Globale Wirtschaft im Blick – Professor Lars Feld analysiert Chancen und Herausforderungen
Rund 200 Gäste kamen am gestrigen Abend ins FUNKE Medienhaus, um an der gemeinsamen Veranstaltung der IHK Braunschweig und der UNION Kaufmännischer Verein von 1818 e. V. teilzunehmen. „Wirtschaftspolitik in einer neuen Weltordnung“ war das Thema des Abends, das angesichts der internationalen Krisen aktueller nicht sein könnte.
Die Akteure des Abends v. l.: Sascha Harland (Präsident der UNION kaufmännischer Verein von 1818 e. V.), Tobias Hoffmann (Präsident der IHK Braunschweig), Prof. Lars Feld (Professor für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Universität Freiburg sowie Direktor des Walter Eucken Instituts), Astrid Striese (Vizepräsidentin der IHK Braunschweig und der UNION kaufmännischer Verein von 1818 e. V.) und Dr. Florian Löbermann (Hauptgeschäftsführer der IHK Braunschweig).
Astrid Striese, Vizepräsidentin der IHK und der UNION, begrüßte die Gäste und moderierte durch den Abend. IHK-Präsident Tobias Hoffmann hat zu Beginn einen kurzen Überblick über die aktuelle politische Lage mit ihrer strangulierenden Bürokratie gegeben und damit gleich eine der größten Schwierigkeiten für die Unternehmen aufgezeigt.
UNIONs-Präsident Sascha Harland machte deutlich, welche wichtige Rolle die Kaufmännische UNION in Zeiten des globalen Wandels für den Austausch zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik spielt. Gerade in Krisenzeiten sind Netzwerke hilfreich und wichtig.
Den inhaltlichen Schwerpunkt des Abends setzte Lars Feld, Professor für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Universität Freiburg sowie Direktor des Walter Eucken Instituts. In seinem Vortrag „Wirtschaftspolitik in einer neuen Weltordnung“ analysierte er, wie geopolitische Entwicklungen, protektionistische Tendenzen und wirtschaftspolitische Verschiebungen die globalen Rahmenbedingungen verändern und welche Chancen und Herausforderungen sich für Deutschland und Europa ergeben. In seinem Vortrag machte er deutlich: „Wir haben kein Nachfrageproblem, wir haben ein Angebotsproblem. Deutschland ist zu teuer, um dort zu investieren. Wir sind sehr gut in der Generierung von Wissen und Patenten, aber haben zu hohe Hemmnisse und Regulierungen für die Umsetzung am Markt.“ Damit unterstrich Feld den anfänglichen Appell von IHK-Präsident Hoffmann.
Im anschließenden Paneltalk diskutierten Feld, Hoffmann und Harland gemeinsam mit den Gästen die Auswirkungen der neuen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum rundeten die Veranstaltung ab.
Ziel der Kooperation zwischen der IHK Braunschweig und der UNION Kaufmännischer Verein von 1818 e. V. ist, es Perspektiven, Netzwerke und Kompetenzen zu bündeln, um Unternehmen, Institutionen und Entscheidungstragende in einen strukturierten Dialog zu bringen und aktuelle wirtschaftliche sowie gesellschaftspolitische Fragestellungen nachhaltig zu beleuchten.
Stand: 22.04.2026
