Pressemitteilung
Erfolg für Kooperationsprojekt BOOM! Schüler starten besser orientiert in die Ausbildungsplatzsuche, Zahl der teilnehmenden Schulen mehr als verdoppelt
Das Kooperationsprojekt BOOM! der IHK Berlin und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie für eine strukturierte, wirksame und datenbasierte Berufsorientierung für Klasse 7-10 wird auf zehn Schulen skaliert.
Umfragen zeigen, dass viele Jugendliche die Schule ohne klare berufliche Vorstellungen verlassen. Das erschwert zum einen die Vermittlung auf einen passenden Ausbildungsplatz, zum anderen sind fehlerhafte Vorstellungen vom gewählten Ausbildungsberuf einer der häufigsten Gründe für Ausbildungsabbrüche. Eine strukturierte Berufsorientierung an den weiterführenden Schulen hilft, diese Zahlen zu reduzieren und mehr Jugendliche in Ausbildung zu bringen.
Zum BOOM! - Ansatz gehören deshalb u.a. die Entwicklung bzw. Überarbeitung schulischer Berufsorientierungs-Konzepte und der systematische Aufbau von Kooperationen mit ortsansässigen Unternehmen. Die Wirkung der Angebote wird regelmäßig anhand eines festen Bewertungskatalogs gemessen, um bei Bedarf nachzusteuern.
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Das BOOM!-Projekt steht für eine enge und verlässliche Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft. Es bringt praxisnahe Einblicke direkt in den Schulalltag und stärkt damit eine zeitgemäße, lebensnahe Berufsorientierung. Vor diesem Hintergrund ist der weitere Ausbau des Projekts ein folgerichtiger Schritt. Eine fundierte Berufsorientierung ist ein zentraler Baustein für gelingende Bildungsbiografien. Die Berufsorientierungs-Managerinnen und -Manager leisten hierzu einen wichtigen Beitrag: Sie vernetzen Schulen mit der Wirtschaft, bringen wertvolles Know-how ein und vermitteln authentische Einblicke in unternehmerisches Denken und Arbeiten. Gemeinsam mit der IHK setzen wir ein innovatives Modell um, das Jugendlichen bessere Übergänge in Ausbildung und Beruf eröffnet und zugleich den Wirtschaftsstandort Berlin nachhaltig stärkt.“
Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin IHK Berlin: „Mit unserem gemeinsamen Projekt helfen wir jungen Menschen, eine Berufswahl zu treffen, die zu ihnen passt. Das ist gut für die Jugendlichen – und gut für Berlin. Denn unsere Mitgliedsunternehmen suchen händeringend engagierten Nachwuchs. Die ersten Erfolge unseres gemeinsamen Projektes zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Möglich gemacht hat das die Entschlossenheit der Senatsverwaltung für Bildung, die Rolle der Berufsorientierung an den Schulen aufzuwerten. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit diesem innovativen Projekt das Matching zwischen suchenden Jugendlichen und suchenden Unternehmen perspektivisch erheblich verbessern können und mehr erreichen werden als durch unnötige staatliche Regulierung in Form von Abgaben und Auflagen.“
Begonnen hat BOOM! 2023 als Pilotprojekt an der Willy-Brandt Schule. Im Rahmen des Projekts wurde eine schuleigene Karrieremesse ins Leben gerufen, neue Kooperationen mit Unternehmen und außerschulischen Partnern geschaffen und Berufsorientierung als Querschnittsthema im Kollegium verankert. In einer Umfrage zur Erfolgsevaluation gaben 75 Prozent der Schülerinnen und Schüler an, dass die neu etablierten Maßnahmen ihnen bei der beruflichen Orientierung geholfen haben. 80 Prozent der Lehrenden fanden die Maßnahmen seien zielführend.