Pressemitteilung

Gemeinsame PM: Launch der Plattform „Berliner Wirtschaft hilft“ - Vorsorgen für die nächste Krise

Um die Handlungsfähigkeit der Berliner Wirtschaft in Krisenlagen zu stärken und Hilfe aus der Wirtschaft besser zu koordinieren, haben die IHK Berlin, die Handwerkskammer Berlin und die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg die Plattform „Berliner Wirtschaft hilft“ gestartet. Ziel ist es, betriebliche Ausfälle in Notlagen zu begrenzen, Hilfskräfte zu unterstützen und durch gegenseitige Hilfe und die gebündelten Ressourcen der Berliner Unternehmen die Resilienz Berlins insgesamt zu stärken.
Über die Plattform können Unternehmen vorsorglich Unterstützungsangebote hinterlegen, etwa Notstromaggregate, Großgerät, Lager- und Büroflächen oder logistische Kapazitäten. Kommt es zu einer Krise, können betroffene Betriebe ihren konkreten Bedarf melden. Die Partner informieren sodann alle registrierten Unternehmen, vermittelt über eine Krisenhotline passgenau zwischen Hilfsangeboten und Bedarfen und bietet Musterverträge für verschiedene Einsatzszenarien. Zudem kann über „Berliner Wirtschaft hilft“ Unterstützung für Einsatz- und Hilfskräfte mobilisiert werden. So gelangen verfügbare Ressourcen schnell dorthin, wo sie benötigt werden. Ergänzt wird die Plattform durch Informationen rund um das Thema Resilienz. So können Unternehmen anhand der hinterlegten Checklisten die eigene Krisenfestigkeit überprüfen.
Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin IHK Berlin: „Wir können Krisen nicht vorhersagen, aber wir können und müssen uns besser wappnen. Wie notwendig das ist, haben die jüngsten Angriffe auf Umspannwerke und die digitale Infrastruktur gezeigt. Für ein resilientes Berlin müssen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenarbeiten und ihre jeweiligen Möglichkeiten und Netzwerke einbringen. Unsere Plattform ‚Berliner Wirtschaft hilft‘ bündelt verfügbare Ressourcen und Unterstützungsangebote der Berliner Unternehmen und vermittelt im Ernstfall schnell und unbürokratisch zwischen Angebot und Bedarf. Denn wenn die Krise da ist, zählt Schnelligkeit.“
Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Berlin: „In einer Krise sind die ersten 72 Stunden entscheidend für den weiteren Verlauf. Die Berliner Wirtschaft - und gerade das Handwerk - können im Ernstfall durch ihre Vielfalt wichtige Fähigkeiten bereitstellen. Dafür müssen wir schon vorher wissen, wer was leisten kann. Genau diese Lücke schließt ‚Berliner Wirtschaft hilft‘: Über die Plattform werden Angebot und Bedarf gezielt zusammengebracht. So können wir im Krisenfall schnell und effizient denen helfen, die Unterstützung brauchen. Mit unseren Betrieben, für unsere Betriebe und für Berlin. Denn Krisen bewältigt man nicht allein, sondern zusammen.“
Alexander Schirp, Hauptgeschäftsführer UVB: „Wir müssen uns auf viele Szenarien vorbereiten. Jeden Tag kann eine neue Bedrohung auf unsere Region zukommen. Deshalb ist es gut, wenn wir uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam Bedrohungen so gut es geht abwehren. Genau dafür haben wir einen KI-Chatbot entwickelt, der Unternehmen dabei hilft, Krisen-Reaktionspläne zu erstellen. Das Online-Tool sammelt wichtige Informationen aus den Bereichen Energiesicherheit, Cybersecurity, Wirtschaftsschutz und Lieferkettenstabilität. Am Ende steht eine individuelle Checkliste. Der Bot steht rund um die Uhr für jedes Unternehmen auf der Seite der Initiative zur Verfügung.“
Die Partner der Initiative rufen deshalb Unternehmen aller Branchen dazu auf, sich bereits heute bei „Berliner Wirtschaft hilft“ zu registrieren und ihre verfügbaren Hilfsangebote zu hinterlegen. Denn Resilienz entsteht nicht erst in der Krise, sondern durch Vorbereitung und Zusammenarbeit.