Warnung vor Phishing-Mails
Die IHKs in Deutschland und ihre Mitgliedsunternehmen sind immer wieder von ausgefeilten Phishing-Angriffen betroffen. Ziel des Angriffs ist das Erlangen von Daten der betreffenden Unternehmen. Vom Öffnen der in den E-Mails enthaltenen Links oder einer Dateneingabe raten wir dringend ab. Ein gezieltes Blockieren dieser E-Mails seitens der IHK Braunschweig ist technisch nicht möglich, weshalb die IHK ihre Mitgliedsunternehmen zu besonderer Wachsamkeit aufruft.
Aktuelle Beispiele
Auch zahlreiche Unternehmen in Braunschweig und der Region erhalten betrügerische Mails mit vermeintlichem IHK-Bezug. Diese aktuellen Beispiele sind im Umlauf:
Amtlicher Hinweis zu hinterlegten Unternehmensangaben (vom 11. Februar 2026)
Großen Druck baut die jüngste Version vorgeblich von der IHK stammender Phishing-Mails auf: Den Empfängern wird vorgeworfen, "auch im Jahr 2026 keine ordnungsgemäße Datenaktualisierung vorgenommen" zu haben. Dies verletze die "gesetzlich vorgesehene Mitwirkungspflicht im Rahmen des Registrierungs- und Verwaltungsverfahrens der lndustrie- und HandeIskammer", schreiben die Betrüger, die in mittlerweile vertrauter Manier das große "I" in IHK-Namen und Linkadresse durch ein kleines "L" ersetzen. Dies sei die "letztmalige formelle Gelegenheit", die eigenen Unternehmensdaten vollständig zu aktualisieren – und zwar ausschließlich über das "o;izielle Online-Portal der lndustrie- und HandeIskammer". Werde das in der Mail verlinkte Formular nicht fristgerecht und vollständig ausgefüllt, könnten daraus "formelle Maßnahmen im Rahmen des geltenden Aufsichts- und Vollstreckungsverfahrens resultieren", drohen die Absender. Wie immer gilt auch hier: Bitte ignorieren Sie diese Mail, klicken Sie keinesfalls auf den Link, und geben Sie keine Daten preis.
Aufforderung zur Datenaktualisierung (vom 29. Januar 2026)
Von der Adresse "Deutsche.Handelskammer@gmx.de" aus versendet in der jüngsten Phishing-Variante angeblich die Deutsche Industrie- und Handelskammer Mails mit dem Betreff "Aufforderung zur Datenaktualisierung". Die DIHK sei "gesetzlich verpflichtet, die Richtigkeit der im Handelsregister eingetragenen Unternehmensdaten zu überwachen", schreiben die Betrüger, und sie fordern die Empfänger auf, ihre Daten innerhalb von 7 Werktagen unter Nutzung einer hellblau hervorgehobenen "Referenznumer" zu aktualisieren. Bitte klicken Sie nicht auf die Schaltfläche “Zum DIHK Serviceportal” und geben Sie keinesfalls Ihre Daten ein. Diese Mail stammt nicht von der DIHK.
Sachstandsmitteilung zu Unternehmensdaten (vom 26. Januar 2026)
In Mails mit dem Betreff "Sachstandsmitteilung zu Unternehmensdaten" wird behauptet, dass eine vermeintliche "Überprüfung sowie die AktuaIisierung der bei der lndustrie- und HandeIskammer hinterlegten Unternehmensdaten" bislang nicht abgeschlossen" worden sei. Damit sei "die gesetzlich vorgesehene Mitwirkungspflicht weiterhin nicht erfüllt". Spätestens innerhalb von 24 Stunden müsse diese Bearbeitung erfolgen, andernfalls, so die Betrüger, drohten Sanktionen und Bußgelder. Wenn Sie eine solche Mail erhalten, löschen Sie sie bitte sofort, und klicken Sie keinesfalls auf den Link "https://www.lhk.de/unternehmensdaten", hinter dem eine gänzlich andere Zieladresse liegt.
Es ist nicht auszuschließen, dass die Betreiber der Phishing-Kampagne die so erlangten Daten für künftige Angriffe auf die Wirtschaft in der Region Braunschweig verwenden. Dazu zählen insbesondere sogenannte Social-Engineering-Angriffe, bei denen sich Angreifer ihr zuvor erlangtes Wissen für Betrugsversuche, das Erschleichen sensibler Informationen oder andere kriminelle Zwecke zunutze machen.
Die IHK Braunschweig empfiehlt ihren Mitgliedsunternehmen eine dauerhaft hohe Wachsamkeit für Phishing-E-Mails, Social-Engineering und weitere Betrugsversuche.
Auf der Homepage der DIHK können Sie sich außerdem über aktuelle Phishing-Kampagnen informieren.
Stand: 11.02.2026
