EU-Ökodesign-Richtlinie

Mit der EU-Ökodesign-Richtlinie werden verbindliche Mindestanforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte festgelegt. Die als Verordnung erlassenen, produktspezifischen Ökodesign-Anforderungen sind in allen EU-Mitgliedsstaaten unmittelbar gültig und verbindlich für Hersteller und Importeure. Nur wenn das betroffene Produkt die Ökodesign-Anforderungen erfüllt, darf es die CE-Kennzeichnung tragen und in der EU in Verkehr gebracht werden.
Mit der  EU-Ökodesign-Richtlinie wurde der Anwendungsbereich von energiebetriebenen Produkten auf energieverbrauchsrelevante Produkte ausgedehnt. Das schließt Produkte ein, die zwar selbst keine Energie verbrauchen aber wesentlichen Einfluss auf den Energieverbrauch haben. In Deutschland wird die Anwendung der Ökodesign-Richtlinie durch das  Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG) und die entsprechende  Durchführungsverordnung (EVPGV) geregelt. Zuständige Behörde in Deutschland ist die  Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), zuständig für die Marktüberwachung in Bremen ist die Gewerbeaufsicht.
Für eine Reihe von Produktgruppen wurden bereits Ökodesign-Anforderungen in Durchführungsmaßnahmen festgelegt und als Verordnung erlassen. Sie sind damit in allen EU-Mitgliedsstaaten unmittelbar gültig und verbindlich. Die zwingende Erfüllung der Ökodesign-Anforderungen ist Voraussetzung für das Inverkehrbringen des Produkts in der EU. Als Nachweis für die Einhaltung der Vorschriften wird die  CE-Kennzeichnung verwendet. Die Verantwortung für die Erfüllung der Ökodesign-Anforderungen und damit die CE-Kennzeichnung hat derjenige, der das betroffene Produkt im Europäischen Wirtschaftsraum in Verkehr bringen will. Das ist im Allgemeinen der Hersteller oder sein Bevollmächtigter und in bestimmten Ausnahmen der Importeur des Produktes. Weitere Informationen bieten unser  Merkblatt zum Ökodesign sowie die  Internetseiten des Umweltbundesamtes.
Zum 1. März 2021 sind neue Verordnungen zur Ökodesign–Richtlinie in Kraft getreten. Damit kommt es zu neuen Standards für bestimmte neue Produkte hinsichtlich deren Reparierbarkeit und Effizienz. 
Betroffen sind unter anderem Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kühlschränke und Bildschirme. So müssen deren Hersteller oder Importeure nun über einen Zeitraum von mindestens sieben beziehungsweise zehn Jahren nach dem Inverkehrbringen des letzten Exemplars eines Modells in der EU noch Reparaturanleitungen und bestimmte Ersatzteile zu Ermöglichung von Reparaturen durch Fachbetriebe zur Verfügung stellen. Für wiederum andere Ersatzteile gilt dies zur Ermöglichung von Reparaturen auch durch Verbraucher selbst. Ersatzteile sollen innerhalb von 15 Arbeitstagen geliefert werden.
Weitere Informationen finden Sie direkt auf den Seiten der EU-Kommission.