Nr. 887
Standortpolitik

Verkehrsinfrastruktur

Das Bergische Städtedreieck braucht eine moderne Verkehrsinfrastruktur
Die drei bergischen Großstädte sind über die Autobahnen A 1, A 3 und A 46 - mit insgesamt 14 Anschlussstellen - sehr gut an das Bundesfernstraßennetz angebunden. Dazu bieten die A 43 und die A 535 gute Verbindungen ins benachbarte Ruhrgebiet. Eine Vielzahl von Bundes- und Landesstraßen ergänzt diese Infrastruktur. Doch diese auf den ersten Blick beeindruckende Aufzählung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es an vielen Punkten Mängel und Lücken gibt, die in absehbarer Zeit beseitigt werden müssen. Dies vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass nach allen Prognosen der Straßenverkehr, insbesondere der Straßengüterverkehr, in den nächsten Jahren weiter stark zunehmen wird.
Neben dem notwendigen Lückenschluss darf auch der Erhalt bestehender Straßen nicht weiter vernachlässigt werden. Auch hier besteht im Bergischen Städtedreieck ein sehr hoher Bedarf, insbesondere bei den Landes- und den Kommunalstraßen.
Auch beim Schienenpersonenverkehr gibt es Verbesserungsbedarf. Dies betrifft sowohl den Nahverkehr als auch die Einbindung in das Fernverkehrsnetz der DB AG. Gerade bei den so wichtigen ICE-Verbindungen hat das Städtedreieck in der Vergangenheit schmerzliche Kürzungen hinnehmen müssen.
Der IHK ist klar, dass aufgrund der Finanzsituation von Bund, Land und Kommunen nicht alle sinnvollen Projekte verwirklicht werden können. Sie hat sich in dem nachfolgenden Forderungskatalog deshalb auf diejenigen Maßnahmen beschränkt, die für die Region unverzichtbar sind. Unter allen Straßenprojekten hat für die IHK die Anbindung Solingens an die A 3 (L 405 und B 229n) sowie die Verbindung von der A 46 zur A1 in Wuppertal (L 419/ Parkstraße) besonderes Gewicht.
Ob Lückenschluss oder Erhalt – nur mit einer modernen Verkehrsinfrastruktur kann die Region auch in Zukunft im globalen Standortwettbewerb bestehen. Moderne Verkehrswege sind kein verzichtbarer Luxus, sondern Grundvoraussetzung für Wirtschaftswachstum und Wohlstand.

Dipl.-Verw.Wiss.Thomas Wängler
Geschäftsbereich Standortpolitik, Verkehr, Öffentlichkeitsarbeit
Dipl.-Geogr.Christian Bruch
Geschäftsbereich Standortpolitik, Verkehr, Öffentlichkeitsarbeit