Netzengpässe für Unternehmen: IHKN richtet Meldeportal ein
Der Zugang zu ausreichend dimensionierten Stromanschlüssen entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor für Unternehmen in der Region. Immer häufiger berichten Betriebe davon, dass geplante Ansiedlungen, Erweiterungen oder die Umstellung von Produktionsprozessen auf elektrische Energie an fehlenden Netzkapazitäten scheitern oder sich erheblich verzögern. Die Netzbetreiber beklagen ungünstige Rahmenbedingungen bei der Erweiterung der Netzkapazitäten.
Um ein umfassendes Bild über die tatsächlichen Herausforderungen zu gewinnen, hat die IHK Niedersachsen ein zentrales Meldeportal eingerichtet. Betroffene haben dort die Möglichkeit, ihre konkreten Erfahrungen zu schildern – etwa zu nicht verfügbaren Netzanschlüssen, unzureichenden Kapazitäten oder langen Bearbeitungszeiten bei Anschlussanfragen.
Ziel der Initiative ist es, belastbare Daten und praxisnahe Fallbeispiele zu sammeln. Diese sollen als Grundlage dienen, politischen Entscheidungsträgern und Behörden die Dringlichkeit des Netzausbaus und verbesserter Rahmenbedingungen deutlich zu machen.
„Wir wissen aus vielen Gesprächen, dass das Problem zunimmt. Uns fehlen jedoch bislang flächendeckende und systematisch erfasste Rückmeldungen aus der Wirtschaft“, berichtet Monika Scherf, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen. „Mit dem Meldeportal wollen wir diese Lücke schließen und den Handlungsbedarf klar belegen.“
Unternehmen sind daher ausdrücklich aufgerufen, sich zu beteiligen und ihre Situation über die bereitgestellte Plattform zu melden. Die eingehenden Informationen werden vertraulich behandelt und fließen in aggregierter Form in die weitere Auswertung ein.
Die Meldestelle ist ab sofort erreichbar unter: Willkommen auf dem IHKN-Meldeportal für Netzengpässe - IHK Niedersachsen
Quelle: IHKN
Stand: 07.09.2026
Stand: 07.09.2026
