Weiterbildungsberatung

Weiterbildungsberatung der Handelskammer

Weiterbildung sichert Fachkräfte
Unternehmen haben zusehends Schwierigkeiten, ihre Arbeitsplätze mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu besetzen. Um den Fachkräftebedarf im eigenen Unternehmen zu decken, ist es wichtig, den eigenen Nachwuchs auszubilden und gute Mitarbeiter durch qualifizierte Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten zu binden. Den Mitarbeitern den Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten, ist ein wichtiges und unerlässliches Instrument der Personalentwicklung und eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Unternehmensstrategie.
Welche Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten gibt es? Wie realistisch ist die Umsetzung von Weiterbildungen in Unternehmen? Welche Förderungen können beantragt werden?

Weiterbildungsmöglichkeiten mit IHK-Fortbildungsabschlüssen

Technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel machen berufliche Weiterbildung zu einer existenziellen Notwendigkeit für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter.
Ohne laufende Anpassung der Kenntnisse und Fertigkeiten an neue Entwicklungen ist eine moderne Industriegesellschaft nicht in der Lage, ihre wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben zu erfüllen. Neben der laufenden Aktualisierung des beruflichen Wissens hat die berufliche Weiterbildung auch die Aufgabe, Grundlagen für den beruflichen Aufstieg zu vermitteln.

Der berufliche Bildungsweg 
Eine erfolgreiche Lehre ist die Basis des "Dreistufigen Bildungsmodells der Wirtschaft". Absolventen einer kaufmännischen Ausbildung können sich zum/zur Fachwirt/-in oder Fachkaufmann/-kauffrau weiterbilden. Fachwirte sind Generalisten und kennen alle betriebswirtschaftlichen Funktionen und Aufgabengebiete einer Branche. Es gibt sie in fast allen Branchen der Wirtschaft: Handel, Banken, Versicherungen, Industrie, Verkehr, Wohnungswirtschaft.
Fachkaufleute sind Spezialisten in einem besonderen Funktionsbereich eines Unternehmens, wie z.B. Außenwirtschaft, Bilanzbuchhaltung, Personalwesen.
Darauf aufbauend kann eine Weiterbildung zum Betriebswirt/zur Betriebwirtin erfolgen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bringen durch ihre Weiterbildung zum/zur Fachwirt/-in oder Fachkaufmann/-kauffrau bereits praktische kaufmännische Kenntnisse mit und werden daher vor allem in Führungs- und Managementtechniken trainiert. Darüber hinaus werden Kenntnisse in "Betriebswirtschaftslehre", "Internationale Wirtschaftsbeziehungen" und "Rechtliche Rahmenbedingungen der Unternehmensführung" vermittelt.
Für Fachkräfte mit einer gewerblich-technischen Ausbildung besteht die Möglichkeit, sich in einer zweiten Stufe zum/zur Fachmeister/-in oder zum/zur Industriemeister/-in zu qualifizieren. Meister haben eine Schlüsselstellung in fast allen technischen Wirtschaftszweigen: z.B. Metall und Elektrotechnik, Druckgewerbe, Chemie. Sie leiten Arbeitsgruppen oder ganze Betriebsstätten, sorgen für den reibungslosen Ablauf.
Die Weiterbildung zum/zur Technischen Betriebswirt/-in ebnet Meistern den Weg in die dritte Stufe des HK-Bildungsmodells. Technische Betriebswirte bilden als technische Führungskräfte eine Nahtstelle zwischen Management und Produktion.

Landesagentur für berufliche Weiterbildung Bremen

Die berufliche Weiterbildungslandschaft im Land Bremen ist vielfältig und bietet umfangreiche Möglichkeiten der Qualifizierung für alle Menschen auf den Ebenen der Kommunen, des Landes und des Bundes an. Um diese Chancen zu bündeln und Weiterbildungsinteressierten einen niedrigschwelligen Zugang zu Informationen über berufliche Weiterbildung, vorhandene Förderinstrumente und Programme zu ermöglichen, hat die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa die Landesagentur für berufliche Weiterbildung (LabeW) als zentrale Anlaufstelle eingerichtet. 
Die LabeW wendet sich neben Ratsuchenden auch gezielt an die Betriebsräte, Unternehmen und Weiterbildungsakteure, die Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Qualifizierungsstrategien benötigen.  
Die Landesagentur für berufliche Weiterbildung richtet dabei ihr Angebot am jeweiligen Qualifizierungsbedarf und in enger Abstimmung mit den Kammern sowie den Sozialpartnerinnen und -partnern aus. Ziel der partnerschaftlichen Zusammenarbeit ist es, aktuelle und individuelle Weiterbildungsbedarfe kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Als eigenes Beratungsangebot bietet die Landesagentur für berufliche Weiterbildung Personen ohne formalen Berufsabschluss die Möglichkeit, diesen über eine berufliche Nachqualifizierung nachzuholen. ( www.nqe-bremen.de)
Die LabeW ist bei der INBAS GmbH angesiedelt und wird durch die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.
Weitere Informationen finden Sie unter  www.labew-bremen.de

Bundesweites Infotelefon zur Weiterbildung

Bürgerinnen und Bürger, die sich beruflich verändern oder weiterentwickeln möchten, können sich telefonisch beraten lassen. Mit dem Infotelefon „Weiterbildungsberatung“ bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Service, der Informationen bündelt.
Tel.: 0800 2017909
Qualifizierte Weiterbildungsberaterinnen und -berater beraten montags bis freitags (außer an Feiertagen) zwischen 9.00 und 17.00 Uhr zu allen weiterbildungsrelevanten Fragen. Sie unterstützen dabei, noch ungenaue Weiterbildungsabsichten zu konkretisieren, für die individuelle Situation passgenaue Angebote und, bei Bedarf, auch persönliche Ansprechpartner vor Ort zu finden.
Die Beraterinnen und Berater beantworten Fragen zur Finanzierung von Weiterbildungsaktivitäten und öffentlichen Förderung. Darüber hinaus erhalten Bürgerinnen und Bürger kompetent Auskunft, wie sie ein Weiterbildungsangebot, die jeweilige Lebenssituation berücksichtigend, ideal nutzen und organisieren können.
Qualität beruflicher Weiterbildung
Wer im Beruf heutzutage »up to date« sein will, muss sich weiterbilden. Eine sich stetig verändernde Arbeitswelt erfordert zur Erhaltung der eigenen Beschäftigungsfähigkeit den fortwährenden Erwerb neuer, am Arbeitsmarkt benötigter Qualifikationen und Kompetenzen. Wer sich jedoch auf die Suche nach einem adäquaten Weiterbildungskurs begibt, steht angesichts der vielfältigen Weiterbildungslandschaft schnell vor der Frage: Welcher Kurs passt zu mir? Die »Checkliste: Qualität beruflicher Weiterbildung« des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hilft bei der Auswahl..
Der Ratgeber des BIBB bietet fundierte Informationen, mit denen Weiterbildungsinteressierte die Qualität von Angeboten und Anbietern leichter beurteilen können. Ein persönliches Beratungsgespräch kann und soll die Checkliste nicht ersetzen.
Ein umfangreiches Glossar - von A wie »Anerkannte Ausbildungsberufe« bis Z wie »Zuständige Stelle« - sowie ausführliche Adress- und Link-Listen runden den Ratgeber ab.
Die  »Checkliste: Qualität beruflicher Weiterbildung« können Sie kostenlos beim BIBB herunterladen oder in der Druckversion (E-Mail an:  vertrieb@bibb.de) bestellen.

europass - europäische Mobilität

Der europass macht Lern- und Berufserfahrungen in Europa transparent und vergleichbar. Er dokumentiert besuchte Fortbildungen und ausgeführten Tätigkeiten. Daneben zeigt er auch die erworbenen Kompetenzen beruflicher, sprachlicher, informationstechnischer, sozialer und organisatorischer Art. Erhalten können ihn alle Personen, die Lernabschnitte oder Praktikumsaufenthalte in Europa absolvieren: Berufsschüler/Auszubildende, Schüler allgemein bildender Schulen, Ausbilder, Lehrkräfte, Studierende, Arbeitnehmer und Teilnehmer in der Erwachsenenbildung. Dabei gelten bestimmte Qualitätskriterien.
Der europass ist ein kostenloser Service der Europäischen Union. Er fördert die europäische Mobilität und unterstützt Bürgerinnen und Bürger bei der Darstellung ihrer Qualifikationen und Kompetenzen im Arbeits- und Lernumfeld. Weitere Informationen dazu finden Sie  Der Europass (europass-info.de)