Pressemitteilung
Berlin als Knotenpunkt für Sicherheit und Innovation: Wirtschaft und Politik starten „TechHUB SVI Ost“
Im Rahmen der IHK-Konferenz zur Resilienz und Verteidigungsfähigkeit Berlins wurde am Montag die Initiative „TechHUB SVI Ost“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Berlins technisches Know-How und Expertise in Schlüsseltechnologien für sicherheits- und verteidigungsrelevante Innovationen stärker zu koordinieren und gemeinsame Strukturen mit der Bundeswehr und den Sicherheitsbehörden zu schaffen. Die Initiative wird dazu in Absprache mit dem Bundesverteidigungsministerium in den nächsten Monaten konkrete Schwerpunkte und Formate entwickeln. Getragen wird die Initiative von der Senatskanzlei Berlin, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Berlin Partner, der Investitionsbank Berlin, den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg und der IHK Berlin.
Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Mit dem neuen Berliner TechHub für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie bündeln wir Berlins technologische Stärke und vernetzen Wirtschaft, Forschung und Sicherheitsakteure im Osten Deutschlands noch enger. Als Bundeshauptstadt tragen wir besondere Verantwortung für Resilienz und Sicherheit. Deshalb schaffen wir Strukturen, die Innovationen schneller in die Anwendung bringen und Berlin zu einem europäischen Standort für Sicherheitstechnologien machen. Unsere Unternehmen, Start-ups sowie Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen bringen enormes Know-how mit - und bieten exzellente Voraussetzungen für den Aufbau eines starken DefTech-Ökosystems.“
Franziska Giffey, Senatorin, Senatsverwaltung Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Wir wollen Unternehmen der DefTech-Branche und des Dual-Use-Bereichs systematisch mit dem Berliner Innovations- und Startup-Ökosystem und unserer Wirtschaftsförderung verknüpfen. Mit dem TechHUB SVI Ost schaffen wir eine neue Struktur für Zusammenarbeit, mit der wir die wirtschafts- und innovationspolitischen Potentiale am Standort steigern und zugleich einen Beitrag zu mehr Resilienz, technologischen Souveränität und Verteidigungsfähigkeit und Sicherheit leisten.“
Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin: „Berlin ist als Hauptstadt immer im Fokus. Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit sind also längst zentrale Standortfragen. Wir haben die innovativen Unternehmen, exzellente Forschung und die besondere Nähe zu Bund und Bundeswehr. Diese Stärken werden wir gezielt zusammenbringen, Kooperationsstrukturen schaffen und mit den Bedarfen von Bundeswehr und Sicherheitsbehörden verzahnen.“
Dr. Stefan Franzke, Hauptgeschäftsführer Berlin Partner: „Das internationale Interesse an Berlin als Standort für Sicherheits- und Verteidigungsindustrie nimmt spürbar zu. Ausschlaggebend ist die fundierte Kompetenz bei Dual Use Schlüsseltechnologien wie Cybersecurity, Drohnen und New Space, Halbleiter, Additive Fertigung, KI, Sensorik. Hinzu kommen ein internationaler und damit attraktiver Talentpool sowie die Nähe zu Politik, Bundeswehr, vielen Bundesbehörden und europäischen Partnern. Die partnerschaftliche Etablierung des TechHUB SVI Ost ist daher eine konsequente Antwort. Berlin Partner unterstützt den systematischen Aufbau des Ökosystems, koordiniert Akteure und schafft wirksame Formate für Neuansiedlungen und nachhaltiges Innovationsmanagement.“
Dr. Hinrich Holm, Vorstandsvorsitzender Investitionsbank Berlin: „Sicherheits- und Verteidigungsprojekte erfordern Planungssicherheit und Innovationskraft gleichermaßen. Dazu gehören funktionierende Infrastrukturen wie z. B. Brücken, Schutzräume oder Krankenhäuser oder auch Vorhaben von innovativen Berliner Unternehmen aus der Defence-Branche, die wir als Dual-Use-Technologien im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsleitlinien bereits finanzieren können. Unsere Förderprogramme unterstützen damit die Zielrichtung des TechHUB SVI Ost.“
Alexander Schirp, Hauptgeschäftsführer UVB „Sicherheit und Verteidigung sind die Grundlagen für eine freie Wirtschaft. Der Aufbau des ‚TechHub SVI Ost‘ ist deshalb ein richtiger Schritt für die Hauptstadtregion in bewegter Zeit. Obendrein hilft er, die Wirtschafts- und Innovationspotenziale zu nutzen, die in dieser Branche für Berlin und Brandenburg stecken. „erade das Know-how unserer Unternehmen bei KI, Cybersecurity, Robotik und Photonik kann für viel Dynamik sorgen, und zwar in ganz Ostdeutschland. Damit das Projekt funktioniert, brauchen wir eine intensive Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Bundeswehr. Hier setzen wir auch auf den Einsatz und die Unterstützung durch die Politik.“
Roland Sillmann, Geschäftsführer WISTA Management GmbH: "Der grundlegende Auftrag für uns als WISTA ist es, die Rahmenbedingungen für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen in unserem Umfeld zu schaffen. Der aktuelle Boom im Bereich der Verteidigungstechnologie - angefangen bei Feuerwehrschläuchen für den Zivilschutz bis zu Drohnen für den militärischen Einsatz - bringt enorme Chancen für Berliner Unternehmen mit sich. Wir werden für diese ein Ökosystem mit initiieren, welches überproportionales Wachstum ermöglicht. Die Herausforderung dabei ist es, die Balance zwischen der für Innovationen zwingend erforderlichen Offenheit und dem wachsenden Sicherheitsbedürfnis initial herzustellen und agil anzupassen."
An der hochrangig besetzten Konferenz der Industrie- und Handelskammer „Innovativ. Vernetzt. Verantwortungsvoll - Berlins Beitrag zu Resilienz und Verteidigungsfähigkeit“ mit rund 30 Speakerinnen und Speaker aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nahmen mehr als 250 Gäste teil. Wie leistungsfähig der Standort bereits heute im Defence und Dual-Use Bereich ist, zeigten konkrete Praxisbeispiele von Berliner Unternehmen. So stellte das Unternehmen Germandrones vor, wie in Berlin entwickelte Drohnensysteme zur Aufklärung und zum Schutz kritischer Infrastrukturen auch international im Einsatz sind. Der Marienpark Berlin präsentierte seine Pläne für einen Resilience Technology Campus in Tempelhof, auf dem spezielle Forschungs-, Test und Produktionsflächen für sicherheits- und verteidigungsrelevante Technologien geschaffen werden. Auch Irene Selvanathan, Gründerin des Berliner Start-ups Neurospace, war vertreten. Der von Neurospace entwickelte Rover war gerade erst Teil der Mondmission der NASA.