Einigung im Trilogverfahren zum EU-US-Zollabkommen

Die EU-Institutionen haben sich im Trilogverfahren auf die Umsetzung des EU-US-Zollabkommens („Turnberry Deal“) verständigt. Ziel der Vereinbarung ist es, die transatlantischen Handelsbeziehungen zu stabilisieren und weitere Eskalationen im Zollkonflikt zwischen der Europäischen Union und den USA zu vermeiden.
Die Kollegen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) bewerten die Einigung als wichtiges Signal für mehr Planungssicherheit im Außenhandel. Zugleich weisen sie darauf hin, dass die Vereinbarung aus Sicht vieler Unternehmen zwar nicht in allen Punkten zufriedenstellend ist, angesichts der bestehenden Unsicherheiten und drohender weiterer US-Zölle jedoch eine verlässliche Umsetzung notwendig sei.
DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier betont zudem, dass die EU weiterhin auf den Abbau unrechtmäßiger US-Zölle drängen und das regelbasierte multilaterale Handelssystem stärken müsse. Gleichzeitig solle Europa die gewonnene Zeit nutzen, um Handelsbeziehungen zu diversifizieren und neue Partnerschaften auszubauen.
Was bedeutet das für Unternehmen?
Mit der Einigung verbindet sich für exportorientierte Unternehmen zunächst mehr Verlässlichkeit im transatlantischen Handel. Insbesondere für Industrieunternehmen mit engen Liefer- und Wertschöpfungsketten zwischen der EU und den USA kann dies kurzfristig zu einer besseren Planbarkeit bei Beschaffung, Produktion und Exporten beitragen.
Gleichzeitig bleiben zahlreiche Details der Umsetzung sowie mögliche sektorale Auswirkungen weiterhin zu beobachten. Unternehmen sollten daher:
  • Entwicklungen bei Zoll- und Handelsregelungen weiterhin eng verfolgen,
  • bestehende Lieferketten und Vertragsstrukturen überprüfen,
  • mögliche Auswirkungen auf Preisgestaltung und Beschaffung kalkulieren und
  • ihre Diversifizierungsstrategien für Absatz- und Beschaffungsmärkte weiterentwickeln.

Weiterführende Informationen
  • DIHK-Stellungnahme „Wichtiges Signal in der Handelspolitik“
  • DIHK-Dossier USA / EU‑US‑Handelspolitik
  • Informationen der Europäischen Kommission zur EU‑US‑Handelspolitik



Für weitere Rückfragen zum Thema steht Ihnen das Team International der Handelskammer Bremen jederzeit gern zur Verfügung!