Abschaffung - vermiedene Netznutzungsentgelte

Die Bundesnetzagentur hat endgültig beschlossen, die vermiedenen Netznutzungsentgelte (VNE) für dezentrale, steuerbare Kraftwerke (insbesondere KWK-Anlagen) ab 2029 vollständig abzuschaffen. Der Abbau erfolgt stufenweise: Ab Mitte 2026 werden die Entgelte um 50 % reduziert, Anfang 2027 folgt eine weitere Reduktion um 50 %. Anfang 2028 sinken die Entgelte um 75 %, bevor sie 2029 vollständig entfallen.
Die Bundesnetzagentur begründet seine Entscheidung damit, dass VNE nicht mehr zeitgemäß seien und jährliche Kosten von rund 1 Mrd. Euro für Abnehmer verursachen, die nicht für den Netzbetrieb notwendig sowie zu keiner effizienteren Netznutzung beitragen. Zudem betont die Bundenetzagentur, dass die Einsparung durch dezentrale Einspeisung nicht mehr zutreffend sei. Grund dafür ist, dass Verteilnetze heute teilweise auch in höhere Netzebenen einspeisen, was den Netzausbau verstärken kann und nicht zu vermiedenen Netzentgelten führt.
Gleichzeitig bleibt festzuhalten, dass mit dem Auslaufen der vermiedenen Netzentgelte jährlich rund 1 Milliarden Euro eingespart wird. Einsparungen die sich in reduzierten Netzentgelten für Haushalte und Betriebe wiederfinden werden.
Weitere Informationen zur Festlegung finden Sie auch im Beschluss zum Verfahren unter: GBK-25-02-1#1_Festlegung
Info DIHK