Dringender Aufruf: Hilfe für die Ukraine während des Winters 2026 – Generalkonsulat bittet um Unterstützung

Der Winter 2026 stellt die Menschen in der Ukraine erneut vor extreme Herausforderungen. Anhaltende russische Raketen- und Drohnenangriffe haben gezielt die Energieinfrastruktur des Landes ins Visier genommen und ganze Regionen in Dunkelheit und Kälte gestürzt. Das Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg ruft daher öffentlich zu verstärkter Unterstützung aus Norddeutschland auf.
Laut aktuellen Angaben des ukrainischen Außenministeriums wurden allein im vergangenen Jahr mehr als 1.950 Raketen und über 54.000 Drohnen gegen zivile und infrastrukturelle Ziele der Ukraine eingesetzt. Besonders betroffen sind Energieerzeugungs- und Versorgungsanlagen – mit dramatischen Folgen: Seit Oktober 2025 wurden rund 8,5 Gigawatt an Erzeugungskapazität zerstört, viele Anlagen wurden mehrfach getroffen, nachdem sie gerade erst repariert worden waren.
Die Lage hat sich seit Jahresbeginn 2026 mit massiven Angriffen und außergewöhnlich starken Frostperioden weiter verschärft. Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius setzen der Bevölkerung zu. In der Nacht zum 20. Januar wurde die Hauptstadt Kyjiw erneut Ziel eines schweren Angriffs. Etwa 6.000 Mehrfamilienhäuser wurden dadurch von der Energieversorgung abgeschnitten – trotz zuvor erfolgter Wiederanschlüsse.
Die Regionen Dnipro, Saporischschja, Kyjiw, Tschernihiw und Odesa zählen aktuell zu den am schwersten betroffenen Gebieten. Immer wieder müssen Hunderttausende Menschen ohne Strom, Heizung und teilweise sogar ohne Wasser auskommen. Ganze Städte erleben großflächige Blackouts, und die Wohnungen kühlen auf Minusgrade ab.

Handlungsaufruf an Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft

Das Generalkonsulat der Ukraine bittet daher eindringlich um Unterstützung:
Bundesländer, Landkreise und Kommunen werden dazu aufgerufen, die mögliche Lieferung kommunaler Technik und Generatoren zu prüfen. Unternehmen und Wirtschaftsverbände sind gebeten, Sachspenden sowie direkte Hilfen für die besonders betroffenen Regionen bereitzustellen. Zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine und Netzwerke sollen lokale Sammelaktionen starten und ihre ukrainischen Partnerkommunen unterstützen. Bürgerinnen und Bürger werden ermutigt, sich an Spenden- und Informationskampagnen zu beteiligen. Jeder Beitrag hilft, Menschen in akuter Not das Überleben in dieser katastrophalen Situation zu sichern.

So können Sie helfen

Spenden sind unter dem Verwendungszweck „Wärme für die Ukraine“ willkommen beim:
Norddeutsch-Ukrainischer Hilfsstab e.V.
IBAN: DE04 8306 5408 0005 3466 14
BIC: GENODEF1SLR
Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden. Die Spendengelder werden gezielt für die Anschaffung von Stromgeneratoren und Wärmegeräten eingesetzt.
Das Generalkonsulat steht als Ansprechpartner für Rückfragen und zur Organisation von Hilfswegen zwischen deutschen Partnern und ukrainischen Initiativen bereit. Gemeinsam kann die Unterstützung gebündelt und dorthin gebracht werden, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Bitte verbreiten Sie diesen Aufruf in Ihren Netzwerken und helfen Sie dabei, menschliches Leid in diesem Winter zu lindern.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Generalkonsulats und via E-Mail an bluemel@hilfe-ua.de.