Jahresbericht 2025

Bremen trotzt der Flaute: Jahresbericht 2025 zeigt Chancen – jetzt Häfen strukturfinanzieren und Bildung konsequent stärken.
Wir ziehen Bilanz und benennen Prioritäten:
  • Wirtschaftslage: Im 1. Halbjahr 2025 wuchs Bremens Wirtschaft um 2,9 %. Deutschland kam insgesamt nur leicht voran (+0,2 %). Treiber war u. a. die Industrie mit +22,2 % Umsatz (H1); in H2 ließ die Dynamik nach.
  • Häfen im Fokus: Der Bund investiert 1,35 Mrd. Euro in die Hafeninfrastruktur in Bremerhaven; dazu kommt die geplante Milliarden-Investition von Maersk und EUROGATE in das North Sea Terminal. Wir fordern eine strukturelle Bundespauschale von 500 Mio. Euro/Jahr für die Küstenländer – der Hafenlastenausgleich stagniert seit 2005 bei rund 38 Mio. Euro. Priorität hat die Vertiefung der Außenweser.
  • Sicherheit stärken: Norddeutschland ist strategischer Raum. Ereignisse wie Drohnenaktivitäten, beschädigte Kommunikationsleitungen und Cyberangriffe zeigen: Sicherheits- und Versorgungsinfrastruktur müssen hochgestuft werden.
  • Bildung als Standortaufgabe: Bremen ist im Bildungsmonitor zum fünften Mal in Folge Letzter; jährlich verlassen >700 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Wir begrüßen die Qualitätsoffensive von Bildungssenator Mark Rackles (u. a. -30 % Mindeststandard-Verfehlungen bis 2031) – entscheidend ist die Umsetzung.
  • Ausbildungsfonds: Aus unserer Sicht gescheitert (u. a. ~350 Klagen, ausstehende Prämien). Statt Bürokratie setzen wir auf einen Pakt für Berufsorientierung, der jungen Menschen und Betrieben wirklich hilft.
  • Perspektive: Containerumschlag +9,3 %, Arbeitslosenquote 11,2 %, Fachkräfteengpässe halten an. Für 2026 erwarten wir verhaltenen Rückenwind (DIHK-Prognose +1,0 %). Chancen: Verteidigung und Raumfahrt, Offshore-Wind, Wasserstoffimporte – gestützt durch Investitionen in Bremen und Bremerhaven.