22.06.2026 | Nachhaltige Metropole

Corporate Political Responsibility: Unternehmen als Akteure der Demokratie

Unter dem Titel „Corporate Political Responsibility“ diskutierte der Ausschuss „Nachhaltige Metropole“ am 22. Juni 2026 die Frage, welche Rolle Unternehmen bei der Stärkung demokratischer Strukturen spielen können. Im Mittelpunkt stand die Verantwortung von Unternehmen als gesellschaftliche Akteure in Zeiten wachsender Polarisierung.
Dr. Johannes Bohnen (BOHNEN Public Affairs) stellte das Konzept der Corporate Political Responsibility vor. Sein Ansatz: Nachhaltigkeit umfasst nicht nur ökologische und soziale, sondern auch politische Verantwortung. Unternehmen seien wichtige Orte des gesellschaftlichen Austauschs und könnten ihre Reichweite, ihre Netzwerke und ihre Unternehmenskultur nutzen, um demokratische Werte und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
In der anschließenden Diskussion mit Sophia Becker (Business Council for Democracy) und Yvonne Martini (Young Social Innovation) standen demokratische Kompetenzen im Arbeitsalltag im Fokus. Die Teilnehmenden betonten die Bedeutung von kritischem Denken, konstruktiver Debattenkultur und niedrigschwelligen Maßnahmen, mit denen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können.