EU-US-Rohstoffpartnerschaft: Was deutsche Unternehmen benötigen

Seltene Erden, Batteriemetalle und Verteidigungsrohstoffe sind längst zu einem zentralen wirtschaftspolitischen Thema geworden. Sowohl Europa als auch die USA stehen vor dem gleichen Problem: einer hohen Abhängigkeit von China bei kritischen Rohstoffen.
Vor diesem Hintergrund haben die Europäische Union und die USA am 24. April 2026 eine neue Rohstoffpartnerschaft unterzeichnet. Ziel ist es, Lieferketten widerstandsfähiger zu machen und den Zugang zu wichtigen Rohstoffen langfristig zu sichern. Vorgesehen sind unter anderem koordinierte Handelsmaßnahmen, gemeinsame Standards, Finanzierungsinstrumente sowie Abnahmevereinbarungen.
Die DIHK sieht darin grundsätzlich wichtige Chancen für deutsche Unternehmen – warnt jedoch zugleich vor neuen einseitigen Abhängigkeiten. Entscheidend sei eine transatlantische Partnerschaft „auf Augenhöhe“, insbesondere vor dem Hintergrund der zuletzt angespannten Handelsbeziehungen mit den USA.
In ihrem Papier „Impulse für eine EU-USA Rohstoffpartnerschaft“ formuliert die DIHK sechs zentrale Forderungen für den angekündigten Aktionsplan:
  • Partnerschaft auf Augenhöhe
  • Konkrete Projekte statt bloßer Absichtserklärungen
  • Preisuntergrenzen nur als letztes Mittel
  • Gemeinsame Finanzierungsarchitektur
  • Forschung, Recycling und geologische Erkundung vertiefen
  • Strategische Souveränität Europas sichern
Für die deutsche Wirtschaft bleibt entscheidend, dass Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und offene Märkte gemeinsam gestärkt werden.
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