US-Zollbehörde startet das neue Tool CAPE für IEEPA-Zollertragsrückerstattungen

Am 20. April 2026 führt die U.S. Customs and Border Protection (CBP) die erste Phase des neuen Tools Consolidated Administration and Processing of Entries (CAPE) im Automated Commercial Environment Secure Data Portal (ACE Portal) ein.
CAPE soll den Antrag und die Abwicklung von Rückerstattungen von IEEPA-Zöllen deutlich vereinfachen. Künftig wird ein vollständig elektronischer Prozess zur Verfügung stehen, der es Importeuren erlauben soll, berechtigte Rückerstattungsansprüche auf Grundlage gerichtlicher Entscheidungen und gesetzlicher Vorgaben digital einzureichen.

IEEPA-Rückerstattungen sollen hier konsolidiert verarbeitet werden, inklusive Zinsen – im Gegensatz zur bisherigen einzelpositionsbezogenen Abwicklung pro Zolleintrag.
Die Behörde verfolgt bewusst einen stufenweisen Implementierungsansatz:
  • Phase 1 - ab 20. April 2026 soll sich beschränken auf:
    • bestimmte noch nicht liquidierte Einträge
    • bestimmte Einträge innerhalb von 80 Tagen nach Liquidation
  • Weitere Phasen sollen schrittweise komplexere Fallkonstellationen abdecken und zusätzliche Funktionalitäten bereitstellen.

So funktioniert das CAPE-Verfahren

Für die Beantragung von IEEPA-Zollerträgen sind nur wenige, klar definierte Schritte notwendig:
  1. ACE-Portal-Zugang
    • Der Importer of Record (IOR) oder ein bevollmächtigter Zollagent verfügt über ein aktives ACE Secure Data Portal-Konto.
  2. Hinterlegung der Bankverbindung
    • Empfänger von Rückerstattungen müssen ihre Bankdaten (ACH) im ACE-Portal hinterlegen.
  3. Einreichung der CAPE Declaration
    • Die CAPE Declaration wird durch den IOR oder den autorisierten Broker im ACE-Portal eingereicht.
  4. Bearbeitung durch CBP
    • Nach Annahme der Erklärung:
      • Entfernung der IEEPA‑HTS‑Nummer
      • Neuberechnung der Zollschuld ohne IEEPA
      • Aktualisierung des Eintrags (neue Version)
      • Liquidation oder Re‑Liquidation durch CBP
  5. Konsolidierte Rückerstattung
    • Rückzahlungen erfolgen zusammengefasst:
      • nach Importer of Record oder
      • nach benannter Partei (CBP Form 4811)
      • gruppiert nach Liquidationsdatum

Wie bereiten Unternehmen den Prozess vor?

Die U.S. Customs and Border Protection (CBP) empfiehlt allen Importeuren und Zollagenten, die künftig CAPE nutzen möchten, zeitnah folgende Punkte zu prüfen:
  • Besteht ein aktives ACE-Portal-Konto?
  • Sind Bankdaten für ACH-Rückerstattungen im ACE-Portal hinterlegt?
  • Sind interne Prozesse auf die konsolidierte Rückerstattungssystematik vorbereitet?
Zur Unterstützung stellt CBP umfangreiche Schulungs- und Informationsmaterialien bereit, u. a.:
Rejected ACH Refund Information: Replacement Refund Instructions

Ansprechpartner bei CBP