Plenarprotokoll vom 10. Juni 2024

  1. Genehmigung des Protokolls der Sitzung des Plenums vom 13. Mai 2024
  2. Aktuelles
  3. Aktuelle Ausbildungssituation im Land Bremen und Sachstand Ausbildungsumlage
  4. Verschiedenes.
Ab 17.00 Uhr wird Frau Katja Ollmann (Direktorin der Berufsschule für den Großenhandel, Außenhandel und Verkehr) als Gast an der Plenarsitzung teilnehmen und die Schule vorstellen.
Herr Präses Dubbers-Albrecht nahm Bezug auf den Ausgang der Europa-Wahl vom 9. Juni 2024 und diskutierte mit den Mitgliedern des Plenums die Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wichtig sei, dass Europa wieder an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen müsse. Die Wirtschaft brauche weniger, aber bessere und konsistentere Regulatorik.
Herr Dr. Fonger berichtete von dem ersten IHK Tag 2024 am 14. /15. Mai 2024 in Berlin. Die DIHK als Dachorganisation der 79 deutschen Industrie- und Handelskammern (IHK) stellte den Austausch über praxistaugliche Strategien zur Fachkräftesicherung in den Mittelpunkt des IHK-Tages 2024. Zu der Veranstaltung mit vielen Best-Practice-Beispielen aus den Regionen und diversen Diskussionsforen waren neben hunderten Unternehmen auch viele Vertreter aus der Bundespolitik dabei - darunter Bundeskanzler Olaf Scholz sowie die Bundesminister Dr. Robert Habeck (Wirtschaft) und Hubertus Heil (Arbeit).
Herr Lütjen und Herr Orb berichteten von der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse Stadtentwicklung und städtischer Verkehr sowie Häfen, Verkehr und Logistik am 3. Juni 2024. Themenschwerpunkte waren Gewerbeflächen und aktueller Zustand der fünf großen Autobrücken in Bremen. Seitens der Verantwortlichen müsse ein „Masterplan“ erstellt werden, der festlegt, in welchem Zeitraum und in welcher Reihenfolge die fünf Weserbrücken saniert werden. Das Plenum nahm dies zustimmend zur Kenntnis.
Herr Zeimet informierte über die aktuelle Ausbildungssituation im Land Bremen und den aktuellen Sachstand der Ausbildungsumlage. Insgesamt sei in Bremen eine positive Entwicklung bei den neuen Ausbildungsverträgen zu verzeichnen. Allerdings seien die Bewerberzahlen weiterhin rückläufig.
Frau Katja Ollmann, Direktorin der Berufsschule für den Großhandel, Außenhandel und Verkehr, stellte die Berufsschule vor. Sie berichtete, dass diese neue Berufsschule seit Beginn des Schuljahres 2022/23 für den Unterricht zur Verfügung stünde. Ausgangspunkt bei der Planung der Berufsschule war, dass sich die Anforderungen an das Lernen und den Lernprozess geändert haben und damit auch ein neues Konzept und Verständnis einer Berufsschule entwickelt werden mussten. In den aktuellen Arbeitsprozessen würden immer mehr Problemlösefähigkeiten gefordert und die Geschwindigkeit der Veränderungen habe rapide zugenommen. Auch in der Hirn- und Lernforschung ist mittlerweile anerkannt, dass Lernen nur willentlich, mit Gefühl verknüpft, funktioniert, womit der klassische „Frontalunterricht“ weitestgehend überholt sei. Dies führte dazu, dass die Zielsetzung neu bestimmt werden muss. Die Ansammlung von Wissen ist nicht mehr das alleinige Ziel, die Problemlösefähigkeit sei vielmehr entscheidend. Auch die Eigenverantwortung müsse gestärkt werden. Dies stellte jedoch auch die größte Herausforderung dar, da die Auszubildenden neue Kompetenzen lernen müssten. Durch den Neubau sei ein Teil dazu beigetragen worden, dass die Anforderungen an zeitgemäßen Unterricht erfüllt werden können.