auf die veränderte internationale Lage muss in Europa beginnen", so der Präses. „Die Wettbewerbsfähigkeit muss wieder Vorrang haben. Der nächste mehrjährige EU-Finanzrahmen muss auf Wachstum, Innovation und Investitionen zielen. Auch Deutschland muss jetzt schnell sein und seit Jahren ausstehende Strukturreformen angehen. Besonders die Bürokratie lähmt die Betriebe. Was die Unternehmen jetzt erwarten, sind konkrete Entlastungen bei Energiekosten, Bürokratie und Arbeitskosten, Fortschritte statt weiterer Ankün-digungen."
Mit Nachdruck wendet sich die Handelskammer auch gegen das Ende der Flug-verbindung Bremen–Frankfurt, die die Lufthansa zum 1. Juli einstellt. Dem gemeinsamen Appell „Internationale Erreichbarkeit sichern" haben sich mehr als 30 Kammern, Institutionen und Verbände sowie mehr als 400 Unternehmen aus dem Nordwesten angeschlossen.
Zu den bremischen öffentlichen Haushalten sagte Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger: „2025 floss nur noch jeder zehnte Euro in Investitionen. So niedrig war die Quote zuletzt im Haushaltsjahr 2016."
Weil die schuldenfinanzierten Mittel des Vorjahres wegfielen, wurde 2025 wie-der deutlich weniger investiert, während die konsumtiven Ausgaben für Personal und Soziales erneut zunahmen. Trotz der zusätzlichen Mittel aus dem Sonder-vermögen des Bundes erwartet die Finanzplanung für die kommenden Jahre eine Investitionsquote unter der Marke von 10 Prozent.
Zur konjunkturellen Entwicklung sagte Dr. Matthias Fonger: „Die bremische Wirtschaft hat sich 2025 deutlich besser entwickelt als der Bund. Getragen hat das vor allem die Industrie."
Der Industrieumsatz im Land Bremen nahm um 7,8 Prozent zu, während die gesamtdeutsche Industrie ein leichtes Minus von 1,1 Prozent verzeichnete. Geholfen haben Impulse aus den Investitionen in Sicherheit und Verteidigung, von denen die Verteidigungswirtschaft, die Luft- und Raumfahrt und die Logistikwirtschaft profitierten. Vergleichsweise positive Kennzahlen kommen auch aus den bremischen Häfen. Der Gesamtumschlag nahm um 5,4 Prozent zu, der Containerumschlag wuchs in TEU um 10,3 Prozent. Die Zahl der verschifften Fahrzeuge blieb mit minus 0,1 Prozent auf dem Vorjahresniveau.
Zur Konjunktur 2025 in den einzelnen Branchen im Land Bremen
Die Industriekonjunktur schwächte sich im Jahresverlauf deutlich ab. In den Konjunkturumfragen der Handelskammer meldete die Industrie überwiegend rückläufige Auftragseingänge.
Im Baugewerbe belasteten höhere Lohn- und Materialkosten sowie aufwendige Bauvorschriften die Geschäfte. Im Wohnungsbau wurden 16,1 Prozent weniger Baugenehmigungen erteilt als im Vorjahr. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen ging um 29,1 Prozent zurück.
Der Einzelhandel registrierte eine abnehmende Konsumneigung.
Der Groß- und Außenhandel meldete in den Konjunkturumfragen der Handelskammer im Inlands- und im Auslandsgeschäft überwiegend eine negative Geschäftslage.
Durchwachsen fielen die Rückmeldungen aus der Verkehrs- und Logistikwirtschaft aus.
Erstmals zählte das Land Bremen mehr als 3 Millionen Übernachtungsgäste. Die Lage in der Gastronomie blieb aber nach wie vor angespannt.
Auch aus den sonstigen Dienstleistungen kamen durchwachsene Rückmeldungen.
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