Innovation und Umwelt

Ressource Wasser in der Metropolregion Berlin-Brandenburg für die Wirtschaft sichern

Der effiziente Umgang mit der Ressource Wasser wird nicht nur durch die zunehmenden Wetterextreme, sondern auch durch das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum und den Strukturwandel in der Lausitz für unsere Region immer bedeutsamer. Um den Wirtschaftsstandort Berlins zu sichern und zu stärken, müssen negative Auswirkungen klimatischer und struktureller Veränderungen auf die Wirtschaft so gering wie möglich gehalten werden.

4. Wasserkongress Berlin-Brandenburg-Sachsen am 01. Juli in Dresden

Die Wasserwirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Der Klimawandel mit zunehmenden Extremwetterereignissen, steigende Anforderungen an die Wasserqualität sowie ein erheblicher Investitionsbedarf in die Infrastruktur erfordern neue Lösungsansätze und politische Weichenstellungen. Gleichzeitig sind Unternehmen, Versorger und öffentliche Akteure gefordert, tragfähige und zukunftssichere Konzepte zu entwickeln.
Die Fachveranstaltung bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis zusammen.
Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen einzuordnen, Perspektiven zusammenzuführen und konkrete Impulse für eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft zu setzen. Neben einer Keynote, die zum Nachdenken anregen soll und einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion bietet die Veranstaltung Raum für Praxisimpulse und vertiefende Fachforen.
Wann: Am 1. Juli 2026, 10:00 - 17:30 Uhr
Wo: Deutsches Hygiene Museum Dresden, Lingnerpl. 1, 01069 Dresden
Bringen Sie sich ein, gestalten Sie mit, knüpfen Sie wertvolle Kontakte und setzen Sie Impulse für eine zukunftssichere Wasserversorgung.
Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung.

Postdoc Career Fair am 11.Juni mit Schwerpunkt „Wasser“ – Akademische Talente kennenlernen

Die Berlin University Alliance lädt zur Postdoc Career Fair zum Thema „Wasser“ ein. Dort treffen Sie auf rund 200 Postdocs, die sich für Karrierewege außerhalb der Universität interessieren. Organisationen und Unternehmen haben die Möglichkeit, sich zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen und potenzielle Kooperationen anzustoßen. Die Teilnahme für Organisationen ist kostenfrei.
Mehr Informationen hier. Direkte Anfragen gerne an regina.v.schmeling@hu-berlin.de

Rechtliche Rahmenbedingungen

Nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sind die Länder verpflichtet, in länder- bzw. bundesländerübergreifenden Flussgebietseinheiten – für Berlin in der Flussgebietseinheit Elbe – die Gewässer und das Grundwasser zu schützen. Ziel ist es, einen ganzheitlichen Betrachtungsansatz zu verfolgen, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu vereinheitlichen und sich stärker auf eine nachhaltige Wassernutzung auszurichten. Die Länder sind gehalten, den ökologischen Zustand der Gewässer zu ermitteln und alle 6 Jahre gemeinsame Bewirtschaftungspläne aufzusetzen, die durch regionale Maßnahmenpakete zu untersetzen sind.
Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat am 20. September 2022 den Masterplan Wasser veröffentlicht. Er versteht sich als Zukunftsstrategie für die Berliner Wasserwirtschaft und verfolgt drei Ziele:
  1. Sichere Trinkwasserversorgung
  2. Verbesserter Gewässerschutz
  3. Ausbau und Modernisierung der Abwasserentsorgung
Zur Erreichung dieser Ziele definiert der Masterplan 32 konkrete Maßnahmen.

Metropolregion Berlin-Brandenburg

Neben regionalen Maßnahmen ist es zwingend erforderlich, dass Berlin und Brandenburg ihre Zusammenarbeit stärker ausbaut. Denn der gesetzlich beschlossene Braunkohleausstieg hat große Folgen für die Wasserwirtschaft von der Lausitz bis nach Berlin. Laut einer ⁠UBA⁠-Studie besteht die Gefahr, dass die Spree in trockenen Sommermonaten örtlich bis zu 75 Prozent weniger Wasser führt. Das hat für den Spreewald, seine Seen und Kanäle sowie die Wasserversorgung in der Region Berlin weitreichende Konsequenzen.
Zudem wächst die Bevölkerung und die trockenen und zu heißen Sommer nehmen zu. Das verschärft die Lage in der Metropolregion besonders. Für einen nachhaltigen Transformationsprozess beim Umgang mit Wasser, ist es wesentlich, dass die Anforderungen aller Stakeholder rechtzeitig ins Auge gefasst werden, um den Wirtschaftsstandort Berlin-Brandenburg zu stärken und Wassernotstände zu verhindern.

Länderübergreifender Arbeitskreis Wasser

Eine enge, länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Politik, Wasserversorgern, Wirtschaft und Wissenschaft ist unablässig. Deshalb fokussieren sich die Industrie- und Handelskammern (IHKn) aus Berlin-Brandenburg gemeinsam und verstärkt auf die Belange der Wirtschaft.

Mitwirkung erwünscht

Wenn Sie direkt betroffen sind, im Arbeitskreis mitwirken möchten oder Interesse an Themen rund um den Standortfaktor Wasser bekunden möchten, dann schreiben Sie an larissa.scheu@berlin.ihk.de