Standortpolitik

Vorwort

Zahlen, Fakten, Bilder: So könnte der Untertitel für die vorliegende Darstellung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklungen im Bergischen Städtedreieck lauten. Der Leser, der sich schnell kurze und präzise Informationen über die aktuelle regionale Wirtschaftsstruktur sowie über Branchen-, Bevölkerungs- und Arbeitsmarktentwicklungen verschaffen will, wird in dieser Analyse fündig. Dabei werden die Unterschiede zwischen den drei bergischen Großstädten aufgezeigt.

Im Ergebnis bleibt folgendes festzuhalten: Das Bergische Städtedreieck ist eine Region mit hoher Wirtschaftskraft, überdurchschnittlicher Exportorientierung und Innovationsgeist. Die Industrie hat in der Region traditionell ein besonders hohes Gewicht. 30 Prozent der regionalen Wertschöpfung entfallen auf das Produzierende Gewerbe, im Land Nordrhein-Westfalen sind es dagegen lediglich 27 Prozent. Die Branchenstruktur in der Industrie ist insgesamt relativ ausgewogen.
Im Jahr 2024 sanken die nominalen, das heißt nicht preisbereinigten Industrieumsätze im Bergischen Städtedreieck deutlich um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Umsätze legten in Wuppertal um 1,1 Prozent zu, in Solingen und in Remscheid sanken sie dagegen um 1,3 beziehungsweise 17,8 Prozent.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag im September 2024 bei 8,8 Prozent und damit auf dem gleichen Niveau des Vorjahresmonats. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nahm gegenüber dem Vorjahr um knapp 1.300 beziehungsweise 0,6 Prozent auf 230.300 Personen ab (Stand: 30. Juni 2024). Dies ist Ausdruck der schwachen konjunkturellen Entwicklung im Jahr 2024.