African Skills 4 Germany
Internationale Kooperationen sind entscheidend, um Bildung und Fachkräftesicherung global zu fördern. Das Projekt „African Skills 4 Germany (AS4G)“ ist eine vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderte Initiative, bei der die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Côte d’Ivoire (AHK Côte d‘Ivoire) gemeinsam mit der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven darauf hinarbeitet, jungen Menschen berufliche Perspektiven zu eröffnen und gleichzeitig dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken.
- Wie ist das Projekt African Skills 4 Germany zu verstehen?
- Wie viele Auszubildende sind verfügbar?
- Wann und wie läuft der Rekrutierungsprozess ab?
- Wie werden die Auszubildenden auf Deutschland vorbereitet?
- Was beinhaltete das Vorbereitungsprogramm in Côte d’Ivoire?
- Welche Sprachkenntnisse haben die Auszubildenden bei Ankunft in Deutschland?
- Welche Kosten fallen an und welche tragen die Unternehmen?
- Sicherung des Lebensunterhalts
- Wie finden die Auszubildenden eine Unterkunft?
- Welche Unterstützung erhalten Unternehmen?
- Welche Rolle spielen die Unternehmen bei der Integration?
- Was passiert, wenn es kulturelle Missverständnisse gibt?
- Gibt es einen Kontakt für Rückfragen?
Das Projekt AS4G hat das Ziel, Unternehmen in Deutschland mit Talenten aus Côte d‘Ivoire zu vernetzen. In Absprache mit der AHK Côte d’Ivoire und der Handelskammer Bremen wird das Programm gezielt lokalen Unternehmen vorgestellt, um die nächsten Schritte für eine erfolgreiche Umsetzung zu planen.
Wie ist das Projekt African Skills 4 Germany zu verstehen?
Es handelt sich um ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördertes Projekt, das zum einen die Rekrutierung der Teilnehmenden übernimmt und sich zum anderen um den Spracherwerb im Herkunftsland kümmert. Es kann von Unternehmen weitgehend kostenfrei genutzt werden – dies ist insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen empfehlenswert. Weitere Informationen finden Sie hier.
Wie viele Auszubildende sind verfügbar?
Aktuell stehen 5 Kandidaten zur Verfügung.
Wann und wie läuft der Rekrutierungsprozess ab?
Nach den ersten Gespräche mit den Unternehmen geht es wie folgt weiter:
- Erster Schritt: Identifikation der passenden Kandidatenprofile durch die AHK Côte d‘Ivoire
- Zweiter Schritt: Weiterleitung der Bewerbungsunterlagen von den vorausgewählten Kandidaten an die Unternehmen
- Dritter Schritt: Vorstellungsgespräche mit Kandidaten durch die Unternehmen, AHK Côte d‘Ivoire und HK Bremen.
- Vierter Schritt: Auswahl der Kandidaten durch die Unternehmen
Wie werden die Auszubildenden auf Deutschland vorbereitet?
Bereits in Côte d’Ivoire nehmen die ausgewählten Teilnehmenden an einem Vorbereitungsprogramm teil. Dieses vermittelt sprachliche, kulturelle und praktische Kompetenzen für das Leben und Arbeiten in Deutschland.
Was beinhaltete das Vorbereitungsprogramm in Côte d’Ivoire?
- Orientierungsworkshop (4 Tage):
- Einführung in das duale Ausbildungssystem
- Gesellschaftliche Werte in Deutschland (z. B. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit)
- Interkulturelle Kommunikation & Konfliktvermeidung
- Alltagswissen: Wohnen, Mülltrennung, Nahverkehr, Gesundheitssystem
- Assessment Workshop (2 Tage) mit Unternehmen und Kandidaten
- Prüfung der Motivation und Lernfähigkeit der Kandidaten
- Realitätscheck und Gespräche auch mit Arbeitgebern
- Entscheidung des Unternehmens, ob mit dem Kandidaten, weitergemacht wird
- Sprachkurse bis zum B1 Sprachniveau
- Sprachprüfung zum Erwerb des B1 Zertifikats gleich nach der Auswahl
- Reisevorbereitungsworkshop: (1 Tag)
- Erstellung und Prüfung von Reisedokumenten
- Antragsstellung Visum in Deutschland
- Packlisten, Impfberatung, Vorbereitung auf kulturelle Unterschiede
- Abschlusstest zur Überprüfung des gelernten Wissens
- Begleitung bei Visumantrag und Ausreise
Welche Sprachkenntnisse haben die Auszubildenden bei Ankunft in Deutschland?
Alle Teilnehmenden absolvieren Sprachkurse am Goethe-Institut und erreichen das Niveau B1 inklusive Sprachprüfung. Dies ist Voraussetzung für den Aufenthaltstitel und den Ausbildungsbeginn. Sollte ein höheres Niveau benötigt werden, ist dieses durch das Unternehmen zu organisieren.
Welche Kosten fallen an und welche tragen die Unternehmen?
Das Vorbereitungsprogramm und die Beantragung des Aufenthaltstitels sind kostenfrei. Unternehmen tragen die Flugkosten und ggf. die Kosten für Sprachkurse vor Ort. Falls keine Unterkunft gestellt wird, wird ein Mietzuschuss
von 50 % der Mietkosten empfohlen.
von 50 % der Mietkosten empfohlen.
Sicherung des Lebensunterhalts
Der Lebensunterhalt muss für die Dauer des gesamten Aufenthalts gesichert sein. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für das Visum zur Berufsausbildung. Bei einer betrieblichen Berufsausbildung erhält der Azubi eine Vergütung, welche als Nachweis gelten kann. Wenn die Ausbildungsvergütung im Monat mindestens 1.048 Euro brutto (Betrag gültig für das Jahr 2026) beträgt, gilt der Lebensunterhalt als gesichert.
Wie finden die Auszubildenden eine Unterkunft?
Die Wahrscheinlichkeit, dass Auszubildende aus Côte d’Ivoire selbstständig eine Unterkunft finden, ist sehr gering. Daher ist die Unterstützung durch das Unternehmen besonders wichtig.
Was ist beim Onboarding zu beachten?
Ideen für ein Welcome Package im Betrieb sind z.B.:
- Begrüßungstag und Betriebsrundgang
- Vorstellung im Team, Ansprechpartner, Regeln
- Bestimmung eines Mentors innerhalb des Unternehmens
- Informationsheft/Vokabelflyer (optimal: auf Deutsch & Französisch)
- Einladung zu Willkommensmessen oder Teamevents
- Hilfe bei Anmeldung, Bank, Krankenversicherung etc.
- Ermöglichen von zusätzlichen Sprach- oder Integrationskursen.
Welche Unterstützung erhalten Unternehmen?
- Die Auszubildenden werden auch in Bremen begleitet (HK, Willkommensservice WFB)
- Austausch zwischen den beteiligten Unternehmen wird durch HK und AHK gefördert
- Empfang im Haus Schütting für Unternehmen und Auszubildende.
Welche Rolle spielen die Unternehmen bei der Integration?
Die Unternehmen übernehmen eine zentrale Rolle, z. B. durch:
- Bereitstellung von Unterkunft oder Hilfe bei der Wohnungssuche
- Mentoring-Programme seitens des Senior Expert Service (SES) oder feste Bezugspersonen
- Teilnahme an kulturellen oder sozialen Aktivitäten
- Einführung in betriebliche Abläufe und Erwartungen
Was passiert, wenn es kulturelle Missverständnisse gibt?
Das Programm legt großen Wert auf interkulturelle Sensibilisierung. Die Auszubildenden lernen Strategien zur Konfliktvermeidung und offenen Kommunikation. Auch Unternehmen werden ermutigt, sich auf kulturelle Diversität vorzubereiten. Hierbei können die HK und die AHK unterstützen und Seminare für Unternehmen anbieten.
Gibt es einen Kontakt für Rückfragen?
Unternehmen können sich an folgende Personen wenden:
Delegation der Deutschen Wirtschaft in Côte d‘Ivoire
Herr Dr. Ange Frederic Dodohoré
Projektleiter „African Skills 4 Germany“
a.dodohore@abidjan.ahk.de
+225 07 18 26 64 79
Herr Dr. Ange Frederic Dodohoré
Projektleiter „African Skills 4 Germany“
a.dodohore@abidjan.ahk.de
+225 07 18 26 64 79