Recht und Steuern

Betrugsversuche | Diverse Maschen zum Datenklau

März 2026: Angeblich benötigte Infos zur "Jahresabschlussübermittlung": Phishing-Versuche mit falschem Absender "IHK"

Aktuell sind wieder E-Mails mit Absender "IHK" im Umlauf, die den Empfänger auffordern, über einen Link "(...) der zuständigen Stelle die Art der Jahresabschlussübermittlung mitzuteilen" (oder vergleichbarer Wortlaut). Diese Mails sind Phishing-Versuche und stammen nicht von der IHK. Bitte klicken Sie nicht auf den Link und löschen Sie die Mail.

Februar 2026: Fake-Rechnungen von Web Domain Deutschland

Der Deutsche Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität (DSW) weist derzeit auf eine neue Welle gefälschter Rechnungen für Domain-Registrierungen hin. Aktuell treten E-Mails mit Anhängen auf, die angeblich von „Web Domain Deutschland“ stammen. Die Schreiben enthalten keinerlei grundlegende Angaben wie eine Adresse, sind jedoch in Gestaltung und Aufbau nahezu identisch mit früheren Fälschungen. Wiederkehrende Rechtschreibfehler deuten darauf hin, dass es sich um schlechte Kopien früherer Täuschungsversuche handelt. Auffällig ist, dass die Zahlungsanweisungen diesmal auf Konten in Belgien verweisen und die geforderten Beträge durchschnittlich 250 Euro betragen.
Unternehmen sollten eingehende Rechnungen für Domainservices besonders sorgfältig prüfen und klären, wer tatsächlich mit Registrierung und Hosting beauftragt wurde. Bei irrtümlich ausgeführten Zahlungen ist unverzüglich die Hausbank einzuschalten, um eine Rückgängigmachung zu versuchen. In manchen Fällen kann auch ein direkter Kontakt zur Empfängerbank sinnvoll sein.

Februar 2026: Ordnungsgeldverfahren wegen unterlassener Offenlegung von Umsatzzahlen

Aktuell werden wieder betrügerische E-Mails im Namen des Bundeszentralamts für Steuern verschickt. Anlass ist derzeit ein angebliches Ordnungsgeldverfahren wegen unterlassener Offenlegung des Jahresabschlusses bzw. von Umsatzzahlen. Der Adressat wird aufgefordert, Zahlungen an eine ausländische Kontoverbindung zu leisten. Wir warnen ausdrücklich davor, auf diese Betrugsversuche zu reagieren. Im Zweifel sollte die Nachricht gelöscht werden.
Unter diesem Link finden Sie die Warnmeldung des Bundeszentralamts für Steuern und Informationen darüber, wie Sie Betrugsversuche erkennen können: BZSt - Warnung vor Betrugsversuchen - Ordnungsgeldverfahren wegen unterlassender Offenlegung von Umsatzzahlen

November 2025: Sixtus Software: Fake-Rechnungen aus Emmen, NL

Information des Deutschen Schutzverbandes gegen Wirtschaftskriminalität e. V.: Derzeit greifen gefälschte Rechnungen aus den Niederlanden um sich: Eine Firma mit der Bezeichnung SIXTUS SOFTWARE, Emmen, Niederlande, rechnet eine nicht näher bezeichnete Leistung in Höhe von durchgehend € 1.381,70 gegenüber allen bisher betroffenen Unternehmen ab. Der Schutzverband weist darauf hin, dass die Rechnungen ohne Rechtsgrund erfolgen. Die vom Versender betonte Fälligkeit bestehe nicht.

Oktober 2025: Warnung zu Phishing-Mails mit dem Absender IHK

Aktuell werden gefälschte E-Mails versendet, die den Anschein erwecken, von der IHK zu stammen. Unter dem Vorwand, dass Kontaktdaten unvollständig seien, werden Unternehmen darin aufgefordert, ihre Daten innerhalb von 24 Stunden über einen angegebenen Link zu aktualisieren.
Bitte beachten Sie: Diese E-Mails stammen nicht von der IHK.
Wir empfehlen Ihnen:
  • Öffnen Sie keine Anhänge und klicken Sie nicht auf enthaltene Links.
  • Antworten Sie nicht auf die E-Mail.
  • Löschen Sie die Nachricht umgehend.
Falls Sie unsicher sind, ob eine E-Mail tatsächlich von der IHK stammt, wenden Sie sich bitte an unsere Rechtsabteilung. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Oktober 2025: Warnung zu Phishing-Mails mit dem Absender „Transparenzregister“

Wir weisen darauf hin, dass derzeit Phishing-E-Mails im Umlauf sind, die mit dem gefälschten Absender „Transparenzregister“ und dem Betreff „Unstimmigkeitsmeldung nach § 23a GwG“ versehen sind. Der Bundesanzeiger Verlag, der das „echte“ Transparenzregister führt, warnt wie folgt:
Aus aktuellem Anlass warnt das Transparenzregister vor E-Mails, die unter dem Betreff „Unstimmigkeitsmeldung nach § 23a GwG“ versendet werden und zur Korrektur von Eintragungen im Transparenzregister auffordern. Diese E-Mails sind nicht vom Transparenzregister autorisiert. Es handelt sich um Phishing-Mails mit dem Ziel, die Übermittlung von Passwörtern oder die Leistung von Zahlungen zu erschleichen.
Bitte klicken Sie nicht auf in diesen E-Mails enthaltene Links und folgen Sie keinen Aufforderungen, Zahlungen zu leisten oder Daten zu übermitteln. Sollten Sie bereits auf den Link geklickt und Ihre Anmeldedaten eingegeben haben, ändern Sie unverzüglich Ihr Passwort auf unserer Webseite.
Haben Sie weitere Fragen oder Anmerkungen? Antworten Sie bitte an unstimmigkeitsmeldung@transparenzregister.de

Juni 2025: Der Deutsche Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität e.V. warnt vor Fake-Rechnungen

Der Schutzverband erhält aktuell von verschiedenen Seiten Hinweise auf gefälschte Rechnungen für die Umsetzung von Arbeitsschutzvorschriften und das in diesem Zusammenhang zu vergebende Zertifikat.
Die bisherigen Fake-Rechnungen für die Umsetzung der DGUV-Richtlinie münden in eine neue Eskalationsstufe: Inzwischen werden Empfänger der Ausgangsrechnungen, die hierauf nicht gezahlt haben, angemahnt!

Allgemeine Warnung zum Datenklau

Angefangen von Zentralen Zahlstellen in verschiedenen deutschen Städten mit Konto im Ausland über die Kölner Masche mit Telefonanruf und Telefonmitschnitt bis hin zu hohen Rechnungen für einen Handelsregisterabruf oder Phishing-Mails, die vorgeblich aus der IHK-Organisation stammen sollen. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigt in ihrem Online-Artikel Warnung: Neue Maschen zum Datenklau – Betrüger täuschen IHK-Hintergrund vor die jeweils aktuellen Betrugsansätze auf.
Sofern Sie solche Schreiben erhalten und nicht sicher sind, ob und wie Sie darauf reagieren sollen, wenden Sie sich gerne an unsere Rechtsabteilung.