Betrugsversuche

Diverse Maschen zum Datenklau

Allgemeine Warnung zum Datenklau

Angefangen von Zentralen Zahlstellen in verschiedenen deutschen Städten mit Konto im Ausland über die Kölner Masche mit Telefonanruf und Telefonmitschnitt bis hin zu hohen Rechnungen für einen Handelsregisterabruf oder Phishing-Mails, die vorgeblich aus der IHK-Organisation stammen sollen. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigt in ihrem Online-Artikel Phishing-Warnung: Wichtige Informationen zu Betrugsversuchen die jeweils aktuellen Betrugsansätze auf.
Sofern Sie solche Schreiben erhalten und nicht sicher sind, ob und wie Sie darauf reagieren sollen, wenden Sie sich gerne an unsere Rechtsabteilung.

September 2026: "Ihr Brief kam unzustellbar zurück"

Mit der Löschung von Firmendaten im Handelsregister drohen die Absender (vorgeblich "ihk-online") einer Phishing-Mail, die im September kursiert: Versehen mit einer "Dossiernummer" und unter dem Betreff "Ihr Brief kam unzustellbar zurück" behaupten sie, ein "Schreiben zu Änderungen Ihrer Eintragung im Handelsregister" versandt zu haben, das zurückgeschickt worden sei. Dies deute auf Fehler in der vorliegenden Adresse hin, heißt es in der Mail, der Empfänger möge seine Daten umgehend aktualisieren. Andernfalls könnten "administrative Unregelmässigkeiten mit möglichen rechtlichen Konsequenzen entstehen". Das ist Unsinn. Klicken Sie bitte keinesfalls auf den angebotenen Link "Mit wenigen Klicks können Sie den Vorgang hier abschließen", sondern löschen Sie diese Mail – sie stammt nicht aus der IHK-Organisation!

August 2026: Warnung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz warnt: Aktuell werden verstärkt betrügerische E-Mails versendet, die den Anschein erwecken, vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) oder vom Bundesamt für Justiz (BfJ) zu stammen.
Unterzeichnet sind diese fälschlicherweise häufig mit „Staatssekretärin”. Auf diesen Schreiben werden das Logo des BMJV sowie der Flaggenstab missbräuchlich verwendet. Diese E-Mails und Schreiben stammen nicht vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Betroffene sollten nicht auf diese E-Mails oder Schreiben reagieren.

Juni 2026: Betrugsmasche mit angeblichen IHK-Seminaren

Derzeit erhalten Mitgliedsunternehmen Anrufe von einer Person, die sich unberechtigt als Mitarbeitende der IHK ausgibt. Dabei wird vorgetäuscht, im Bereich Aus- und Weiterbildung tätig zu sein. Ziel der Anrufe ist es, Seminare zum Thema „KI im Rechnungswesen“ zu bewerben und Kontaktdaten von Mitarbeitenden aus der Buchhaltung zu erhalten.
Werden diese Daten nicht herausgegeben, werden die Angerufenen aufgefordert, eine E-Mail an „aufstieg@aschaffenburg.ihk.de“ zu senden. Diese E-Mail-Adresse gehört nicht zur IHK Aschaffenburg.
Bitte beachten Sie:
  • Geben Sie keine personenbezogenen Daten oder Kontaktdaten heraus.
  • Beenden Sie das Gespräch.
  • Mitarbeitende der Industrie- und Handelskammer führen keine derartigen Werbeanrufe durch.
Wenn Sie unsicher sind oder einen entsprechenden Anruf erhalten haben, wenden Sie sich bitte an Frau Hohm unter 06021 880-149.

März 2026: Angeblich benötigte Infos zur "Jahresabschlussübermittlung": Phishing-Versuche mit falschem Absender "IHK"

Aktuell sind wieder E-Mails mit Absender "IHK" im Umlauf, die den Empfänger auffordern, über einen Link "(...) der zuständigen Stelle die Art der Jahresabschlussübermittlung mitzuteilen" (oder vergleichbarer Wortlaut). Diese Mails sind Phishing-Versuche und stammen nicht von der IHK. Bitte klicken Sie nicht auf den Link und löschen Sie die Mail.

Februar 2026: Fake-Rechnungen von Web Domain Deutschland

Der Deutsche Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität (DSW) weist derzeit auf eine neue Welle gefälschter Rechnungen für Domain-Registrierungen hin. Aktuell treten E-Mails mit Anhängen auf, die angeblich von „Web Domain Deutschland“ stammen. Die Schreiben enthalten keinerlei grundlegende Angaben wie eine Adresse, sind jedoch in Gestaltung und Aufbau nahezu identisch mit früheren Fälschungen. Wiederkehrende Rechtschreibfehler deuten darauf hin, dass es sich um schlechte Kopien früherer Täuschungsversuche handelt. Auffällig ist, dass die Zahlungsanweisungen diesmal auf Konten in Belgien verweisen und die geforderten Beträge durchschnittlich 250 Euro betragen.
Unternehmen sollten eingehende Rechnungen für Domainservices besonders sorgfältig prüfen und klären, wer tatsächlich mit Registrierung und Hosting beauftragt wurde. Bei irrtümlich ausgeführten Zahlungen ist unverzüglich die Hausbank einzuschalten, um eine Rückgängigmachung zu versuchen. In manchen Fällen kann auch ein direkter Kontakt zur Empfängerbank sinnvoll sein.

Februar 2026: Ordnungsgeldverfahren wegen unterlassener Offenlegung von Umsatzzahlen

Aktuell werden wieder betrügerische E-Mails im Namen des Bundeszentralamts für Steuern verschickt. Anlass ist derzeit ein angebliches Ordnungsgeldverfahren wegen unterlassener Offenlegung des Jahresabschlusses bzw. von Umsatzzahlen. Der Adressat wird aufgefordert, Zahlungen an eine ausländische Kontoverbindung zu leisten. Wir warnen ausdrücklich davor, auf diese Betrugsversuche zu reagieren. Im Zweifel sollte die Nachricht gelöscht werden.
Unter diesem Link finden Sie die Warnmeldung des Bundeszentralamts für Steuern und Informationen darüber, wie Sie Betrugsversuche erkennen können: BZSt - Warnung vor Betrugsversuchen - Ordnungsgeldverfahren wegen unterlassender Offenlegung von Umsatzzahlen