Jahresbericht 2025
Ehrenamt
2025 war ein forderndes Jahr für die Berliner Wirtschaft. Trotz neuer Bundesregierung und Fortschritten des Senats blieb die konjunkturelle Lage angespannt. Die IHK Berlin und ihre Gremien setzten sich daher auch in diesem Jahr wieder couragiert für bessere politische Rahmenbedingungen und einen wirtschaftlichen Aufschwung ein.
Ein Meilenstein und Erfolg jahrelanger Kammerarbeit war die Verabschiedung der Verwaltungsreform im Sommer. Eine effiziente und ermöglichende Verwaltung kann ein Game-Changer in den kommenden Jahrzehnten werden.
Ebenso intensiv haben wir die Debatte um die Ausbildungsplatzabgabe begleitet. Unsere Haltung als IHK ist und bleibt auch für 2026 eindeutig: Ja zur Ausbildung, Nein zur Abgabe. Mit wichtigen Impulsen aus den Ausschüssen, z.B. zur Verbesserung der Schulqualität, der Berufsorientierung und des Matchings von Betrieben und potenziellen Azubis, haben wir uns stark in die Debatte eingebracht und die Position der Berliner Wirtschaft verdeutlicht.
Inmitten all dieser hochpolitischen Themen blieb aber auch immer Zeit für den persönlichen Austausch und das gemeinsame Netzwerken. Ob beim Jahresauftakt des Ehrenamts mit den Senatoren, der Verabschiedung unseres langjährigen Hauptgeschäftsführers Jan Eder, dem hervorragend besuchten Sommerfest oder unseren drei Großveranstaltungen.
Die Ausschüsse der IHK wirkten auch 2025 wieder als Ideen-Inkubatoren. Sie erarbeiteten Positionspapiere zum Taxi- und Mietwagenmarkt, zu Deep-Tech, zur öffentlichen Beschaffung, zur Haushaltspolitik, zur Modernisierung der Ausbildung, zum Gesundheitsstandort, sowie – in einem Adhoc-Kompetenzteam – zum Sondervermögen. Zudem hat die Vollversammlung unsere Unterstützung für Berlin als Ausrichter von internationalen Großveranstaltungen, insbesondere der EXPO 2035, deutlich zum Ausdruck gebracht. Das haben wir als IHK auch auf der gemeinsamen Reise mit der Wirtschaftssenatorin Giffey zur EXPO 2025 nach Osaka betont.
Das Jahr stand unter dem Leitstern „Innovation“. In unseren Ausschüssen, Projekten und Veranstaltungen haben wir neue Perspektiven eröffnet – von Digitalisierung über Nachhaltigkeit bis hin zu neuen Geschäftsmodellen. Ein Höhepunkt war unser Festival der Wirtschaft mit einem klaren Fokus auf Innovationen sowie unser IP-Festival, das sich mit der Frage der wirtschaftlichen Nutzung von geistigem Eigentum beschäftigt hat.
Ebenso konnten wir eine Innovationsscoutingreise mehrerer Ausschüsse mit Verkehrssenatorin Bonde nach Madrid realisieren. Drei Tage voller Inspiration, Begegnungen und Impulse, die uns gezeigt haben, welche internationalen Best Practices unsere Weltmetropole voranbringen können. Ein weiteres Highlight stellte die gemeinsame Reise mit dem Regierenden Bürgermeister Wegner in unsere Partnerstadt Windhoek dar, in deren Rahmen wir uns für eine stärkere Anwerbung internationaler Fachkräfte eingesetzt haben.
Im AGH-Wahljahr 2026 werden wir uns daran anschließend dem Leitthema „Internationale Perspektiven für die Weltmetropole“ widmen, neue Ideen für unsere Stadt entwickeln und uns für die Interessen der Berliner Wirtschaft stark machen. Dafür steht die IHK: Gemeinsam für Berlin.